Zoom

Hubschrauber-Landung: Amt haftet nicht für herumfliegende Teile

Wirbelt ein landender Rettungshubschrauber den Deckel eines Streugutbehälters auf, haftet die zuständige Behörde nicht für dadurch entstandene Schäden.

Im vorliegenden Fall hat sich der Deckel eines Streugutbehälters vom starken Luftdruck eines landenden Helikopters gelöst und ein Fahrzeug beschädigt. Der Fahrzeugbesitzer hat laut dem Portal kostenlose-urteile.de die zuständige Behörde wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verklagt. Demnach hätte die Behörde den Deckel ausreichend sichern müssen.

Das Landesgericht Naumburg und nach Berufung auch das Oberlandesgericht Naumburg haben die Klage abgewiesen (AZ: 1 U 109/12). Zur Verkehrssicherungspflicht der Kommune gehöre demnach nur, das Streugut vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Dass der Deckel unter einem so extremen Einfluss abreißt und zu einem gefährlichen Fluggeschoss wird, zähle nicht dazu. Man dürfe die Verkehrssicherungspflicht nicht überspannen, so das Gericht weiter. 

Ford Transit Custom

Autor

Foto

fotolia/jrmedien_de

Datum

3. September 2013
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
Kristina Dietze von der Polizeidirektion Görlitz/ Autobahnpolizei Kristina Dietze Polizeioberkommissarin Autobahnpolizeirevier Bautzen
Expertin für Gefahrguttransporte (aus polizeilicher Sicht), Vermögensabschöpfung im… Profil anzeigen Frage stellen
Monique Müller, Anwältin in den Bereichen Zivilrecht und Familienrecht Monique Müller Anwältin Zivilrecht und Familienrecht
Mein Schwerpunkt liegt im Bereich des allgemeinen Zivilrecht, Familien- und Erbrecht. Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.