Entsorger, Hüffermann Zoom

Hüffermann : Große Platzsparer

Hüffermann hat auf der IAA seine Neuerungen vorgestellt. Durch Innovationen soll in vielen Baureihen der Platzbedarf beim Rangieren sinken. 

In der engen Stadt mit demselben Containeranhänger fahren wie außerhalb der Stadt? "Bisher brauchten unsere Kunden dafür zwei Anhänger", erklärt Klaus Kieler, Geschäftsführer des Nischenherstellers Hüffermann aus Neustadt. Nicht nur das Öl wird knapp, sondern nach Ansicht der Brandenburger auch der Raum zum Rangieren in Innenstädten. Daher lag der Fokus bei der diesjährigen IAA ganz auf raumfreundlichen Containeranhängern.

Hüffermann stellt auf der IAA seinen Stretch-Carrier vor

Außerhalb der Stadt fahre man typischerweise mit größeren Anhängern, um mehr Bauschuttcontainer transportieren zu können. "In der Stadt ist die Größe aber hinderlich", so Kieler. "Doch nicht alle Kunden wollen zwei verschiedene Anhänger kaufen."

Deshalb stellte Hüffermann auf der diesjährigen IAA erstmalig seinen sogenannten Stretch-Carrier vor. Bei diesem kann je nach Wunsch die Länge und somit auch die Containerkapazität angepasst werden.

Die Basis bietet ein bewährter zweiachsiger Anhänger von Hüffermann. Zwischen den Achsen haben die Konstrukteure eine Teleskoptechnik eingebaut, mit der sich die Länge ändern lässt.

Der Fahrer kann hierbei zwischen fünf und sieben Meter Länge variieren. In der kurzen Konfiguration hat ein Container Platz, in der langen zwei. Sind die Container leer und werden gestapelt, so können bei verlängertem Anhänger vier Stück aufgeladen werden.

Das Gesamtgewicht des Anhängers beträgt 18 Tonnen

"Die Änderung der Länge findet denkbar einfach statt", sagt Kieler. Der Fahrer muss mittels Sperrbolzen die Verriegelung lösen, dann ist nur noch die Hinterachse gebremst. Fährt er nun zwei Meter nach vorne, ist der Anhänger auf sieben Meter gestreckt. Dies passiere typischerweise auf dem Weg aus der Innenstadt Richtung Betriebshof.

Das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers beträgt 18 Tonnen. Die Komponenten stammen aus dem bekannten Baukasten. Das vor zwei Jahren eingeführte Positionier-Fix-System der Firma ist auf Wunsch auch mit an Bord. Dieses System erlaubt es, die Container schneller und ohne Ketten auf dem Anhänger zu sichern. "Das Positionier-Fix verkürzt den Be- und Entladevorgang erheblich", sagt Kieler. Der Container wird über das Kipplager gesichert und mittels patentierter seitlicher Zentrierung arretiert. Des Weiteren kann die Position der Container auf dem Anhänger im Sinne der Gewichtsverteilung variiert werden.

Der variierbare Anhänger

Wem der variierbare Anhänger immer noch zu groß ist, für den gibt es den neuen Mini-Carrier. Dieser Zentralachsenanhänger ist für den Transport eines einzigen Containers ausgelegt. Durch seine kurze Bauart soll auch er durch seine Innenstadtfreundlichkeit glänzen.

Dieses System ist auch am neuen Flaggschiff der Neustädter, dem City-Konzept, erhältlich. Diese Neuheit wurde auf der Innovationsbühne der IAA erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch beim City-Konzept haben sich die Konstrukteure mit der Platzproblematik in Innenstädten auseinandergesetzt.

Hier handelt es sich um die Kombination eines MAN TGS mit Absetzkipper mit einem angekoppelten Hüffermann Vario-Carrier. Dieser Anhänger ist für die Frontbeladung durch den Absetzkipper ausgelegt. So können die Bauschuttcontainer ohne Abkuppeln zwischen Zugfahrzeug und Anhänger verladen werden. Mit den 20 Meter Länge des Zuges werden so 18 Meter weniger Raum benötigt, da nicht rangiert werden muss. Das soll die Beladungen auch in engen Höfen erlauben.

Ein Anhänger für den Transport von Abrollbehältern

Unter den sieben Anhängern und zwei Lastzügen, die Hüffermann auf der IAA zeigte, war noch eine weitere Neuheit: der Schlitten-Carrier, ein Anhänger für den Transport von Abrollbehältern. Auch hier wird auf möglichst wenig Platzbedarf geachtet. So kann durch eine Frontbeladung der Wechselcontainer direkt vom Zugfahrzeug über die Deichsel auf den Anhänger geladen werden, was Rangierraum spart.

Eines haben jedoch alle Neuerungen von Hüffermann gemeinsam: Da es sich bei jedem Anhänger um ein individuell angefertigtes Produkt handelt, kann der Kunde über weit mehr als die Lackierung entscheiden.  Länge, Achszahl, Einzel- oder Zwillingsbereifung sowie die Bauart der Bremse. Ist das Positionier-Fix gewünscht, soll der Anhänger auch für die Frontbeladung ausgelegt sein? Selbst das Fahrwerk obliegt der Entscheidung des Kunden: So werden Luft- und Parabelfedersysteme angeboten.

Es sollte also für jeden Wunsch und jede enge Innenstadt etwas dabei sein.

Das Unternehmen

Hüffermann Transportsysteme wurde 1913 als Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen gegründet. Heute wird es in dritter Generation von Rolf Hüffermann geführt. Der Hersteller hat sich auf die Herstellung von Transport- und Entsorgungsfahrzeugen spezialisiert. Diese werden aus einem Baukastensystem heraus den Wünschen des Kunden angepasst. Die Fertigung der Fahrzeuge findet in Neustadt/Dosse in Brandenburg statt.

Autor

Foto

Hüffermann

Datum

4. Oktober 2012
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
Carsten Nallinger Carsten Nallinger Lkw-Navigation
Beratung von Fahrern und Unternehmern rund um das Thema Navigationsgeräte für den Einsatz im… Profil anzeigen Frage stellen
Björn Kränicke, Experte für Aus- und Weiterbildung BKF Björn Kränicke Aus- und Weiterbildung BKF
Koordinator des CompetenceCenters Transport-Logistik und zuständig für die Entwicklung und Pflege… Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.