Mercedes-Benz Tourismo 18 Bilder Zoom
Foto: Daimler

Innenraum und Technik

Mercedes Tourismo punktet mit inneren Werten

Gerade die inneren Werte sind es, die von der Überarbeitung des Mercedes Tourismo profitieren. Wir schauen uns die Neuauflage des Reisebusses genauer an.

Den technischen Entwicklungsstand eines Busses erkennt man am schnellsten am Cockpit. Gibt es ein Multifunktionslenkrad? Sind große, moderne Displays vorhanden, die gut ablesbar sind? Stimmen Ergonomie und Wertigkeit? Und wie steht es um die dahinterliegende Elektronik? Alle diese Punkte sind beim neuen Tourismo mit Bravour erfüllt, und mit seinem wählbaren Cockpit geht er sogar in die Pole Position – diese Option bieten sonst nur die MD-Modelle der Setra Comfort Class. Aber von Anfang an: Der Arbeitsplatz Der Arbeitsplatz für den Fahrer wurde komplett neu gestaltet und wirkt wie aus einem Guss, die Sitzposition wurde um 50 Millimeter angehoben. Es gibt viele Ablagen und die Sicht in die neuen Außenspiegel ist hervorragend. "Wir haben nochmal Energie in die Belüftung für den Fahrer und Begleiter und das Ablagenkonzept gesteckt, das sogar einen DIN A4 Ordner aufnimmt," erläutert Mathias Lenz das Konzept. Über das neue Multifunktionslenkrad lassen sich die meisten Funktionen bequem steuern. Auch das bekannte Stacks & Cards Menü im hellen Display, das eine minimale Überarbeitung erfahren hat, unterstützt den Fahrer perfekt. So lassen sich hier die neuen Sicherheitssysteme wie der Abstandsregeltempomat (ART, auch mit Anhalteassistent für den Stau) oder die prädiktive Getriebesteuerung (PCC, optional mit Powershift 8-Getriebe) sehr leicht bedienen. Gerade in Verbindung mit dem neuen Isri NTS2-Fahrersitz ist die haptische Warnung im Sitz beim Auslösen des Spurassistenten (SPA) oder des Aufmerksamkeitsassistenten (AtAs) sehr wirkungsvoll zu spüren. Der neue Media Router ist auf Wunsch ebenso an Bord wie die neueste Telematikeinheit für FleetBoard. Das Cockpit In beiden Cockpits lassen sich die Vierer-Schalterblöcke relativ einfach tauschen. Die wichtigsten Schalter liegen in jedem Fall optimal erreichbar, so auch der Warnblinker. Etwas gewöhnen muss sich der Fahrer an die Verortung von Zündschloss und Tachograph linkerhand des Lenkrades. Aber hier hören die Gemeinsamkeiten der beiden Cockpits dann auch auf. Den funktionalen und linientauglichen Einstieg bildet das "Cockpit Basic Plus", das etwas nüchterner in schwarz gehalten ist, nicht über das große "Coach Multimedia System" CMS verfügt, dafür aber in der Lage ist, eine Zahlkasse aufzunehmen. Dazu muss nur eine Abdeckung abgenommen werden. Auf der Begleiterseite findet sich ebenfalls eine andere Gestaltung, der Kühlschrank fasst mit 54 Litern rund 13 Liter weniger. Ins Volle greift der Kunde beim hochwertigen "Cockpit Comfort Plus", das vor allem durch sein Design zu gefallen weiß: "Neben dem ‚Wasserfall’-Motiv in ‚Evopure Metallic matt’, das ja eine klare optische Barriere zwischen Fahrer und Begleiter darstellt, haben wir vor allem im höherwertigen ‚Cockpit Comfort Plus’ weitere Dekormöglichkeiten, die sich auch im Lenkrad und Haltegriffen wiederfinden," sagt Mathias Lenz. CMS-Mediasystem und mehr Und diese Mischung macht richtig was her, gerade der "Wasserfall" lässt den Passagier beim Betreten des Busses erstmal erstaunen. Staunen wird der Fahrer auch über das CMS-Mediasystem, das immer noch zum Feinsten gehört, was man im Busbereich bekommen kann und bisher der Schwestermarke aus Ulm vorbehalten war – dass es nicht mit Touchscreen zu bedienen ist, empfinden wir dabei nicht als Nachteil. Und die neue Bedieneinheit für die Klimaanlage (wie bisher drei Leistungsstufen 32, 35, 39 kW) mit getrennter Steuerung für Front und Heck des Busses, liegt bestens in Sicht und zur Hand. Mit der erhöhten Dekorfähigkeit des "Cockpit Comfort Plus" geht auch passendes Schmuckwerk im Innenraum einher. Je nach Kombinatorik und Kundenwunsch können Haltegriffe und Rahmen der neuen Servicesets und "Ufos" genannten, elliptischen Deckenleuchten in Material und Farbe angepasst werden. Diese multifunktionalen Voll-LED-Leuchten übernehmen auch die Erhellung der großzügigen, offen gestalteten Gepäckablagen. Besonderer Clou der schicken Servicesets: deren LEDs sind so tief ins Gehäuse integriert, dass sie einsteigende Passagiere nicht mehr blenden können. Blenden lassen kann er sich aber von den neuen Sitzen der mittleren Ausstattungslinie "Softline", die durch neuartige Rautennahten besticht. Praktisch zeigen sich zudem die auf einer Metall-Schiene oberhalb der Aluminium-Konvektoren fest montierten Trägermodule, die 220 Volt- oder USB-Steckdosen bereithalten. Endlich eine aufgeräumte, ansehnliche Lösung für die Seitenwand. Ähnlich schick zeigt sich die neue Küche, deren Design sich dem neuen, hellen Innenraum perfekt anpasst und hier erstmals zum Einsatz kommt. Für den Fernlinienverkehr perfektioniert ... Unnötig zu erwähnen, dass auch der neue Tourismo für den Fernlinienverkehr perfektioniert mit Hublift über der Vorderachse und zwei Rollstuhlplätzen ausgestattet werden kann. Diesen boomenden Geschäftsbereich hat ja auch der Vorgänger bereits im Sturm erobert. Mit dem aufgewerteten Innenraum dürfte er sich auch ein gutes Stück Marktanteil im gehobenen Segment erobern – schließlich ist er jetzt der Reisebus von Mercedes-Benz!

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19. Juni 2017
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