Setra Comfort-Class 500, Innenraum Zoom

Kaufberatung Setra Comfort-Class 500: Innenraum und Ausstattung

Die Setra Comfort-Class 500 bietet den Fahrgästen nicht nur eine komfortable Stehhöhe und üppige Gepäckablagen. Auch die Sitze sind qualitativ hochwertig und in zahlreichen Varianten zu haben. Vom Komfortniveau der Busse profitieren auch die Fahrer.

Die Grundrahmenabsenkung des neuen Modells wirkt sich neben der einheitlichen, sehr angenehmen Stehhöhe von nunmehr 2,10 Metern auch auf den Wegfall der Gangschräge nach dem vorderen Einstieg aus. Beide Einstiege fallen naturgemäß bei den niedrigeren MD-Modellen noch etwas komfortabler aus und kommen vor allem älteren Fahrgästen entgegen. Auch Podest- und Brüstungshöhe sind gut gewählt, der ebene Boden wird sich wohl eher für die edle 2+1-Bestuhlung anbieten als für die Standardausstattung.

Zu der zählen wiederum beste Aussicht durch einen nach oben angeschrägten Dachkanal zum Fenster hin – klug gemacht! Edel geben sich die stoffbespannte Innendecke und die Buggestaltung, die mit einem hinter Rauchglas versteckten Technik-Fach im Dach aufwarten kann. Hier findet alles Platz und ist aufgeräumt – bis hin zur Telematik-Plattform von Fleetboard.

Praktische Gepäckablagen

Die bei Setra traditionell offen ausgelegten, jetzt mit neuen Leuchten versehenen Gepäckablagen sind mit einer lichten Höhe von rund 25 Zentimetern gut nutzbar.Flexibel geht es auch an deren Unterseite zu: Neben unterschiedlichen Stoffbezügen kann man hier zwischen zwei verschiedenen Servicesets wählen, das einfacher gehaltene ohne den edlen Leuchtring ist im MD Serie. Da die Sets in einer Service-Schiene montiert sind, kann der Kunde recht einfach den Sitzteiler für einen anderen Einsatzzweck oder für das zweite Busleben ändern. Das gefällt. In der cabrioartig bespannten Innendecke finden auf Wunsch bis zu drei versenkbare 19-Zoll-Monitore Platz (Serie ist einer in Verbindung mit Coach-Comfort-Cockpit und CMS). Um trotz der üppigen Stehhöhe Kopfnüsse im Dunkeln zu vermeiden, warnt die Fahrgäste auf der Rückseite ein blauer LED-Leuchtpunkt vor dem Kollisionskurs, bevor es passiert ist.

Klimatisiert werden die Comfort-Class-Modelle wahlweise mit konventionellen Aufdach-Klimaanlagen in den Leistungsstufen 32, 35 und 39 kW Kälteleistung – jeweils nach Einsatz. Dabei ist der entscheidende Faktor weniger die Gefäßgröße als die Zeit, die im Sommer zum Herunterkühlen auf Zimmertemperatur gebraucht wird. So benötigt ein Fernbus, der immer unter Strom ist,  theoretisch etwas weniger Leistung als ein Reisewagen, der Kurztrecken fährt.

Die langen Dreiachser besitzen jedoch generell die 35- beziehungsweise 39-kW-Anlage. Wegen der Lage auf dem Dach ist bei der Comfort-Class leider kein durchgehendes Glasdach möglich, lediglich bis zu zwei optionale Dachluken bringen mehr Licht in den Mittelgang.

Sitze sind qualitativ hochwertig und variantenreich

Bei der Sitzanlage spielt Setra alle Trümpfe aus, die man mit einer hauseigenen Fertigung besitzt – besonders Qualität und Varianz. Für die Comfort-Class ist erstmals bis hinunter zu den neuen MD-Modellen alles lieferbar, was an edlen Sitzmöbeln verfügbar ist – bis hin zur 2+1-Bestuhlung oder einer Hecklounge. Den Einstieg bildet der Sitz „Route“, der ohne verstellbare Lehne eher für den reinen Überlandeinsatz gedacht ist. Spannend für den Reisewagen wird es dann mit dem „Voyage“, dessen Grundversion aber weder das Setra-Logo noch die nur bei Setra lieferbare, zueinander um ein paar Zentimeter versetzte Sitzposition bietet. Sie minimiert Schulterkontakt bei gleichzeitig verbesserter Sicht nach draußen. Diese Features bietet dann der „Voyage Plus“, der so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau ist. Wer noch mehr Luxus benötigt, der greift zu „Voyage Supreme“ oder gleich zum „Ambassador“. Letzterer bietet sich vor allem für die 2+1-Anlage an. Alle Reisebussitze bieten optional zwei Tischtypen, verschiedene Gepäcknetze, Kopflätze und sogar Beinauflagen an. Der Kreativität sind also kaum Grenzen gesetzt.

Grenzenlos scheinen Freiheit und Ergonomie auch im Cockpit zu sein, sowohl für den Fahrer als auch den Begleiter, dies macht nicht zuletzt in Zahl und Volumen der diversen Ablagen bemerkbar. Die größte Ablage neben dem Media Center könnte gar als tiefe Höhle so einiges Material „verschlucken“. Bei Bedarf wird an dieser Stelle auch die Befestigung für die Zahlkasse montiert, schließlich lässt sich jede Comfort Class auch linientauglich ausstaffieren mit Stopptastern etc.

Coach Comfort integriert Navigation und Multimedia

Das bereits bekannte, hochwertige „Coach Comfort“- Cockpit ist zweifarbig gehalten und bietet die neue Multimediaeinheit CMS mit getrennter Steuerung für Cockpit und Fahrgastraum, die bestens integriert ist und ergonomisch absolut Maßstäbe setzt. Alternativ gibt es für die MD-Modelle eine Einstiegsvariante, die etwas „entfeinert“ wurde, aber kaum weniger ansprechend ist. Grundregel hier: Wer integrierte Navigation und die große Mediaeinheit braucht, greift gleich zum „Coach Comfort“. Die Bedienung geht mit dem neuen Multifunktionslenkrad sowie dem Automatik-Wählhebel gut von der Hand ohne große Eingewöhnungsphase. Etwas einarbeiten muss sich der weniger Smartphone-affine Fahrer in das komplexe „Stacks&Cards“-System im Display.

Arbeiten kann auch der Begleiter bestens, entweder auf dem einzelnen, elektrisch verstellbaren Sitz oder zu zweit auf einem Doppelsitz. Der lässt rund fünf Zentimeter weniger Platz im Durchgang zwischen Cockpit und hochgeklapptem Sitz. Die Gurte sind jeweils höhenverstellbar, für die Einsitzervariante ist sowohl ein einfacher, offener Bugschrank mit Haltegriff verfügbar als auch ein großer Schrank mit edlem, hellem Deckel, wie man ihn aus der Top-Class kennt. Ablagen, Luftdüsen und Leuchtmittel sind hervorragend positioniert, den großen Bugkühlschrank mit 67 Litern gibt es so nur im „Coach Comfort“-Cockpit, sein Deckel ist auch für die Ablage von Laptop-Rechnern geeignet. Die Anschlüsse hierzu finden sich griffgünstig wie das Mikrofon und die Mediaanschlüsse hinter einer Klappe links neben dem Begleiterplatz.

Hier geht es zu den anderen Teilen der Kaufberatung für die Setra Comfort-Class 500:

Teil 1: Flexibler Allrounder

Teil 2: Konzept und Technik

Teil 4: Sicherheit und Kosten

Autor

Foto

Karl-Heinz Augustin

Datum

8. Juli 2014
5 4 3 2 1 5 5 1
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