Lang-Lkw, Feldversuch, Schriftzug, Ansorge, 2012 Zoom

Forsa-Umfrage: Mehrheit gegen Zulassung von Lang-Lkw

Mehr als drei Viertel der Bürger sind gegen Lang-Lkw. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Allianz pro Schiene, des Automobil-Clubs Verkehr (ACV) und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ergeben.

Demnach sind 79 Prozent der Befragten gegen eine Zulassung der überlangen Lkw (25,25 Meter). 17 Prozent sind dafür. Der Rest habe mit "weiß nicht" geantwortet. Nach Angaben der Allianz pro Schiene habe sich damit die Ablehnung der Bevölkerung gegenüber Lang-Lkw verstärkt. In einer Umfrage von 2011 hätten sich 77 Prozent dagegen ausgesprochen, 18 Prozent dafür. Vor allem das größere Unfallrisiko habe die Befragten bewogen, sich gegen Lang-Lkw auszusprechen (55 Prozent). Zudem beklagten mehr als die Hälfte die erhöhten Steuermittel für den Umbau des Straßennetzes. 47 Prozent der Deutschen haben angegeben, dass durch den Einsatz von Lang-Lkw Transporte von der Schiene zurück auf die Straße verlagert würden, was für die Umwelt schädlich sei. "Nur 22 Prozent der Deutschen fanden es überzeugend, dass Riesen-Lkw durch Kraftstoff-Ersparnis die Umwelt schonen", sagt Alexander Kirchner, Vorsitzender der Allianz pro Schiene, einer Mitteilung zufolge. Weniger als eine Drittel glaubten, dass durch die Zulassung der langen Fahrzeuge der Lkw-Verkehr insgesamt weniger werde, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. 55 Prozent gehen davon aus, dass der Einsatz mit Lang-Lkw zu mehr Verkehr führen werde.

VDV, ACV und Allianz pro Schiene fordern in ihrer Mitteilung daher die Bundesregierung auf, den laufenden Feldversuch mit Lang-Lkw zu beenden.

Die Bundesregierung steht weiterhin zum Feldversuch

Die Bundesregierung hingegen steht weiter zum Feldversuch. Das bekräftigte erst kürzlich Staatssekretärin Dorothee Bär bei einem von der Fachzeitung trans aktuell initiierten Austausch mit Praktikern von Ansorge Logistik und Risk Guard am Duss-Terminal München-Riem. Durch den Einsatz der Lang-Lkw spart die Allgäuer Spedition Ansorge nach eigenen Angaben ein Drittel ihrer Fahrten auf den betreffenden Relationen ein, verbraucht ein Drittel weniger Kraftstoff und drosselt den CO2-Ausstoß ebenfalls um ein Drittel, sagt Wolfgang Thoma, Geschäftsführende Gesellschafter von Ansorge Logistik.

Weder Schadensereignis noch Beinahe-Unfall mit Lang-Lkw

Was die Sicherheit angeht, muss sich ebenfalls kein Verkehrsteilnehmer Sorgen machen. "Wir hatten bislang weder ein Schadensereignis noch einen Beinahe-Unfall", resümiert etwa Ralph Feldbauer, Geschäftsführer der auf Schadenprävention im Fuhrpark spezialisierten Beratungsfirma Risk Guard aus Nürnberg. Der Lang-Lkw sei sowohl für Minister Alexander Dobrindt als auch für Dorothee Bär (beide CSU) ein absolutes Erfolgsmodell, betont die Staatssekretärin und weist auf den in diesen Tagen veröffentlichten offiziellen Zwischenbericht zum Feldversuch hin, der durchweg positiv ausfalle und diese Einschätzung bestätige.

Hier lesen Sie den kompletten Artikel zum Treffen von Dorothee Bär und Ansorge Logistik sowie Risk Guard.

Susanne Spotz, ETM online

Autor

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Spedition Ansorge

Datum

29. August 2014
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