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Forschung: Schwerverkehr unter Strom

An den Oberleitungsbus hat man sich längst gewöhnt. Doch der Anblick eines Lkw, der seinen Strom von oben bezieht, dürfte für die meisten schon eine Überraschung sein. Geht es nach dem Willen des Technologiekonzerns Siemens, könnten solche Fahrzeuge aber in einigen Jahren in größerer Zahl auf der Straße zu sehen sein.

An den Oberleitungsbus hat man sich längst gewöhnt. Doch der Anblick eines Lkw, der seinen Strom von oben bezieht, dürfte für die meisten schon eine Überraschung sein. Geht es nach dem Willen des Technologiekonzerns Siemens, könnten solche Fahrzeuge aber in einigen Jahren in größerer Zahl auf der Straße zu sehen sein. In Groß Dölln in der Uckermark betreibt das Unternehmen eine entsprechende Teststrecke. Das Projekt zur Elektrifizierung des Schwerverkehrs nennt sich Enuba und wurde Medienberichten zufolge vom Bundesumweltministerium seit 2010 mit mehr als zwei Millionen Euro bezuschusst. Siemens setzt bei dem Konzept auf Erkenntnisse aus seiner Schienengütersparte. Auf die Straße übertragen heißt das: Benötigt werden Hybrid-Lkw mit Stromabnehmern, die ihre Energie aus den Oberleitungen beziehen. Der Lkw kann jedoch auch unabhängig vom Strom aus den Oberleitungen rollen, indem der Fahrer auf Dieselbetrieb stellt. Siemens betont, die so genannten E-Highway-Lkw seien so flexibel und universell einsatzfähig wie herkömmliche Fahrzeuge. Zudem sei das Konzept einfach umsetzbar, weil es problemlos in die bestehende Infrastruktur zu integrieren sei, und umweltschonend. Weder Feinstaub noch Stickoxide oder CO2 werde ausgestoßen.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Siemens

Datum

18. Juni 2012
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