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Hamburger Hafen: Infrastruktur muss wachsen

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der Hamburger Hafen einen Umschlag von rund 138 Millionen Tonnen Fracht und knapp neun Millionen Standardcontainern.

Basis für diese Annahme seien die Ergebnisse der ersten drei Quartale. Die Entwicklung der Umschlagszahlen werde maßgeblich von konjunkturellen, politischen und verkehrlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Daher erwarte man, dass die Jahresergebnisse unter Vorjahr liegen. "Aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung wirken der Wachstumseinbruch in China und die Auswirkungen des Russland-Embargos besonders stark auf den Hamburger Hafen", sagt Gunther Bonz, Präsident des Unternehmerverbandes Hafen Hamburg. "Die anhaltende Schifffahrtskrise und der enorme wirtschaftliche Druck, unter dem die Reedereien derzeit stehen, verstärken diesen Effekt noch. Zudem beeinflussen die aktuellen infrastrukturellen Engpässe Hamburgs Wettbewerbssituation nachteilig."

Trotz des aktuellen Rückgangs prognostiziere man jedoch langfristig ein starkes Wachstum. Voraussetzung sei, dass geplante Infrastrukturmaßnahmen in Norddeutschland zügig umgesetzt werden, besonders die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe.

Allerdings stehe nicht nur die seewärtige Erreichbarkeit im Fokus. Auch im Hinterlandverkehr müsse man Engpässe schnellstmöglich beseitigen. "Die sehr gute Schienenanbindung an das Hinterland des Hamburger Hafens ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil", so Bonz weiter. "Hamburg braucht eine leistungsfähige Eisenbahn in Richtung Süden, um perspektivisch noch mehr Güter auf der umweltfreundlichen Schiene transportieren zu können." Darum fordere man weitere Neubauten.

Ford Transit Custom

Autor

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Matthias Rathmann

Datum

25. November 2015
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