Fahrermangel, Lkw, Spedition, Fuhrpark Zoom

Job-Spezial 2013: Das Ende des Fahrermangels?

2013 wird mal wieder ein Jahr der Herausforderungen. Das hat der FERNFAHRER beim Zusammenstellen des Job-Spezials schon gespürt. Da standen sich Optimisten und Unken auf breiter Front gegenüber.

Dabei werden mutig neue Konzepte ausprobiert, um etwa dem Fahrermangel zu begegnen. So plant die Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG) mit Partnern, spanische Lkw-Fahrer für Deutschland anzuwerben. Ziel des Projekts ist es, sie dauerhaft zu integrieren. Denn die neuen spanischen Kollegen sollen auch zukünftig in Deutschland bleiben. Darum gehörte ein Sprach- und Integrationskurs ebenso zum Programm wie das Lkw-Training. Auch Hilfestellung bei Behördengängen sowie die Vermittlung einer Wohnung sind enthalten. „Die bisherigen Maßnahmen reichen in Zukunft nicht aus, um dem altersbedingten Ausscheiden von Berufskraftfahrern entgegenzuwirken“, ist sich der Frankfurter SVG-Vorstand Werner Gockeln sicher.

Rückgang der Frachtaufträge

Andererseits gehen die Frachtaufträge zurück. Das beweist die Statistik der Frachtenbörse Timcom, mit 230 Mitarbeitern in Deutschland und einem Umsatz von 44,8 Millionen Euro nach eigenen Angaben der Marktführer in Europa und in 44 Ländern aktiv. Täglich werden bis zu 300.000 internationale Laderaum- und Frachtangebote von zurzeit 85.000 Nutzern aus ganz Europa angeboten. Im Onlineportal der Frachtbörse Teleroute finden die angemeldeten Nutzer täglich mehr als 240.000 Transportaufträge europaweit. Doch auch wenn im Zuge der konjunkturellen Abkühlung eine Delle des Frachtaufkommens für 2013 droht - europaweit wird das Transportvolumen nach allen bisherigen Prognosen weiter steigen.

Null Probleme mit dem Fahrernachwuchs

Und es gibt Speditionen, die schon jetzt keine Probleme mit dem Fahrer-Nachwuchs haben, etwa Berners in Mechernich. 65 Prozent des Frachtumsatzes erwirtschaftet die Spedition mit dem Transport von Werbebeilagen für namhafte Einzelhandelsunternehmen und Baumärkte. Das wiederum ergibt ideale paarige Verkehre mit Papierrollen zu den verschiedenen Druckereien, die überall im Bundesgebiet ansässig sind. Was Berners von anderen Transportunternehmen unterscheidet, ist die enge Anbindung der eigenen achtköpfigen Disposition in die Produktionsplanung der Kunden. Den Druckmaschinen ist es dabei egal, in welcher Reihenfolge die saisonalen Werbebeilagen für die regionalen Empfänger gedruckt werden, dem Logistiker dagegen nicht. „Wo es möglich ist, beeinflussen wir den Druckprozess, indem die Route unserer Lastzüge die Druckfolge bestimmt, sodass alle Beilagen für eine bestimmte Region hintereinander gedruckt werden“, so Paul Berners. „Meistens ist es aber umgekehrt, was an der Rampe oft zu Wartezeiten führt. Diese Flexibilität können Sie aber nur mit gutem Equipment und absolut zuverlässigen Fahrern garantieren. Dann sind die Kunden auch bereit, einen etwas höheren Preis zu bezahlen. Vor allem, wenn sie eine Zeit lang am Spotmarkt mit billigen Frachtführern schlechte Erfahrungen gemacht haben.“ Was haben die Fahrer davon? Einen sicheren Job.

Das vollständige Job Spezial findet ihr im aktuellen FERNFAHRER 02/2013. Hier könnt Ihr das Heft bestellen.

Hammermeister

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3. Januar 2013
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