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Fernfahrer aus Rumänien festgenommen: Mord an Joggerin: Mit Mautdaten überführt

Mehr als 50.000 Maut-Datensätze haben die Ermittler ausgewertet. Mit den Erkenntnissen zu den Standzeiten und zum Fahrzeugtyp haben sie anschließend Speditionen angeschrieben. Mit Erfolg: Vorigen Mittwoch meldete sich die Spedition Döpke aus Endingen am Kaiserstuhl.

Das war die entscheidende Spur, welche die Sonderkommission Erle zum mutmaßlichen Mörder führte – einem 40 Jahre alten Fernfahrer aus Rumänien. Er soll die 27 Jahre alte Carolin G im November vergewaltigt und getötet haben. Zur Last gelegt wird ihm auch der Mord an der 20-jährigen Studentin Lucile K. vom Januar 2014 in Kufstein.

Gegenüber der Mediengruppe RTL sagt Spediteur Holger Döpke, dass es sich um einen sehr beliebten, guten Fahrer gehandelt habe. "Er hat sich in den 19 Monaten, die er hier gearbeitet hat, definitiv nichts zu Schulden kommen lassen." Döpke sagt, er sei bei der Festnahme dabei gewesen. Der Fahrer sei sprachlos und offenbar überrascht gewesen.
Die Oberstaatsanwaltschaft spricht von einem dringenden Tatverdacht.

Hubstange als Mordwaffe eingesetzt

Beide Morde waren mit Eisenstangen verübt worden, der in Kufstein mit einer Hubstange, die auch in Lkw eingesetzt wird, um die Kabine zu kippen. Daher haben die Ermittler einen Täter aus dem Fahrerbereich in Betracht gezogen. Der Fahrer sitzt in Untersuchungshaft. Mehrere Indizien sprächen für eine Täterschaft des Festgenommenen, sagt Soko-Leiter Richard Kerber. Dazu zählt auch eine Speichelprobe des Verdächtigen.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Fotolia/ACD Systems Digital Imaging

Datum

6. Juni 2017
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