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Fahrzeuge: Vorstoß in eine neue Dimension

Im vergangenen Jahr hat die MAN Nutzfahrzeuge Gruppe erstmals in ihrer Geschichte mehr als 100.000 Lkw und Busse abgesetzt. Der international agierende Anbieter von Fahrzeugen und Dienstleistungen für den effizienten Güter- und Personentransport auf der Straße erzielte damit im dritten Jahr in Folge ein Rekordergebnis.

* Operatives Ergebnis 1.039 Mio. € (+ 49 %) * Umsatz 10,4 Mrd. € (+ 20 %) * Auftragseingang 12,7 Mrd. € (+ 26 %) * Starkes Wachstum in Osteuropa * Internationalisierung sichert robustes Wachstum und schafft Arbeitsplätze im In- und Ausland * Restrukturierung Bus einvernehmlich mit Arbeitnehmern eingeleitet * MAN TGX und TGS erfolgreich eingeführt - neue Premium-Lkw sind Truck of the Year 2008 Ausblick 2008: * MAN erwartet gutes Geschäftsjahr 2008 * Erweiterung der Produktionskapazitäten * Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes für noch mehr Kundennähe * Weltpremiere der AGR-Motoren für Euro 5 auf der IAA * Jubiläums-Jahr 2008: 250 Jahre MAN und 150 Jahre Rudolf Diesel, 90 Jahre Nutzfahrzeugkompetenz Ergebnis Geschäftsjahr 2007 Das operative Ergebnis stieg 2007 um 341 Mio. € auf 1.039 Mio. €, ein Plus von 49 Prozent. Die Umsatzrendite (ROS) legte von 8,0 auf 10,0 Prozent zu (+ 2 Prozentpunkte), im Geschäftsbereich Lkw allein sogar auf 11,3 Prozent. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 10,4 Mrd. € (2006: 8,7 Mrd. €), das ist der fünfte Rekordwert in Folge. Dabei erzielte der Geschäftsbereich Lkw mit 93.260 verkauften Fahrzeugen (2006: 79.822) einen Umsatz von 9 Mrd. € (+ 25 Prozent). Der Umsatz des Geschäftsbereichs Bus lag auf Grund eines Absatzrückgangs bei den Komplettbussen mit 1,4 Mrd. € um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert (1,5 Mrd. €). Insgesamt wurden 7.349 Komplettbusse und Busfahrgestelle ausgeliefert (2006: 7.338 Einheiten). Der Geschäftsbereich Bus musste einen operativen Verlust von - 13 Mio. € (+38 Mio. € im Jahr 2006) hinnehmen. In Europa konnte MAN Nutzfahrzeuge den Marktanteil bei Lkw über 6 Tonnen erneut um 0,2 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent steigern. Rund die Hälfte seines gesamten Lkw-Absatzwachstums in 2007 generierte MAN in Osteuropa und GUS. In Osteuropa nahm der Umsatz bei Lkw über 6 Tonnen um 14 Prozent zu, in der Vertriebsregion GUS verdreifachte er sich nahezu (+ 187 Prozent). Bei Bussen blieb der Marktanteil in Europa mit 14,7 Prozent annähernd konstant (2006: 15,0 Prozent). Die Auftragseingänge stiegen 2007 auf einen neuen Rekordwert von insgesamt 12,7 Mrd. € (+ 26 Prozent). Davon entfallen 11,0 Mrd. € auf den Lkw-Bereich (+ 28 Prozent) und 1,7 Mrd. € auf den Geschäftsbereich Bus (+ 13 Prozent). 2007 wurden über 119.000 Lkw (+ 32 Prozent) und 8.200 Busse (+ 14 Prozent) bestellt. Der Wert des Auftragsbestands lag Ende 2007 bei 6,3 Mrd. €, das sind 49 Prozent mehr als im Vorjahr. MAN Nutzfahrzeuge hat im In- und Ausland neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit stieg von 36.206 im Jahr 2006 auf 36.591 im vergangenen Jahr (einschließlich Leiharbeitnehmer, jeweils zum 31. Dezember). In Deutschland waren Ende des letzten Jahres 20.541 Mitarbeiter (2006: 20.966) beschäftigt. Berücksichtigt man die Ausgliederung des Presswerks in Gustavsburg (780 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2006) in ein Joint Venture, nahm die Zahl der Beschäftigten hier zu Lande im vergangenen Jahr um 355 zu. Außerhalb Deutschlands wuchs die Zahl der Mitarbeiter von 15.240 im Jahr 2006 auf 16.050 im vergangenen Jahr. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei Polen mit 400 neuen Arbeitsplätzen im neuen Lkw-Montagewerk bei Krakau. Mit dem Anlauf der Lkw-Produktion in Polen wurden zugleich die Kapazitäten im Achs-, Motoren- und Fahrerhausbau an den deutschen und österreichischen Standorten und damit die Zahl der dort Beschäftigten erhöht. MAN Nutzfahrzeuge stellte im vergangenen Jahr 799 Auszubildende neu ein. Damit stieg die Zahl der Auszubildenden von 2.101 im Jahr 2006 auf 2.127 im vergangenen Jahr, davon 1.528 in Deutschland. Insgesamt bildet MAN Nutzfahrzeuge in 29 verschiedenen Berufen aus - Deutschland 20, Österreich 12 und in der Türkei 3 Berufe. Darüber hinaus werden in Deutschland duale Studiengänge in 3 verschiedenen Fachrichtungen angeboten. Kräftiges Wachstum der Fokusmärkte von MAN In Europa, dem Absatz stärksten Markt für MAN Nutzfahrzeuge, stieg die Nachfrage nach Lkw weiter deutlich an. Die Zulassungen von Lkw über 6 Tonnen kletterte gegenüber 2006 um 6,8 Prozent auf 424.000 Einheiten (2006: 397.000). MAN profitierte überproportional und konnte seinen Marktanteil in Europa erneut um 0,2 Prozent auf 16,1 Prozent erhöhen. Damit ist MAN seinem mittelfristigen Ziel - 18,0 Prozent Marktanteil in Europa - wieder ein Stück näher gekommen. MAN Nutzfahrzeuge ist damit die Lkw-Marke, die ihre Marktposition in Europa am nachhaltigsten ausbauen konnte: Seit 1975 stieg der Marktanteil der Marke mit dem Löwen im Emblem um 9,1 Prozentpunkte von 7,0 auf jetzt 16,1 Prozent; das schaffte keine andere Marke aus dem relevanten Wettbewerberfeld. Die internationale Wachstumsstrategie von MAN Nutzfahrzeuge wurde durch die Expansion in Osteuropa und der Vertriebsregion GUS, hier speziell Russland, fortgesetzt. Die russische Wirtschaft erlebt ein anhaltendes Wachstum, speziell die Bauwirtschaft boomt - nicht zuletzt wegen der olympischen Spiele im Jahr 2014. Die wachsende Zahl der russischen Flottenkunden legt bei der Beschaffung die erste Priorität auf hohe Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Image. Daraus ergeben sich besonders für MAN als Hersteller von Premium-Lkw nachhaltig gute Absatzchancen. In den GUS-Ländern konnte MAN im vergangenen Jahr insgesamt 5.292 Lkw absetzen. Das entspricht fast einer Verdreifachung gegenüber 2006 (1.847 Einheiten). Der Auftragseingang stieg ebenfalls nahezu um den Faktor drei auf 8.838 Einheiten (2006: 2.999). In Osteuropa steigerte MAN seinen Absatz von 7.337 auf 9.856 Lkw (+34 Prozent), der Auftragseingang legte um 54 Prozent auf 13.815 Fahrzeuge zu (2006: 8.979). MAN Nutzfahrzeuge ist damit in einem bedeutenden Zukunftsmarkt bereits sehr gut aufgestellt. Bis 2010 wird für die GUS-Länder ein jährliches Marktwachstum von durchschnittlich sechs Prozent auf rund 165.000 Lkw über 6 Tonnen p. a. erwartet. Im Busbereich wurden mit Abschlüssen für europäische Großstädte 2007 bedeutende Aufträge gewonnen. So werden ab 2008 an den Traditionskunden Berlin (BVG) weitere 200 Stadtbus-Doppeldecker geliefert, Paris (RATP) erhält 186 Gelenkbusse von MAN. In diesem Jahr beginnt die Auslieferung des größten Stadtbusauftrages der vergangenen Jahre an das arabische Emirat Dubai mit 500 Einheiten. Ausbau der Produktionskapazität Um die lebhafte Lkw-Nachfrage in den Fokusmärkten bedienen zu können, hat MAN Nutzfahrzeuge rechtzeitig in den Auf- und Ausbau von Produktionsstätten investiert. Im Sommer vergangenen Jahres konnte nach nur 12 Monaten Bauzeit eines der weltweit modernsten Lkw-Montagewerke bei Krakau (Polen) in Betrieb gehen. Inzwischen wurde die Produktion auf das geplante Niveau hochgefahren: Die Jahreskapazität des Werkes beträgt 15.000 Lkw pro Schicht. Die bei Krakau produzierten Lkw sollen vor allem die Nachfrage aus den Wachstumsregionen Osteuropa und GUS decken. Die Komponenten wie Motoren, Achsen und Fahrerhäuser werden direkt aus dem bestehenden Produktionsverbund geliefert; deshalb sichert und schafft das neue Werk in Polen auch Beschäftigung an den MAN Standorten in Deutschland und Österreich. In deren Modernisierung und Erweiterung investiert MAN Nutzfahrzeuge kurz- und mittelfristig hohe Summen, mit dem Ziel, die Produktionskapazität für Lkw im Laufe diesen Jahres auf insgesamt 110.000 Einheiten und bis Ende 2009 auf 130.000 Einheiten (jeweils ohne MAN CLA aus indischer Produktion) zu erhöhen und einen flexiblen und optimal aufeinander abgestimmten Produktionsverbund sicherzustellen. Am Standort München (D) investiert MAN bis 2012 insgesamt 190 Mio. € in neue Gebäude und Maschinen, in strukturelle Verbesserungen der Lkw-Produktion und der Logistik sowie in eine Ausweitung der F&E-Kapazitäten. Am Standort Nürnberg (D), dem MAN Kompetenzzentrum für Motoren werden 170 Mio. € in F&E, Produktion und Logistik bis 2012 investiert, am Standort Steyr (A) in demselben Zeitraum rund 100 Mio. € in die Lkw-Montage, den Fahrerhausbau und in die Lackierung. Für Salzgitter (D) sind Investitionen in Höhe von 60 Mio. € bis 2012 geplant. Die Investitionen in die deutschen und österreichischen Werke sind für den Vorstand von MAN Nutzfahrzeuge ein klares Bekenntnis zu diesen angestammten MAN-Standorten: „Darin kommt unser Vertrauen in die Mitarbeiter in Deutschland und Österreich zum Ausdruck, in deren Leistungsfähigkeit und Leidenschaft für die Marke MAN und ihre Produkte“, erklärte Anton Weinmann, Vorstandsvorsitzender der MAN Nutzfahrzeuge Gruppe. Ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Wachstumsstrategie von MAN Nutzfahrzeuge ist die Konzentration auf Kernkompetenzen und Optimierung der Fertigungstiefe. Als Teil dieser Strategie hat MAN im Jahr 2005 das Komponentenwerk in Penzberg (D) in ein Joint Venture eingebracht. Ein weiterer folgerichtiger Schritt war im vergangenen Jahr die Übertragung des Werks für Pressteile in Gustavsburg (D) auf ein Joint Venture mit der Hörmann Gruppe. Beide Unternehmen entwickeln sich sehr gut. Wie bereits in den Vorjahren konnte MAN Nutzfahrzeuge auch im Jahr 2007 die Produktivität seiner Werke weiter deutlich steigern: Die Zahl der produzierten Fahrzeuge (Lkw und Busse) pro Mitarbeiter stieg von 2,26 auf 2,94. Auch in den kommenden Jahren soll die Produktivität um durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr steigen. Mit dem Joint Venture mit Force Motors unter dem Namen MAN FORCE TRUCKS Private Limited in Pithampur (Indien) ist MAN Nutzfahrzeuge in einem weiteren Wachstumsmarkt vertreten. Im vergangenen Jahr wurden 500 schwere Lkw der Baureihe CLA für die Zielmärkte in Asien und Afrika produziert. Das erste Fahrzeug für den Export (Südafrika) wurde im Oktober 2007 übergeben. Die gegenüber den ursprünglichen Plänen geringeren Stückzahlen des Joint Ventures in 2007 gehen auf noch nicht ausreichende Qualität der lokalen Zulieferer zurück. Für MAN ist ein hoher Qualitätsstandard aber unabdingbar. In diesem Jahr werden knapp 7.000 Lkw gefertigt, bis 2010 ist eine Fertigungskapazität von rund 24.000 Fahrzeugen geplant. Restrukturierung des Geschäftsbereiches Bus eingeleitet Im Geschäftsbereich Bus hat MAN Nutzfahrzeuge notwendige Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um dessen Ertragskraft mittelfristig und nachhaltig zu stärken. Ein wichtiger Meilenstein ist die im Januar 2008 getroffene Vereinbarung mit den Arbeitnehmern zur Entwicklung des Standorts Salzgitter. Der Vertrag umfasst die Modernisierung des Standorts mit Investitionen von rund 60 Mio. € bis 2012 sowie Beiträge zur Kostenentlastung durch die Arbeitnehmer bei Entlohnung und Arbeitszeit. Der zukunftsträchtige Geschäftsbereich Bus-Chassis wird ausgebaut; dazu entsteht in Salzgitter eine neue Montagelinie. Der Lkw-Bereich im Werk Salzgitter wird ebenfalls erweitert. Zudem investiert MAN am Standort in ein neues Logistikzentrum. Ein wesentlicher Teil zentraler Funktionen wird in München konzentriert. Die Produktion von Niederflur-Stadtbussen erfolgt künftig ausschließlich an MAN-Standorten in Polen. Damit werden die unterschiedlichen Aufgabenbereiche nun stärker an einzelnen Standorten konzentriert. Um die Synergien mit dem Geschäftsbereich Lkw schnell und konsequent heben zu können, erfolgte zum 1. Februar 2008 die vollständige Integration des Busbereichs in die Organisationsstruktur von MAN Nutzfahrzeuge. Damit wird der Bus genauso wie andere Bereiche vom Vorstand von MAN Nutzfahrzeuge geführt mit dem Ziel, die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen konsequent und mit voller Kraft fortzuführen. MAN Innovationen und Produkte als Basis des Erfolgs MAN Nutzfahrzeuge bietet ganzheitliche Lösungen für den Transport von Gütern und Personen auf der Straße. MAN kombiniert zuverlässige Lkw, Busse und Motoren mit einem umfassenden Dienstleistungsportfolio. Dabei steht die „Transporteffizienz“ im Vordergrund. Technisch ausgereifte Produkte, die über ein hohes Maß an passiver und aktiver Sicherheit verfügen, ermöglichen einen über ihren gesamten Lebenszeitraum wirtschaftlichen Einsatz. Ein umfassendes Dienstleistungsportfolio, vom 24-Stunden-Pannendienst, über moderne Telematikdienste, bis hin zur Kraftfahrerschulung erlaubt den Kunden maximale Wertschöpfung. MAN denkt bereits heute an morgen und investiert in die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung ihrer Fahrzeuge, Antriebe und Dienstleistungen. MAN wächst international und schneidet seine Transportlösungen exakt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Marktes zu. Damit wird die traditionsreiche Marke ihren Erfolg auch im globalen Wettbewerb sichern. MAN TGX und TGS sind “Truck of the Year” 2008 Im Herbst des vergangenen Jahres hat MAN Nutzfahrzeuge die beiden neuen Lkw-Baureihen TGX und TGS eingeführt. Mehr als 100 Millionen Euro flossen in die Entwicklung der Nachfolger des erfolgreichen MAN TGA, der seit seiner Präsentation zur Jahrtausendwende laufend weiterentwickelt und bis heute mehr als 250.000 Mal verkauft wurde. Bei der Entwicklung von TGX/TGS wurde neben einer Erhöhung von Fahrkomfort und -sicherheit insbesondere eine weitere Effizienzsteigerung erreicht. Dank verbesserter Aerodynamik, konsequentem Leichtbau und weiter optimierten Antriebskomponenten verbrauchen TGX und TGS durchschnittlich vier Prozent weniger Dieselkraftstoff und emittieren vier Prozent weniger CO2 als ihr Vorgänger TGA. Die beiden neuen Lkw-Baureihen wurden von Fachpresse und Kunden begeistert aufgenommen: Eine internationale Jury aus Fachjournalisten wählte MAN TGX und TGS auf der European Road Transport Show im Oktober in Amsterdam zum „Truck of the Year 2008“. Damit erhielt MAN Nutzfahrzeuge als erster Lkw-Hersteller überhaupt den Oskar der Lkw-Branche zum siebten Mal. Außerdem wurden TGX und TGS mit dem renommierten Design-Preis „red.dot: best of the best“ ausgezeichnet. Bis Ende Februar 2008 gingen bereits weit über 35.000 Bestellungen für TGX und TGS ein - Beweis dafür, dass die beiden Lkw-Baureihen neue Maßstäbe in ihrer Klasse setzen. Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes für mehr Kundennähe Auch auf der Vertriebs- und Serviceseite hat MAN Nutzfahrzeuge die Weichen gestellt, um bestehende Marktpositionen zu stärken und internationale Marktpotenziale zu erschließen: Im vergangenen Jahr wurden 100 Mio. € in den Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes investiert. Für 2008 sind Investitionen von 100 Mio. € vorgesehen für den Neubau von 18 Servicebetrieben, die Erweiterung von 13 Standorten sowie die Aufrüstung mit Werkzeugen und die Verbesserung des Erscheinungsbildes. Transport efficiency. Powered by MAN MAN TGX und TGS setzen in punkto Transporteffizienz Maßstäbe. Eine MAN TGX Sattelzugmaschine inklusive Auflieger mit 40 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht erreicht einen Durchschnittsverbrauch von 32,2 l Diesel auf 100 km. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von nur 21 Gramm pro Tonnenkilometer. Stadt- und Reisebusse der Marken MAN und NEOPLAN sind mit durchschnittlich 15 Gramm pro Personenkilometer das sparsamste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel überhaupt. Mit dem Erreichten geben sich die MAN-Ingenieure indes nicht zufrieden. MAN investierte im vergangenen Jahr 234 Mio. € (2006: 215 Mio. €) in Forschung und Entwicklung. Ein Großteil davon wird die Transporteffizienz weiter steigern. Drei Schwerpunkte verfolgt MAN Nutzfahrzeuge dabei: 1. Für Busse und Lkw im Fernverkehr bestehen konkrete Entwicklungsvorhaben in den Bereichen Aerodynamik, Leichtbau, Einsatz von Leichtlaufreifen und -ölen, Reifendrucküberwachung, bedarfsgerechter Antrieb von Nebenaggregaten, innermotorische Optimierungen und Fahrerassistenzsysteme. So wird beispielsweise Ende dieses Jahres ein abschaltbarer Luftpresser bei MAN erstmalig mit der Einführung von Euro 5-Motoren mit Abgasrückführung (AGR) zum Einsatz kommen, der im Fernverkehr ein Einsparpotenzial von 0,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer realisieren wird. Alle oben genannten Maßnahmen erreichen ein CO2-Einsparpotenzial von 10 bis 15 Prozent, das MAN Nutzfahrzeuge in den kommenden Jahren heben wird. 2. Für Stadtbusse und Verteiler-Lkw entwickelt MAN Nutzfahrzeuge zuverlässige Hybridantriebe. Vor allem Stadtbusse bieten ideale Bedingungen, um Energie aus Bremskraft zurück zu gewinnen. Bei der Fahrt von Haltestelle zu Haltestelle beschleunigen sie unzählige Male, um kurz darauf bis zum Stillstand zu verzögern. Im MAN Lion´s City-Niederflurbus treibt ein einsatzoptimierter Fahrzeugdiesel nicht direkt über ein Getriebe die Achse, sondern ausschließlich einen Hochleistungsgenerator an, der die Leistung für die beiden elektrischen Fahrmotoren liefert. Auf dem Fahrzeugdach trägt der Niederflurbus 12 Ultracap-Module (Hochleistungskondensatoren), die zurück gewonnene Bremsenergie hochkonzentriert speichern. Damit kann der Stadtbus rein elektrisch und emissionsfrei aus der Haltestelle beschleunigen. Gegenüber dem besten Diesel-Stadtbus verbraucht der Hybridbus bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoff und stößt damit bis zu 30 Prozent weniger CO2 aus. Was nach Zukunft klingt, dreht bei MAN schon ausgiebige Proberunden - bereits für 2009 ist eine Kleinserie in europäischen Großstädten geplant, die Serienfertigung beginnt 2010. 3. MAN Nutzfahrzeuge fördert in Zusammenarbeit mit den anderen MAN Unternehmen die Einführung synthetischer Kraftstoffe wie BTL (Biomass-to-Liquid) oder HVO (Hydrogenated Vegetable Oil). Diese regenerativ erzeugbaren Kraftstoffe verbrennen in entsprechend modifizierten Dieselmotoren sauberer und effizienter als fossile Kraftstoffe und können den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren. MAN Nutzfahrzeuge erforscht intensiv den Einsatz dieser Kraftstoffe in Dieselmotoren. Wichtiges Know-how kann dabei von der Konzernschwester MAN Ferrostaal genutzt werden, die sich im Anlagenbau zur Produktion von BTL engagiert. MAN als Geburtshelfer und Schrittmacher des Dieselmotors Wie kein anderer Motorenhersteller ist die Marke MAN mit der Geschichte des Dieselmotors verbunden. Rudolf Diesel, der am 18. März 1858 in Paris geboren wurde, entwickelte im Augsburger Werk eines MAN-Vorläuferunternehmens den ersten Dieselmotor der Welt. Die damalige intensive Förderung des neuen Dieselverfahrens zeugt noch heute von der visionären Ausrichtung des Unternehmens. Nach wie vor baut die MAN Nutzfahrzeuge Gruppe auf ihre breite Dieselkompetenz. Bei den schnell laufenden Dieselmotoren waren es die MAN Nutzfahrzeuge, die mit wegweisenden Entwicklungen wichtige Schrittmacherdienste für die ganze Branche leistete: Die Direkteinspritzung, die Abgasturboaufladung, hochmoderne Verbrennungsverfahren und viele Richtung weisende Technologien wurden von MAN-Ingenieuren entwickelt. Eine komplett neue Generation von Fahrzeugmotoren stellte MAN Nutzfahrzeuge Anfang 2004 vor. Die neuen 10,5-Liter-Vierventilmotoren sind deutlich kompakter und leichter als ihre Vorgänger, die Motorentechniker nennen es „downsizing“. Die neuen Motoren sind leistungsstärker, leiser und liegen im Kraftstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent günstiger als die Vorgängermotoren. Die D20-Motoren werden in der Leistungsklasse von 270 bis 440 PS angeboten und erfüllen mit Common Rail-Einspritzung, Abgasrückführung und dem Partikelfilter MAN PM-Kat - ganz ohne Additive - die Abgasgrenzwerte der Euro 4-Norm. Für gehobene Leistungen führte MAN 2006 die D26-Motorenbaureihe ein, die mit 12,4 Liter Hubraum die Nennleistungen von 480 bis 540 PS abdeckt. Für die D20/D26-Motorenbaureihe bietet MAN außerdem das SCR-System (Selective Catalytic Reduction) zur Einhaltung der Euro 5-Emissionsnorm an. Der Kunde kann je nach Einsatzland und -art zwischen AGR und SCR wählen. Besonders anspruchsvolle Lkw-Kunden werden seit vergangenem Jahr mit einem neuen V8-Motor bedient. Dieser legt mit 680 PS und 3.000 Nm Drehmomentbestwert neue Maßstäbe und macht aus dem MAN TGX V8 den stärksten Serien-Lkw Europas. Im Herbst diesen Jahres schlägt MAN ein neues Kapitel in der Dieselmotoren-Entwicklung auf: Zur IAA Nutzfahrzeuge im September präsentiert MAN die neuen Motoren mit Abgasrückführung (AGR) für den Emissionsstandard Euro 5. Diese Hightech-Aggregate erfüllen mit Hilfe von zweistufiger Aufladung, hohen Einspritzdrücken über 1.800 bar und gekühlter Abgasrückführung die strengen Emissionsanforderungen ohne Additiv und aufwendige Abgasnachbehandlung. Die AGR-Motoren stellen für zahlreiche Märkte und Branchen eine attraktive Alternative zu den Motoren mit SCR-Abgasnachbehandlung dar und stärken damit die Marktposition von MAN in den jeweiligen Bereichen. Im Busbereich liefert MAN als einziger Hersteller eine komplette Range an liegenden Stadtbusmotoren mit Leistungen bis zu 360 PS unter dem Label MAN PURE DIESEL®. Diese Motoren erfüllen schon seit 2007 ohne Zugabe von Harnstoff den strengsten, freiwilligen europäischen Abgasstandard EEV (Enhanced Environmentally friendly Vehicle). Auch Euro 5 wird für den Reisebusbereich mit dieser Technologie zuverlässig und unkompliziert erfüllt. Mit AGR und SCR hat MAN Nutzfahrzeuge die beiden Schlüsseltechnologien zur Erreichung der zukünftigen Emissionsstandards in Europa (= Euro 6) und den USA (= EPA 2010) bereits fertig entwickelt und im Serieneinsatz erprobt. Damit reduziert sich der erforderliche F+E-Aufwand in den kommenden Jahren in diesem Bereich deutlich. Sehr gute Perspektiven für 2008 MAN Nutzfahrzeuge ist sehr gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die ausgezeichnete Auftragslage des Vorjahres setzte sich 2008 fort. MAN erwartet eine positive Geschäftsentwicklung mit weiter steigenden Absatzzahlen. Der konsolidierende europäische Markt wird dabei zunehmend von der sehr guten Absatzentwicklung in Osteuropa und den GUS-Ländern mit Russland sowie in Asien ergänzt. Technische Innovationen und die gute Positionierung des MAN-Produktprogramms sichern ein anhaltendes und nachhaltiges Wachstum. In der Branche genießt MAN den besten Ruf von allen Lkw-Herstellern: Bei Bekanntheit und Image liegt die Marke mit dem Löwen im Emblem in Deutschland unangefochten auf Platz 1. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 400 Fuhrparkentscheidern in Transportunternehmen, Speditionen, Industrie und Handel, die vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des deutschen Wochenmagazins VerkehrsRundschau durchgeführt wurde. Die neuen Lkw-Baureihen TGX und TGS werden vom Markt begeistert aufgenommen; dies zeigen die Auftragszahlen. Auch die leichten und mittelschweren Lkw von MAN haben ihre Marktposition deutlich ausbauen können. Mit der Präsentation der neuen Common Rail-AGR-Motoren für den Emissionsstandard Euro 5 bzw. EEV auf der IAA Nutzfahrzeuge im Herbst wird MAN seinen technologischen Vorsprung bei der Dieselentwicklung erneut unter Beweis stellen. Mit einem effektiven Vertrieb innerhalb und außerhalb Europas sowie dem weiteren Ausbau des Servicenetzes wird MAN Nutzfahrzeuge die internationale Wachstumsstrategie konsequent weiter verfolgen. Absatzsteigerungen sind vor allem in Osteuropa und Asien zu erwarten, aber auch im Kernmarkt Europa soll der Marktanteil bei Lkw von derzeit 16,1 Prozent bis auf 18 Prozent steigen.

Datum

13. März 2008
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