10 Bilder Zoom

Joint Derby 2016: Logistikübung der Superlative

In den vergangenen Wochen rollte "Joint Derby", die seit langem größte Logistikübung der Bundeswehr durch Nordwestdeutschland.

Transport über See, Land und Luft, 2000 Teilnehmer, 450 Fahrzeuge, zwölf Tage und zwölf beteiligte Nationen: Vom 7. bis 19. April fand eine Logistikübung der Superlative im Nordwesten Deutschlands statt. Über 2.000 Soldaten übten bei Joint Derby, kurz: Jody, die Verlegung eines multinationalen Verbands in ein Einsatzgebiet – auf allen erdenklichen Wegen, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Mit 700 Soldaten war Deutschland am stärksten vertreten, gefolgt von Niederländern, Tschechen und Österreichern. Für die Unterbringung der Teilnehmer hatten Spezialpioniere an der Logistikschule der Bundeswehr in Osterholz-Scharmbeck eigens eine kleine Zeltstadt errichtet. Das Übungsszenario spielte sich dann quer durch Niedersachsen und Bremen ab, von der Küste bis in die Lüneburger Heide.

Den Übungsbeginn markierte das Einlaufen der Ro-Ro-Fähre Suecia Seaways in Bremerhaven. An Bord: ein bunt zusammengesetzter, in dezenten Grüntönen gehaltener Fuhrpark, der in Emden eingeschifft worden war. Neben der Suecia Seaways liefen noch zwei weitere Ro-Ro-Fähren ein. Das Entladen von hunderten Fahrzeugen stellte die erste Herausforderung dar. Hier war besonders die 6. Kompanie des Logistikbataillons 161 aus Delmenhorst gefragt – die einzige Umschlagkompanie für den Seeverkehr in der Bundeswehr. 

Erste Etappe im Transportflugzeug

Parallel dazu wurde die Masse der Übungsteilnehmer mit Transportflugzeugen vom Fliegerhorst Wunstdorf nach Nordholz gebracht und von dort weiter zur Logistikschule. Am nächsten Morgen wurden die Kraftfahrer nach Bremerhaven gefahren, um ihre Lkw zu übernehmen. Von Bremerhaven ging es in einzelnen Kolonnen zurück zur Logistikschule und von dort weiter auf den Truppenübungsplatz Munster in der Lüneburger Heide. Mit Unterstützung eines dort eingerichteten "Convoy Support Centre" erfolgte die abschließende Gesamtverlegung aller Kräfte auf den Truppenübungsplatz Bergen. 

Neben den diversen Übungsszenarien, die die Organisatoren täglich einspielten, ging es für die Kraftfahrer auch um die "Basics", die eine Fahrt im geschlossenen Verband mit sich bringt: das Setzen der richtigen Marschbeflaggung, die Betankung der Fahrzeuge, die Einhaltung korrekter Marschabstände, die Berücksichtigung von Lenk- und Ruhezeiten sowie Gefahrgutvorschriften und den technischen Halt.

Johannes Roller, Redakteur FERNFAHRER

Autor

Foto

Bundeswehr/R. Alpers

Datum

27. April 2016
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
Experte für Flottenmanagement und angewandte Mobilitätsangebote Rolf Lübke Flottenmanagement und Mobilitätsangebote
Leitung von großen Fuhrparks und der Tätigkeiten rund um den Fuhrpark Profil anzeigen Frage stellen
Rechtsanwältin Judith Sommer, Fachanwältin für Arbeitsrecht. Judith Sommer Fachanwältin für Arbeitsrecht
Rechtsanwältin Judith Sommer ist Fachanwältin für Arbeitsrecht. Seit über 10 Jahren berät und… Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.