Logistikimmobilie, China, Immobilie Zoom

Immobilien: Micro-Hubs und E-Commerce im Fokus

Eine neue Studie zeigt die Entwicklungen bei Logistikimmobilien in Deutschland zwischen 2011 und dem zweiten Quartal 2016 auf.

Knapp 33,2 Millionen Quadratmeter (qm) an Flächen wurden in dieser Zeit umgesetzt, gab das Analyseunternehmen bulwiengesa auf der Messe Expo Real in München bekannt. Besonders dynamisch wuchs der Markt 2015 mit 7,1 Millionen qm. Die Umfrage unter 550 Akteuren der Branche zeigt verschieden Entwicklungen auf. Es werden zunehmend mehr Standorte gemietet statt gekauft. Es wird immer wichtiger, dass die Immobilien später an Dritte verkauft oder vermietet werden können. Standardlösungen sind nicht mehr die Regel. Außerdem nehmen die Erwartungen der Kunden an technische Lösungen im Zeitalter von Industrie 4.0 weiter zu.
 
Micro-Hubs für die Citylogistik

Die Marktanalyse listet außerdem die Top 28 Logistikregionen in Deutschland – von Hamburg als Spitzenreiter bis Saarbrücken als Letztplatziertem. Logistikimmobilien sind mittlerweile als Investment salonfähig geworden, auch für ausländische Geldgeber. Da jedoch Grundstücke in bester Autobahn-Lage in den wichtigsten Regionen knapp sind, steigen die Preise und Entwickler weichen zunehmend in ländlichere Gebiete aus, etwa nach Niederbayern. Als "Hidden Champions" benennt die Studie die Region Nürnberg und Standorte in Thüringen.

Die stetige Zunahme beim E-Commerce heizt die Suche nach Lösungen für die Citylogistik an. Der Trend geht wieder zurück in die Städte, wo die Waren vielleicht schon bald in mehrstöckigen Micro-Hubs gebündelt und von dort fein verteilt werden.
Ein neues Konzept stellt die so genannte Hybrid-Immobilie dar. Sie liefert Antworten auf immer komplexere Produktionsprozesse, mit der Logistik als verschmolzener Bestandteil. Mehr Automatisierung im Gebäude im Zuge von Industrie 4.0 und eine modulare, möglichst flexible Bauweise gehen damit einher.

Diskutiert werden auch White-Label-Hubs, die als Konsolidierungscenter am Stadtrand für die Citylogistik allen kep-Dienstleistern zur Verfügung stehen sollen. Bisher kocht hier jeder sein eigenes Süppchen. Für mehr Effizienz und weniger Staus sollen die Pakete künftig am Stadtrand besser gebündelt werden.

Die Befragten der Studie gehen davon aus, dass E-Commerce und damit verbunden die Entwicklung von E-Fulfilment-Centern noch weiter zunimmt, auch im Food-Bereich.

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bulwiengesa

Datum

6. Oktober 2016
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