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Die Grünen-Expertenrunde im Landtag: Mehr Öko im Güterverkehr

In Baden-Württemberg will Die Grünen-Landtagsfraktion selbst wissen, wie grün die Logistik im Ländle ist. Die eingeladene Expertenrunde zeigte, dass Logistik ein weites Feld ist.

Wer viel fragt, bekommt viele Antworten – und stellt sich manchmal noch mehr Fragen. So erging es den Grünen bei einer Expertenrunde zur Grünen Logistik im Stuttgarter Landtag. Sie brachte neun sehr unterschiedliche Experten an den Rednerpult – von Spediteur, Eisenbahner und Binnenschiffer bis zu Verbandsvertretern und einem Verlader saß viel Fachwissen am Tisch. Dabei wurde schnell deutlich, dass sich die Branche mit nachhaltigen Transportströmen in Teilen detailliert befasst. Jedoch fehlen teilweise die Anreize zur Umsetzung, teilweise schlagen Förderprogramme fehl oder es mangelt an einheitlichen Standards, etwa auf der Schiene.

Aktivierungsproblem bei Logistikern

"Das Bewusstsein für nachhaltige Transporte ist da. Aber wir haben ein Aktivierungsproblem bei Logistikern", fasste der Grüne Mobilitätsexperte im Landtag, Andreas Schwarz, seinen Eindruck der Vorträge und Diskussionen zusammen. Als weitere wichtige Themen nahm Schwarz den Fachkräftemangel, Effizienzsteigerungen auf der Schiene und eine Reform der Förderrichtlinien mit.

Güterverkehr mehr in den Fokus nehmen

Im Gespräch mit trans aktuell sagte Schwarz: "Wir nehmen den Güterverkehr jetzt mehr in den Fokus." Anlass sind Prognosen über eine Verdoppelung der Transportmenge im Kombinierten Verkehr von 2004 bis 2025 mit Start/Ziel in Baden-Württemberg. "Dabei handelt es sich (...) in erster Linie um Seehafen-Hinterlandverkehre in Richtung der Nordseehäfen", heißt es aus dem Schlussbericht zu KV-Umschlagsflächen, den Prof. Tobias Bernecker im Auftrag des Landesverkehrsministeriums erstellte.

Um mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, regt die Landesregierung den Aus- und Neubau von KV-Anlagen an. Eine trimodales Terminal ist etwa am Hafen Plochingen geplant, sowie weitere in Lahr und Eutingen im Gäu. "Die Anlagen müssen sich nachher wirtschaftlich rechnen", betont der grüne Landtagsabgeordnete Schwarz. Doch das wissenschaftliche Gutachten von Bernecker habe genau dies belegt. "Ein Terminal in Plochingen kann gelingen", sagt Schwarz. Vorausgesetzt, die Neckarschleusen werden –wie vom Land gefordert und laut Schwarz in einer Verwaltungsvereinbarung festgehalten – bis Plochingen für 135-Meter-Schiffe ausgebaut. "Wir werden den Bund in die Pflicht nehmen", kündigt Schwarz auf Anfrage an. Seine Erkenntnisse aus der Expertenanhörung will er außerdem jetzt Verkehrsminister Hermann vortragen.

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Thomas Küppers

Datum

18. Februar 2014
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