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Fünfte Generation am Start: Karlhubert Dischinger übergibt Geschäfte

Stifts- und Stabübergabe beim Logistikdienstleister karldischinger in Ehrenkirchen bei Freiburg: Geschäftsführer Karlhubert Dischinger hat die Geschäfte am vorigen Samstag bei einem öffentlichen Festakt auf dem Firmengelände an seinen Sohn Karlkristian Dischinger übergeben. Vorausgegangen war ein fünfjähriger Übergabeprozess.

Karlhubert Dischinger, der im Ehrenamt unter anderem Präsident des Verbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL) ist, hatte die Geschäfte des 1879 gegründeten Unternehmens 1974 übernommen. "Damals war es mein Ziel, den Fuhrpark von 10 auf 20 Lkw zu verdoppeln", sagte der scheidende Firmenchef vor Dutzenden von geladenden Gästen – darunter Kunden, Weggefährten, Partner aus Politik und Wissenschaft und Mitarbeiter. Heute beschäftigt die auf Automotive-, Lebensmittel- und Pharmalogistik spezialisierte Firmengruppe 850 Mitarbeiter und verfügt über 80.000 Quadratmeter an Lagerfläche. Der Fuhrpark ist auf 130 Lkw und 200 Auflieger gewachsen.

Offizielle Stiftsübergabe auf dem Olymp

Eine vorweggenommene, offizielle Übergabe der Geschäfte hatten Senior und Junior vor kurzem auf dem Olymp vollzogen. Auf dem 2.918 Meter hohen Gipfel hatte Karlhubert Dischinger seinem Sohn aber nur einen normalen grünen Stift übergeben, beim Festakt am Samstag war es ein überdimensionaler symbolischer grüner Stift. Traditionell schreiben die Mitarbeiter in Kleinbuchstaben und einer zusätzlich in grüner Schrift – der Chef.
Karlkristian Dischinger seinerseits nutzte die Gelegenheit, einen Stein vom Berg der Götter mitzunehmen und am Samstag seinem Vater zu überreichen – „den Stein der Weisen“, wie er sagte. Denn auch weiterhin sei er dankbar über die Ratschläge seines Vaters.
Der neue Geschäftsführer versprach Kunden und Mitarbeitern, dass es keinen großen Einschnitt geben wird, sondern die Zeichen auf Kontinuität stehen werden. Ebenfalls in der Geschäftsleitung und Repräsentantin der fünften Familiengeneration ist Karlkristian Dischingers Schwester Kerstin Sacherer, die sich um die Themen Qualität und Ausbildung kümmert. Die Ausbildung steht bei der Firmengruppe seit Jahrzehnten im Fokus. Mit rund 100 Azubis in allen drei Lehrjahren ist die Ausbildungsquote deutlich höher als zehn Prozent. Das Wachstum der vergangenen Jahre habe man nur deshalb realisieren können, weil man konsequent auf selbst ausgebildete Mitarbeiter gesetzt habe, bilanzierte Karlhubert Dischinger.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Matthias Rathmann

Datum

5. September 2016
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