Wasserloch rückwärts: Patrick Töpfer lenkt den Mercedes-Benz gekonnt durchs Wasserloch in Friedrichswalde. 12 Bilder Zoom

Finale der ITTM 2014: Rettender Regenbogen in Elbingerode

Geschafft! Das dritte Lehrjahr der ITTM ist absolviert und mit dem Lauf in Elbingerode das Gesellenstück abgeliefert. Die neue Serie unter dem Dach des Deutschen Motorsport-Verbandes DMV hat sich in der Motorsportszene etabliert.

Am Ende versöhnte ein Bilderbuch-Regenbogen mit den widrigen Verhältnissen beim Finale der ITTM im Harzort Elbingerode. Heftiger Regen hatte bis weit in die Nacht zum Sonntag Sektionen und Fahrerlager geflutet. Trial fahren? Das war in weiten Strecken eher Trial rutschen. Oft unkontrolliert und geradewegs durch die Sektionsbegrenzung. Besonders am Samstag verging der Spaß am Truck Trial auch den Hartgesottenen unter den Fans und Aktiven. Entsprechend wenige unbeugsame Zuschauer fanden deshalb am Samstag den Weg in den FELS-Steinbruch, ganz anders als beim vorletzten Lauf im sächsischen Friedrichswalde-Ottendorf, wo sogar der Parkplatz mehrfach an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Hier konzentrierte sich das Wasser – ausgenommen von einigen Schauern – speziell in spektakulären Wasserlöchern, die manchen Starter zur Freude der Zuschauer an seine Grenzen brachte. Achtzig Fahrtrichtungswechsel? Kein Problem. Und am Ende musste dann doch das rettende Bergeseil rübergereicht werden.

Bei den Akteuren gab es teilweise die erwarteten, in einigen Klassen aber auch nicht erwartete Ergebnisse. Die kleine Klasse ist und bleibt "Privatsache" von Schulze/Köllner und in der S2 hatten Peter Schmitz und Tochter Heike überhaupt keine Chance, nicht zu siegen. Er war nämlich allein auf weiter Flur. Michael Stendike/Seidel vor den Eheleuten Rudolph in der S 3 ist auch keine Überraschung. Schon eher der Umstand, dass Kai Bräutigam bei seinem letzten Trial als Aktiver erneut kein Sieg gelang. Jan Stendike vor Team Lindemann in der S4 ist die Fortsetzung des "ewigen Wechselspiels" in der Klasse S4. Mit Steinbach/Hiller vom Truck Team Seehausen meldete sich ein Team als Sieger zurück, die eine starke Vergangenheit haben, zuletzt aber wenig in Escheinung getreten sind. Überraschend: Für S5-Titelverteidiger Töpfer/Ruppelt nur Platz drei in Sachsen hinter dem Dexter Team mit dem Ford Oldie. Da wird es mit der Titelverteidigung beim letzten Lauf spannend. Zur großen Fan-Freude waren wieder elf S5-Teams am Start.

Vier Wochenenden später trafen sich die ITTM-Trialer erneut zum Finale im Harz – und zu den schon beschriebenen Wasserspielen. Die kollektive Rutschpartie endete mit Siegen für Schulze/Köllner (S1), Schmitz/Schmitz (S2), Stendike/Seidel (S3) und Stendike/Schumann (S4). In der erneut stark besetzten großen Klasse starteten Töpfer/Ruppelt einen Alles-oder-Nichts-Angriff auf den erneuten Titel, gingen mit dem gewaltigen Mercedes-Benz volles Risiko – und holten sich den Laufsieg.

Die ITTM-Champions werden erst am letzten Oktober-Wochenende im Rahmen einer besonderen Meisterfeier in Wörlitz geehrt. Vielleicht strahlt dann für den einen oder anderen Starter der Regenbogen noch ein Stück heller!

Autor

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Klaus-P. Kessler

Datum

18. September 2014
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Fred Dremel, Experte für Sozialvorschriften für das Fahrpersonal im Strassenverkehr, Arbeitszeitrecht , Kontrollgeräte Fred Dremel Sozialvorschriften
Von 1980 bis 2013 Betriebsprüfer Arbeitsschutz in Aachen auf dem Gebiet Sozialvorschriften für… Profil anzeigen Frage stellen
David Keil, Berater und Projektmanager Logistiksoftware und Telematiksysteme David Keil Berater Logistiksoftware und Telematiksysteme
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