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Interview mit Olaf Mußhoff: Pflichttermin für die KFZ-Branche

Automechanika-Direktor Olaf Mußhoff spricht über die Vorbereitungen der Messe, neue Themenfelder, Herausforderungen und Besucher.

Bis zur Messe sind es noch einige Wochen – wie laufen die Vorbereitungen?

Mußhoff: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Es sieht sehr gut aus, die Standflächen sind bereits zu 90 Prozent vergeben. Es ist toll, dass wir schon so früh eine so hohe Auslastung haben. Ich gehe davon aus, dass wir die gleiche Größenordnung wie 2014 erreichen werden, also etwa 4.600 bis 4.700 Aussteller. Die Automechanika ist eine sehr große Messe und wir stoßen fast schon an unsere Grenzen. Was die Themen angeht, sind wir gut aufgestellt, da gibt es viele neue Sachen.

Welche sind das?

Mußhoff: Aus den Erfahrungen von 2014 haben wir Rückschlüsse gezogen. Dabei ging es um die zentrale Frage: Wie entwickelt sich das Thema Tomorrow’s Service & Mobility und wie können wir dieses Thema auf unsere Weise aufbereiten? Das ist eine Herausforderung, welche die Branche stark beschäftigt – oder beschäftigen sollte. Wir wollten das Thema aber deutlich mehr für die Automechanika-Zielgruppe zuspitzen. Dazu gehört das Smartcar mit all den technischen Finessen, Datenströmen, digitalen Möglichkeiten und allem, was die Anbieter drum herum bieten. Zudem die Werkstatt, die auf neue Fahrzeuge reagieren muss. Etwa Elektrofahrzeuge – Stichwort Hochvoltschulung. Und wie können Werkstätten die neuen digitalen Möglichkeiten nutzen, um Kunden zu binden? Das alles wollen wir gemeinsam mit den Ausstellern zeigen – übrigens an prominenter Stelle: Der Bereich wird in diesem Jahr erstmalig in der Festhalle (2.0) zu sehen sein.

Wie entwickelt sich der Bereich Truck Competence?

Mußhoff: Das ist ein ganz wichtiger Punkt für die Automechanika! Vor zwei Jahren haben rund ein Viertel der Aussteller mit dem Truck-Competence-Label geworben – im Bereich Kfz-Services und -Produkte. In diesem Jahr werden wir sicher auch zwischen 1.000 und 1.200 Aussteller in diesem Bereich wiederfinden. Wir wollen das Nutzfahrzeug erlebbar machen. Dazu wird es wieder eine Sonderausstellung auf dem Freigelände geben. In diesem Jahr werden wir das aber auf beide Gelände aufteilen. So wird überall sichtbar, wie wichtig das Nutzfahrzeug ist.

Wie wird der Carwash-Bereich aussehen?

Mußhoff: Anders als sonst liegt der Carwash-Bereich jetzt auf dem Freigelände 10 sowie 11 und damit mitten im Werkstattbereich und gleichzeitig im Besucherstrom. So liegt er auch viel dichter an der Zielgruppe der Werkstätten und Autohäuser. Außerdem befinden sich nun auch die Hersteller von Pflegeprodukten und Reinigungschemie in unmittelbarer Nähe.

Wer muss unbedingt die Automechanika besuchen?

Mußhoff: Ganz klar, alle, die sich professionell mit Kraftfahrzeugen beschäftigen – ob aus dem Aftermarket, dem Handel oder der Industrie. Die Automechanika ist sehr international und Treffpunkt der gesamten Branche. Jeder der sich umfassend informieren will, sei es auch nur für seinen Teilbereich, sollte zur Messe kommen, denn die Angebotsbreite und -tiefe der Automechanika ist einmalig.

Aus welchem Bereich kommen die meisten Besucher?

Mußhoff: Laut unserer Marktanalyse von 2014 kommen 39 Prozent der Besucher aus dem Bereich Tankstelle und Werkstatt, 34 Prozent aus dem Handel. Die Verteilung der Besucher hat sich zudem geändert. Wir haben mehr internationale Besucher, etwa 60 bis 65 Prozent kommen aus dem Ausland. Bei den Ausstellern verhält es sich ähnlich. Wir haben wie immer eine hohe Nachfrage aus Asien und werden daher erstmalig die sogenannte "World of Asia" einrichten. Das wird ein eigener Aus­stel­lungsbereich für den Teile-, Werkstatt- und Customizingbereich sein.

Worauf freuen Sie sich am meisten während der Messe?

Mußhoff: Auf die Gespräche an den Ständen, mit Ausstellern und Besuchern, die sich freuen, dass sie da sind und gute Geschäfte tätigen. Wir haben oft ein sehr persönliches und herzliches Verhältnis zu Kunden und Ausstellern, die schon lange dabei sind.

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Messe Frankfurt

Datum

14. Juli 2016
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