Kühlaggregat, Schmitz Cargobull Zoom

Klimatechnik: Fast alles aus einer Hand

Mit Spannung schaut die Branche auf die Markteinführung des Kühlaggregats T.KM One von Schmitz Cargobull. GFT Logistic in Möckmühl setzt das Aggregat seit März im Testlauf ein und ist sehr zufrieden.

Bislang unübertroffen – in Sachen Fertigungstiefe macht Schmitz Cargobull (SCB) so schnell niemand etwas vor. Das Unternehmen aus dem Münsterland produziert die meisten Bauteile am Trailer selbst und das mit Erfolg. Denn beispielsweise die hauseigene Rotos-Achse gilt als zuverlässige Alternative zu den sonst verbauten Aggregaten der einschlägigen Hersteller.

T.KM One ist seit kurzem für Kunden verfügbar

Seit aus Horstmar die ersten Töne zu hören waren, dass sich der Markftführer im Kühlauflieger-Segment an die Konstruktion eines eigenen Kühlgeräts macht, wartet die Branche gespannt auf das Resultat. Seit kurzem ist die sogenannte T.KM One für Kunden nun verfügbar und ersten Berichten zufolge macht sich das neue Bauteil gut.

GFT Logistic aus dem baden-württembergischen Möckmühl setzt T.KM One schon seit März ein. Fuhrparkleiter."Unsere Erfahrungen in den ersten sechs Monaten waren durchweg positiv", sagt Jochen Neff, der bei GFT den Fuhrpark leitet. Allerdings sei meist erst nach zwei bis drei Jahren klar, wie sich die Kühlgeräte im Alltag schlagen. Zumindest gab es aber bisher noch keinen  Pannenfall, erklärt Neff.

SCB hat einen Servicepartner in Möckmühl

Aber selbst wenn es zur Panne kommen sollte, hat Neff kaum Grund zur Beunruhigung. SCB hat einen Servicepartner in Möckmühl, der sich dem Gerät annehmen könnte. Aber der Blick von Neff geht auch über die Grenzen des Orts hinaus. "Wenn SCB ein enges Servicenetz international bieten kann, dann sehe ich beim Einsatz des Kühlgeräts keine Probleme", sagt der Fuhrparkleiter.

Das sei natürlich der Fall, erklärt Markus Dechering, Produktmanager für das Kühlgerät. Alle Servicepartner, in Europa die mit den Kühlgeräten von Carrier und Thermo King arbeiten, werden auch für die hauseigenen Geräte qualifiziert. Das bedeutet für Kühlfahrzeugflotten keine Umstellung in Sachen Serviceverfügbarkeit. Zumal jeder Kunde, der eine T.KM One kauft gleich einen Full Service-Vertrag mit abschließt.

S.KO Cool Executive ist in begrenzter Stückzahl verfügbar

"Wir verkaufen das Kühlaggregat nur in Kombination mit einem S.KO Cool-Trailer, unserer Telematik-Lösung Trailer Connect und einem Full-Service-Vertrag", betont Dechering. Das Paket nennt sich das S.KO Cool Executive und ist vorerst in begrenzter Stückzahl verfügbar. Im laufenden Geschäftsjahr sollen 650 T.KM One an Kunden gehen, im darauffolgenden rund 1.250. Mit anderen Worten läuft der Verkauf von T.KM One im Executive-Trailer erst einmal parallel zum Absatz von SCB-Kühlfahrzeugen mit Aggregaten von Carrier und Thermo King. Das sei bei der Rotos-Achse nicht anders gewesen, erklärt der Produktmanager. Kunden, die weiterhin auf Produkte der Zulieferindustrie setzen wollen, bekommen diese auch in ihrem SCB-Trailer verbaut.

Doch bei der Kühlmaschine hat es Vorteile, wenn SCB-Kunden künftig auch auf die Eigenentwicklung setzen. Denn nicht nur in die Konstruktion des gesamten Fahrzeugs lässt sich das Gerät optimal einbinden. Auch in Sachen Telematik sorgt die Kombination von SCB-Bauteilen für Vereinfachung. Neben Temperaturdaten-Anzeige in Echtzeit über das Internet bietet die Kombination von Kühler und Telematik auch für jedes Fahrzeug eine Wartungsübersicht im Telematik-Portal von SCB. Dazu gehört die technische Überwachung der Kühlgeräte, die bei Bedarf eine Warnung an den Fahrzeughalter ausgibt und beim SCB-Partner schon mal für einen Termin sorgt. Eine hohe Fertigungstiefe bringt eben einige Vorteile mit sich.

Neue Zirkulationswand

Zeit ist ein wertvolles Gut in der Logistik, deshalb hat Schmitz Cargobull den Reinigungsprozess im Kühlauflieger optimiert und mit einer einfachen Installation rund 13 Minuten eingespart. Die Zirkulationswand ist künftig schwenkbar. Das erspart dem Fahrer das müßige Abmontieren. Die Wand ist für alle S.KO Cool-Auflieger verfügbar und kann auch in bestehenden Fahrzeugflotten nachgerüstet werden.

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Küppers

Datum

2. Oktober 2013
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