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Foto: Matthias Rathmann

Investor Eurazeo PME setzt auf Wachstum: Flash Europe erwirbt Spedition Schwerdtfeger

Das auf Expressfahrten und taggleiche Lieferung spezialisierte Unternehmen Flash Europe aus Luxemburg setzt seinen Wachstumskurs fort. Nachdem es im Februar die EF-Gruppe aus Mannheim übernommen hatte, erwirbt es nun das Unternehmen Schwerdtfeger Transport aus Filderstadt bei Stuttgart. Das geht aus einer Mitteilung von Flash Europe hervor.

Die Akquisitionen sind Teil einer durch den Flash-Investor Eurazeo PME verkündeten Wachstumsstrategie. Sie sieht vor, die Firmengröße bis 2020 mindestens zu verdoppeln. Vor zwei Jahren war Eurazeo bei Flash eingestiegen. Aktuell beschäftigt Flash Europe nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeiter, erzielt einen Jahresumsatz von 167 Millionen Euro und ist in 18 Ländern aktiv.

Schwerdtfeger ist ebenfalls Spezialist für Sonderfahrten

Die 1994 gegründete Spedition Schwerdtfeger hat ihren Schwerpunkt ebenfalls im Bereich Sonderfahrten und Expressverkehre. Das Unternehmen, das 120 Mitarbeiter beschäftigt und rund 20 Millionen Euro im Jahr umsetzt, besetzt vor allem das Segment der Textillogistik, aber auch des temperaturgeführten Transports.

Der Firmenname soll Flash Europe zufolge im neuen Verbund erhalten bleiben, auch soll das Unternehmen in der Flash-Gruppe weiterhin autonom agieren können. Alle Mitarbeiter und Führungskräfte würden übernommen – mit Ausnahme der Gründer, des Ehepaars Schwerdtfeger. An ihre Stelle als Schwerdtfeger-Chef tritt Fabian Rogalla, der bisher die Niederlassungen in Hannover und Leipzig geleitet hatte.

Flash Europe: Teams der Firmen ergänzen sich perfekt

"Die Teams von Schwerdtfeger und die deutschen Teams von Flash Europe ergänzen sich perfekt", erklärt Flash-Europe-Chef Philippe Higelin. Schwerdtfeger profitiert künftig demnach vor allem vom digitalen Know-how und den Ressourcen der neuen Firmenmutter.

Übereinstimmungen ergeben sich offenbar auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit: Der Schwerdtfeger-Fuhrpark sei bereits komplett auf Euro 6 umgestellt, heißt es. Und auch Flash Europe meldet entsprechende Erfolge: So sei es gelungen, die Leerfahrten auf fünf Prozent zu reduzieren. "Flash arbeitet derzeit auch an einem Abkommen, um Auftragnehmer auszuwählen, die strenge Umweltkriterien befolgen", erklärt das Unternehmen. Aktuell hat Flash Europe nach eigenen Angaben Zugriff auf 6.000 Fahrzeuge sowie 600 Flugzeuge und Hubschrauber.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Datum

3. August 2017
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