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Institut DFGE: Emission ermitteln

Auftraggeber verlangen zunehmend einen Nachweis über die Emissionen ihrer Dienstleister. Das ­Institut DFGE bietet ihnen Hilfe beim Ermitteln an.

Unter dem Stichwort Sustainability Intelligence fasst das Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie (DFGE) alle Maßnahmen zusammen, die einen intelligenten Umgang mit Nachhaltigkeit beinhalten. Auch Dienstleister müssen dies mehr und mehr unter Beweis stellen. "Wenn etwa die Automobilindustrie ihre Emissionen kritisch betrachten muss und die Logistik immer mehr Teil der Vorfertigung wird, taucht das Thema irgendwann auch einmal beim Logistiker und Transporteur auf", sagt DFGE-Gründer und Geschäftsführer Dr. Thomas Fleissner. Mit Hilfe des DFGE können Unternehmen ihren eigenen CO2-Fußabdruck bestimmen oder die Transportemissionen ihrer Sendungen berechnen.
Was das Institut an Dienstleistung bietet, hat als Kern die vom DFGE entwickelte Software-Familie Frida – Frida-Log für die Berechnung der Transportemissionen, Frida-Carb für den Fußabdruck des Unternehmens. "Das sind die Vehikel, die die Arbeit erleichtern", sagt Fleissner, der nach eigenen Angaben zum  Thema Primärenergie und CO2-Emissionen promoviert hat und sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema beschäftigt.

IT-Lösung namens I-Report

Für die Reichart Logistik Gruppe aus dem bayerischen Gilching hat die DFGE eine eigene IT-Lösung namens I-Report entwickelt, mit der das Unternehmen seinen Kunden die Emissionswerte auf Sendungsebene mitteilen kann – auf zwar auf Basis des realen Transportmittels und der tatsächlichen Auslastung pro Auftrag. Dazu nutzt das Unternehmen ein plattformunabhängiges IT-Tool, in das Kunden- und Streckendaten sowie der dazugehörige Modalsplit auftragsspezifisch eingegeben werden.

Emissionswerte als Zertifikat den Frachtunterlagen beifügen

Laut Fleissner können die ermittelten Emissionswerte als Zertifikat den Frachtunterlagen beigefügt werden und genügen so den Auflagen des franzö­sischen Dekrets Grenelle II, das eine Ausweisung der CO2-Emissionen bei Transporten in Frankreich vorsieht. "Das ist an die DIN-Norm 16258 angelehnt", sagt Fleissner, "aber im Gegensatz dazu werden nicht sämtliche CO2-Equivalente, sondern nur die CO2-Werte betrachtet."

Das Wissen von ungefähren Werten

Was die Dienstleistung der DFGE von ähnlichen Angeboten unterscheidet, ist laut Fleissner "das Wissen von ungefähren Werten". So werden beim Carbon Footprint zunächst Fragen zu den zehn wichtigsten Faktoren wie Mitarbeiter, Gebäude oder Rechenzentrum beantwortet. "Diese Ergebnisse belegen wir mit deutschen Mittelwerten und erhalten so relativ große Schätzwerte", sagt Fleissner. "Dann gehen wir auf die drei größten Emittenten ein, die am wichtigsten für das Unternehmen sind, und versuchen, die Schätzwerte genauer zu bekommen." Durch das "Spielen mit der Unschärfe des Ergebnisses" erhalte die DFGE viel genauere Werte mit einem Abweichungsgrad von nur zehn Prozent.

Benchmark mit vergleichbaren Unternehmen

Damit die Unternehmen mit dem Ergebnis nicht allein dastehen, bietet die DFGE noch einen Benchmark mit vergleichbaren Unternehmen an und berät darüber, in welchen Bereichen und wie die Energie- und Emissionsbilanz zu verbessern ist.

Ilona Jüngst

Autor

Foto

Illustration: Frieser

Datum

24. Februar 2014
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