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Inrix-Studie: München hat die meisten Staus

Die Verkehrsanalysten von Inrix haben in ihrer Traffic Scorecard den Einfluss von Verkehrsstaus analysiert. Deutschland ist auf Platz fünf der verkehrsreichsten Länder.

Inrix, Anbieter von Services für das vernetzte Automobil und datenbasierte Verkehrsanalysen, hat für das Jahr 2016 die sogenannte Traffic Scorecard veröffentlicht. In der Studie haben die Analysten weltweit in 1.064 Städten über 38 Länder hinweg den Straßenverkehr untersucht.  Demnach befindet Deutschland weltweit auf Platz fünf der verkehrsreichsten entwickelten Länder. Auf Europa bezogen belegt die Bundesrepublik den vierten Platz. Autofahrer verbringen in Deutschland zu Stoßzeiten pro Jahr durchschnittlich rund 30 Stunden im Stau. Inrix untersuchte dazu 62 deutsche Städte und große Ballungsräume.


Am stärksten belastet ist laut der Studie der Streckenabschnitt auf der A3 zwischen der Ausfahrt Dreieck Köln-Heumar in Richtung Norden bis zur A1. Dort standen Autofahrer im vergangenen Jahr 37 Stunden im Stau. Innerstädtisch ist München der Spritzenreiter. Innerhalb des Mittleren Rings  verbringen Autofahrer 27 Prozent ihrer Fahrtzeit während Stoßzeiten im Stau. Am langsamsten kamen Autofahrer 2016 zu Stoßzeiten durch die Stadtzentren in Mönchengladbach, Berlin und München mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 7,7, 8,2  beziehungsweise 8,8 km/h.
Eine Herausforderung sind laut Inrix auch die Fahrten stadtein- und -auswärts. In Heilbronn etwa fließt der Verkehr in die Stadt hinein und aus der Stadt heraus über den gesamten Tag gesehen am zähesten.  Die Stauraten auf den Ein- und Ausfahrtsstraßen lagen bei 35. Prozent. Am langsamsten kam man 2016 nach Freiburg hinein beziehungsweise wieder heraus. Hier haben die Analysten eine Durchschnittsgeschwindigkeit zu Stoßzeiten von 12,2 km/h gemessen.
Enorm sind dabei die wirtschaftlichen Auswirkungen der Staus. Die direkten und indirekten durch Stau verursachten Kosten für alle Autofahrer belaufen sich laut Inrix im Jahr 2016 auf rund 69 Milliarden Euro, das entspräche 1.531 Euro pro Fahrer.
Am meisten Verzögerungen müssen Unternehmen, deren Mitarbeiter im Straßenverkehr unterwegs sind, in Heilbronn in Kauf nehmen. Dort liegt die Staurate tagsüber auf allen Straßen bei 21 Prozent. Dicht darauf folgt Würzburg mit einer Staurate von 19 Prozent. Wer in  Lübeck oder München unterwegs ist, muss ebenfalls ein hohes Verkehrsaufkommen einkalkulieren. Fahrer verbringen dort tagsüber knapp 19 Prozent ihrer Zeit in innerstädtischen Staus.
 

 
 

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21. Februar 2017
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