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Lang-Lkw: Rüdinger beteiligt sich am Feldversuch

Die Rüdinger Spedition kommt zum Kreis der Lang-Lkw-Betreiber hinzu. Sie setzt die 25-Meter-Einheit im Rahmen ihrer Hauptläufe für Sammelguttransporte ein.

Der Kreis der Teilnehmer am Feldversuch mit Lang-Lkw wächst weiter. Derzeit 54 Unternehmen mit 139 Fahrzeugen sind bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), die das Projekt wissenschaftlich begleitet, registriert. Neu hinzugekommen ist die Rüdinger Spedition aus Krautheim (Hohenlohekreis) in Baden-Württemberg. Sie plant regelmäßige Verkehre im Rahmen ihrer Sammelgutaktivitäten, wie Geschäftsführer Roland Rüdinger im Gespräch mit der Fachzeitschrift trans aktuell sagt. Er hatte dafür die Strecke vom Firmensitz Krautheim zum Kombiterminal Schweinfurt für die Aufnahme ins sogenannte Positivnetz beantragt.

Offiziell losfahren kann er, sobald die 6. Änderungsverordnung zum Feldversuch veröffentlicht und das nachgelagerte Streckennetz vom Firmensitz in Krautheim bis zur Auffahrt auf die A 81 freigegeben wird. Damit ist in den nächsten Tagen zu rechnen. "Um erste Erfahrungen zu sammeln, ist der Lang-Lkw bereits heute unterwegs", sagt Rüdinger – jedoch nur auf der Autobahn, wo er schon heute freie Fahrt hat. Auf der noch nicht freigegebenen Zufahrt – eine Entfernung von etwa 18 Kilometern – ist der Lang-Lkw konventionell unterwegs, also aufgeteilt als Motorwagen und Sattelzug. Auf dem Betriebsgelände hat der Unternehmer das Handling des 25 Meter langen Gespanns nach eigenen Angaben bereits erfolgreich getestet. Schon vor Jahren hatte Rüdinger die Einsatzmöglichkeiten und Potenziale eines solchen Fahrzeugs im eigenen Unternehmen im Rahmen einer Studienarbeit prüfen lassen, voriges Jahr hat er den Lang-Lkw auch zum Thema beim Tag der Logistik gemacht.

Rüdinger kritisiert Lang-Lkw-Regelung als mittelstandsfeindlich

Rüdinger kritisiert die Lang-Lkw-Regelung in Baden-Württemberg als mittelstandsfeindlich, da die freigegebenen Strecken im nachgelagerten Netz meist zu Großunternehmen wie Daimler führten. Dem Vernehmen nach sollen mit der Überarbeitung des Positivnetzes neben Schweinfurt nun auch die Zufahrten zu den Kombibahnhöfen Kornwestheim und Ulm freigegeben werden.

Die Rüdinger Spedition beschäftigt rund 250 Mitarbeiter und setzt rund 140 eigene Lkw ein. Ihr Spezialgebiet sind XXL-Stückgüter und Langgüter, entsprechend spezialisiert ist der Fuhrpark. Das Spektrum reicht vom Doppelstockfahrzeug über Planentieflader bis hin zu Ultraleichtfahrzeugen mit zwölf Tonnen oder verlängerten Sattelaufliegern mit 14,90 Meter Länge. 

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Matthias Rathmann

Datum

23. März 2016
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