Kasasi, Telematik, Plattform Zoom

Kasasi: Pionier der unabhängigen Portale

Mit Nic-base schuf Kasasi eines der ersten unabhängigen Portale für die Dienste unterschiedlicher Telematikanbieter.

Kasasi gehörte zu den ersten Unternehmen, die mit der Plattform Nic-base eine Möglichkeit schufen, unterschiedliche Fahrzeuge in einem Computer darzustellen. Gerade Unternehmen mit vielen Fahrzeugmarken und einer zusätzlichen Trailertelematik hatten das Problem, dass sie nur auf mehreren Monitoren ihre Fahrzeuge sehen konnten. Das änderte sich mit Nic-base. Gründer Markus Lechner gelang es damit, eine Basis zu schaffen, die die Daten sammelt, bündelt und standardisiert. "Vor wenigen Jahren war die Transport- und Logistikwelt ­geprägt von Insellösungen. Die Marktteilnehmer machten ihre Kaufentscheidungen für Fahrzeughersteller teilweise aufgrund bereits existierender Telematiklösungen fest. Nic-base bohrte dies auf und versetzte die Kunden in die Lage, bereits bestehende und verbaute Systeme zu nutzen und zu definieren. Als offene Plattform fungiert Nic-base in erster Linie als Trichter und Aufbereiter von Daten. Wo die Daten verarbeitet und visualisiert werden, entscheidet allein der Kunde", erzählt Lechner.

Nic-base mit drei Lizenzmodellen

Heute gibt es Nic-base in drei Lizenzmodellen. Möchte ein Unternehmen die volle Kontrolle über das System, so kann es das Programm selbst installieren und ­betreiben. Kasasi bleibt weiterhin für Notfälle im Hintergrund ­erreichbar. Etwas mehr Unterstützung erhalten die ­Kunden bei der "Backend Lizenz". Bei diesem Modell ­betreibt Kasasi im Hintergrund Server, Datenbanken und Portal und unterstützt bei Problemen. Mit der "Full Service Lizenz" lagern die Kunden ihre Telematik an Kasasi aus. Der Softwarehersteller kümmert sich um alles, das Transportunternehmen nutzt einfach das ­Online-Portal. Seine Anwendung kann es auch im ­eigenen Kundendesign bekommen.

Mit Book & Sale hat Kasasi eine Funktion geschaffen, um neu gewonnene Kunden schnell ins Buchungs­system aufzunehmen und freizuschalten. Nach Angaben des Herstellers stehen damit relevante Kundendaten ­augenblicklich im System für Buchungen zur Verfügung. Damit eigne sich das neue Werkzeug vor allem für den Verkauf beziehungsweise die Vermietung von Einheiten, Objekten oder Geräten wie zum Beispiel Transporter oder Baumaschinen, heißt es in einer Bekanntmachung. "Im Gegensatz zu den laufenden Kosten für eine Vertriebsorganisation fallen für unser Prozesstool nur einmalige Anpassungsgebühren an die unternehmensspezifischen Anforderungen an", sagt Markus Lechner, Geschäftsführer bei Kasasi. Der Einsatz des Vertriebstools ist vor allem gedacht für ­Mietfahrzeuge im Nutzfahrzeug- und Pkw-Bereich, genauso wie für Transporter oder Baumaschinen. Mit dem Feature lässt sich auch ein Pay-per-use-Verfahren etablieren. So erhält zum Beispiel ein Mieter die Fahrzeugdaten eines Fahrzeugs automatisch ab dem Zeitpunkt, zu dem er es bucht. Während der Nutzung stehen ihm dann diverse Fahrzeugdaten zur Verfügung. Gibt der Kunde das Fahrzeug nach Mietende wieder zurück, stoppt die ­Datenübertragung für dieses Fahrzeug automatisch. Die Daten über den gemieteten Zeitraum bleiben für den 
Mieter ­einsehbar, sodass dieser auch nach Beendigung eine ­Controlling-Funktion dieser Mietobjekte hat.

Kasasi: Auswertung der Touren per "Reporting Manager"

Zum Fuhrparkmanagement gehört eine Auswertung der Touren und Fahrzeuge. Dafür bietet Kasasi seit Beginn des Jahres den "Reporting Manager" an und betritt damit auch den Bereich der Analyse. Zuvor stellte das Unternehmen die Daten neutral zur Verfügung. "Mit seinen standardisierten Analysen liefert der Manager unseren Kunden valide und vergleichbare Ergebnisse. Damit lassen sich Kennzahlen erstellen und überprüfen", sagt Lechner. Damit dies gelingt, filtert die Anwendung unter anderem unplausible Daten heraus, damit sie nicht in Form falscher Datensätze das Gesamtergebnis verzerren. Die Geschäftsführung erhält eine verdichtete Analyse von Millionen von Daten mit Ergebnissen und Handlungsempfehlungen. So lässt sich mit der Funktion verfolgen, wie Mieter oder Subunternehmen mit der Ausstattung umgehen. Hierfür lassen sich beispielsweise Voll- oder Notbremsungen oder ABS-Eingriffe analysieren. Ebenso können Flottenbetreiber die durchschnittliche Laufleistung der Flotte erkennen oder erfahren, welches die effektivsten Einheiten sind.

Darüber hinaus lassen sich Vorkommnisse zurückverfolgen. Nach Angaben des Unternehmens kann mit der Funktion ein nicht korrekter Reifendruck nachgewiesen werden. Auch eine trotz eingeschalteter Kühlung geöffnete Trailertür wird erkannt. Andere Versäumnisse können ebenso festgestellt werden. So kann man deutlich erkennen, wenn die Kühlmaschine auf dem Hof eines Logistikdienstleisters mit Diesel betrieben wird, obwohl dort eine Stromversorgung zur Verfügung steht. Damit erweitert Kasasi die Funktionen der Plattform Nic-base und läutet ein neues Zeitalter ein.

Daten und Fakten

Markus Lechner gründete im Jahr 2009 die Kasasi GmbH. Das inhabergeführte Unternehmen hat sich auf die Softwareentwicklung in den Bereichen Telematik und M2M/M2B spezialisiert. Das bekannteste Produkt dürfte Nic-base sein, wobei Nic für Neutral Information Compiler steht. Im Januar 2014 befanden sich mehr als 50.000 aktive Einheiten auf der Datenbank. Kasasi bearbeitet bis zu 500 Datensätze pro Sekunde.

Autor

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Kasasi/Frieser

Datum

26. Juni 2014
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