Navistar, Fadenkreuz Zoom

Fusionen: Will Volkswagen Navistar kaufen?

Der VW-Konzern denkt laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) über einen Einstieg ins US-Nutzfahrzeug-Geschäft nach. Dabei haben die Wolfsburger den Lastwagenbauer Navistar im Visier.

Ein VW-Sprecher wollte etwaige Pläne zur Beteiligung an einem Anbieter in den Vereinigten Staaten nicht kommentieren: "Das sind Spekulationen, zu denen wir uns nicht näher äußern möchten." Nach Angaben der FTD befinden sich die Planungen noch in einem frühen Stadium.

Die Wolfsburger wollen ihre Lastwagen-Töchter Scania und MAN sowie die leichten VW-Nutzfahrzeuge enger zusammenführen. Der bisherige Scania-Chef Leif Östling soll die Sparte nach einem umfassenden Personalumbau im Konzern künftig koordinieren. Ziel ist es vor allem, Kosten in Entwicklung und Einkauf zu sparen und die seit Jahren geplante Lkw-Allianz unter dem Volkswagen-Dach auf den weltweiten Nutzfahrzeug-Märkten voranzubringen.

Ein möglicher US-Ableger des größten europäischen Autokonzerns könnte von strategischer Bedeutung sein, weil Volkswagen in diesem Bereich in Nordamerika bislang noch nicht vertreten ist - im Unterschied etwa zum Konkurrenten Daimler, der mit der Marke Freightliner seit längerem in den USA mitmischt.

Wie die Zeitung weiter berichtet, müsste sich Volkswagen bei einem konkreten Interesse an Navistar wohl gegen mächtige Rivalen durchboxen. Auch Fiat soll mit den Amerikanern liebäugeln, Konzernchef Sergio Marchionne hatte grundsätzliches Interesse am US-Lkw-Markt angemeldet. Zur Firmengruppe gehört schon der Lastwagen-Riese Iveco. Fiat kontrolliert außerdem den US-Autobauer Chrysler.

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Navistar, Montage: Grobosch

Datum

11. Juni 2012
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