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Junge Fahrer unter 25

Dennis Polte im Gespräch

Dennis Polte erzählt uns über seine Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Der 22-jährige wünscht sich, auch nach seinem Abschluss bei Kellershohn bleiben zu können.

Warum Fahrer? In meiner ersten Ausbildung zum Fachlageristen in einem Baumarkt bei Lindlar hatte ich viel mit Lkw-Fahrern zu tun. Da ich schon immer ein Faible für große Autos hatte, habe ich beschlossen, doch lieber Lkw zu fahren, als sie immer nur zu entladen. Ich habe mich deshalb hier im Ort bei Kellershohn beworben und nach einem Praktikum schnell gemerkt, dass es für mich genau der richtige Beruf ist. Einsatzgebiet? Wir haben zehn eigene Fahrzeuge, fünf Gliederzüge, vier Sattelzüge und einen Sprinter. Mit Letzterem habe ich meine ersten Touren unternommen, danach bin ich auf fast allen Fahrzeugen unserer Firma mitgefahren, bevor ich allein unterwegs war. Anfang Juli hat mir unser Chef völlig überraschend einen eigenen Azubi-Truck mit spezieller Beklebung zur Verfügung gestellt. Ich fahre ihn im nationalen Fernverkehr allein, bis Resa, der bei uns im August die Lehre beginnt, den Lkw-Führerschein hat. Dann werde ich ihn mitnehmen und ihm zeigen, was ich bis dahin alles gelernt habe. Lieblingstour? Habe ich noch nicht so wirklich, weil ich nicht alle unsere Touren kenne. Am Anfang meiner Ausbildung war ich viel im Raum Köln und dem Bergischen Land unterwegs, jetzt geht es langsam auch mal Richtung Hamburg oder München. Grösstes Missgeschick? Mit einem unserer Sattelzüge habe ich an einer Ampelkreuzung in Wipperfürth einem Crafter mit der Schnalle der Plane den Spiegel abgefahren. War halt doch enger, als ich es eingeschätzt hatte. Ich habe den Lkw ein Stück weiter vorne geparkt und die Sache mit dem Transporter-Fahrer vor Ort geklärt. Freundeskreis? Zuerst waren sie verwundert, dass ich eine zweite Ausbildung mache, aber fanden es dann vollkommen in Ordnung. Für meine Freunde ist es wichtig, dass es mir dabei gut geht. Das Schöne am Job? Jeden Tag an einem anderen Ort zu sein ist einfach schöner, als den ganzen Tag im Lager. Und ich freue mich, dass ich sogar in meiner Ausbildung einen eigenen Lkw habe, um den ich mich kümmere. An meinem Job stört mich, dass dieses ewige Verkehrschaos rund um Köln nicht besser wird. Wir fahren viel nach Dormagen und die Leverkusener Brücke ist gesperrt. Ich muss also aktuell entweder über das Heumarer Dreieck und Köln-West bis Köln-Nord fahren oder bei Düsseldorf über den Rhein. Beides kostet ziemlich viel Zeit. Vorerst ist da wohl noch keine Lösung in Sicht. Was mich aber so richtig ärgert, sind die Fahrer, die einfach weiter über die Brücke fahren. Unterwegs im Radio höre ich, dass manche Kollegen aus dem Ausland dort sogar rückwärtsfahren. Die Brücke ist im August komplett dicht, was dann auch für mich möglicherweise noch mehr Stau auf der A 3 bedeutet. Zukunft? Ich habe noch ein gutes Jahr bis zu meiner Abschlussprüfung. In der Werkstatt von Mercedes-Benz in Bergisch-Gladbach war ich bereits für einen Monat. Den Bereich Lager habe ich auch absolviert, jetzt werde ich mir noch die Tourenplanung unserer Disposition anschauen. Wobei ich von meinem Chef gehört habe, dass man bei der Prüfung auch noch mit richtiger Karte planen muss. Dreimal im Jahr habe ich vier Wochen Blockunterricht in der Berufsschule, den Rest der Zeit will ich unterwegs sein. Nach meiner Prüfung wäre es toll, wenn ich bei Kellershohn als Fahrer bleiben kann, denn das Betriebsklima hier ist wirklich angenehm.

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Datum

5. August 2016
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Ich bin Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Ich vertrete Arbeitnehmer und Arbeitgeber… Profil anzeigen Frage stellen
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