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: Interkulturelles Lernsystem Eucam auf Kunststoffindustrie übertragen

PlastiEUCAM heißt das Projekt, das die Berufsbildung in der Kunststoffindustrie auf europäischer Basis voranbringen soll. Es basiert auf EUCAM (Multilingual Communication in European Car Manufacturing), einem Forschungsprojekt, das eine weltweit funktionierende produktionsprozessorientierte Mitarbeiterqualifizierung für die Automobilbranche erarbeitet und erprobt hat und den interkulturellen Wissenstransfer verbessern hilft. PlastiEUCAM soll Unternehmen aus der Kunststoffindustrie aufzeigen, wie sie ihre Prozesse nachhaltig gestalten sowie ein einheitliches arbeitsprozessorientiertes Qualifizierungssystem schaffen können.

„Wir waren als Ratgeber beim Projekt PlastiEUCAM beteiligt, da wir an EUCAM ebenfalls mitgearbeitet haben“, erläutert Dr. Peter Littig, Direktor Bildungspolitik und -strategie sowie Pädagogischer Leiter bei der DEKRA Akademie in Stuttgart. „Wir kümmern uns darum, dass das Lernsystem, das wir mit EUCAM für die Automobilbranche erarbeitet haben, auf verschiedene Branchen übertragen wird“, berichtet der Experte weiter. „Insgesamt geht es uns dabei um die Erprobung der Idee des produktionsprozessorientierten Lernens in Branchen außerhalb der Automobilbranche“, sagt Littig. Dazu hat die DEKRA Akademie gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Frankreich und Polen getestet, inwieweit Unternehmen bereit sind, sich mit einem interkulturellen Lernsystem, wie es EUCAM (siehe auch:www.eucam.org) darstellt, zu befassen. Das Ergebnis: Grundsätzlich wollen die Firmen mehr zu PlastiEUCAM wissen sowie ihre Qualifizierungsprozesse nachhaltig verbessern. Das Konzept basiert auf drei Säulen: der ökologischen, sozialen und ökonomischen. Es gilt, langfristig die Umwelt und ihre Ressourcen zu schützen. Gleichzeitig sollen menschliche Bedürfnisse wie Gesundheit oder Erziehung hinsichtlich sozialer Gleichberechtigung erfüllt werden, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit für Produktion und Verbrauch außer Acht zu lassen. Denn: Nachhaltige Entwicklung ist der Motor für Wachstum und Wettbewerb, lautet das Fazit der Partner. Die Akteure von PlastiEUCAM haben im Rahmen des Projekts mit PLASTIDEV ein übergreifendes Trainingsmodul entwickelt. Basis bildet eine DVD, auf der allgemeine Informationen für die nachhaltige Entwicklung in Unternehmen der Kunststoffindustrie sowie Tipps zu deren Umsetzung zu finden sind. An Plasti- EUCAM beteiligt sind neben der DEKRA Akademie in Deutschland die IG Metall sowie die Organisationen Fédération de la plasturgie, Greta Geps und Credij aus Frankreich sowie Zakiad Doskonalenia Zawodowego aus Polen.

Datum

21. April 2009
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