DAF Hiltl Leipzig 6 Bilder Zoom
Foto: Mathias Heerwagen

Hiltl Werkstätten

Firmenbesuch in Bad Dürrenberg

Zur Hiltl-Firmengruppe gehören auch vier DAF-Werkstätten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – wir haben uns den Standort in Bad Dürrenberg bei Leipzig angesehen.

Die Hiltl-Gruppe mit Hauptsitz im bayerischen Altdorf bei Nürnberg feierte im vergangenen Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Zum Unternehmen gehören neben einer Spedition für Getränkelogistik, einem Gebraucht-Lkw-Center und einem Vermietunternehmen unter anderem auch mehrere Nutzfahrzeugwerkstätten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Gera, Grimma, Stollberg und Bad Dürrenberg sind die vier Standorte, die den Raum Südwestsachsen, Südsachsen-Anhalt und Ostthüringen abdecken. Die Werkstatt samt Personal in Bad Dürrenberg bei Leipzig hatte Hiltl im August 2015 aus einer Insolvenz übernommen. 37 Mitarbeiter kümmern sich hier um die Kunden-Trucks, davon allein zehn Auszubildende in den Bereichen Mechatronik, Lager und Büro. Durch die günstige Lage nur einen Kilometer von der A 9 entfernt, ist der Anteil an Laufkundschaft groß; rund 80 Prozent davon stammt aus Osteuropa. Mehrmals die Woche rücken Mitarbeiter zu Nachteinsätzen auf der Autobahn aus, tagsüber fast täglich – die drei Servicefahrzeuge sind ausgelastet. Gutes Personal ist schwer zu finden Ein Abschleppfahrzeug ist nicht notwendig, sagt der Kaufmännische Leiter Sebastian Anders: "Die meisten Fahrzeuge kriegen wir wieder flott und fahrbereit. Falls nicht, arbeiten wir mit einem nahegelegenen Abschleppunternehmen zusammen." Dass Werkstätten Service- und Reparaturarbeiten für Städtische Verkehrsbetriebe übernehmen, ist gängige Praxis. Hiltl jedoch hat jede Nacht zwei Monteure bei den Leipziger Verkehrsbetrieben im Einsatz, die dann die Solaris-Busse mit DAF-Motoren warten und reparieren. Ein gutes Geschäft, berichtet Anders. Ebenfalls gut läuft der Lkw-Verkauf, ein wichtiges Standbein bei Hiltl. Rund 400 DAF-Neufahrzeuge setzte das Unternehmen bislang jedes Jahr ab. Seit Januar 2017 deckt Hiltl ganz Sachsen als Vertriebsgebiet ab und will mit seinen zehn Verkäufern rund 500 Lkw pro Jahr an den Mann bringen. Das Geschäft scheint zu laufen, bloß gutes Personal ist schwer zu finden. "Bei uns sind Porsche und auch BMW in der Nähe, die locken natürlich viele gute Leute an", erzählt Anders. Aktuell sucht man am Standort dringend nach Mechatronikern. Erst vor Kurzem wurden drei neue Mitarbeiter eingestellt. Denn zu tun gibt es reichlich, nicht nur die üblichen Wartungs- und Reparaturarbeiten. In der eigenen Stahl- und Fahrzeugbauabteilung reparieren die Hiltl-Mitarbeiter Unfallschäden oder fertigen Aufbauten von Grund auf neu. Werkstattneubau in Grimma geplant Apropos neu: Nachrüstung von Neufahrzeugen bringt gutes Geld – Lampenbügel, Dachklimaanlage, Arbeitsscheinwerfer oder Kipphydraulik, vor jeder Auslieferung montieren Mitarbeiter diverses Zubehör. Dieses kauft Hiltl in großem Stil ein. Im Zentrallager für die vier Standorte in Sachsen und Thüringen lagern zum Beispiel zwischen 30 und 50 Dachklimaanlagen. "Wir kaufen große Mengen ein, um attraktive Preise anbieten zu können", erklärt Sebastian Anders. Vor dem Winter hatte er zum Beispiel 80 neue Batterien bestellt – die Stromspender versagen immer häufiger, sagt Anders, der sich dann mit Garantieanträgen herumärgern muss. Denn: "Auch die Garantieanträge der vier Standorte werden hier in Bad Dürrenberg abgewickelt." Falls die Reparatur mal etwas länger dauert und der Fahrer über Nacht warten muss, kann er eine Fahrerwohnung nutzen, die sich im Gebäude befindet. In den vergangenen Jahren ist Hiltl stark gewachsen. Anfang Januar hat das Unternehmen einen Standort in Dresden übernommen und umgebaut, unter anderem mit nachträglich gefrästen Gruben. Für 2018 ist dann ein Werkstattneubau in Grimma geplant. Mit Hiltl dürften DAF-Kunden also auch in Zukunft gut betreut sein.

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4. April 2017
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