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Fahrzeuge: Vorreiter bei Bio-DME

Volvo Trucks weltweit Vorreiter bei der Nutzung von Bio-DME als Kraftstoff in Fahrzeugen.

Volvo Trucks weltweit Vorreiter bei der Nutzung von Bio-DME als Kraftstoff in Fahrzeugen. Volvo Trucks ist der erste Hersteller weltweit, der Bio-DME (Di-Methylether) als Kraftstoff in Fahrzeugen einsetzt. Am 07. September hat das Kraftstoffunternehmen Preem in Stockholm die erste Tankstelle für Bio-DME eingeweiht. Nun gelangen erstmalig fünf Volvo Lkw, die im kommerziellen Einsatz mit DME betrieben werden, auf die Straßen Schwedens. Der Biokraftstoff ist äußerst interessant, da bei seiner Verbrennung im Vergleich zu fossilem Dieselkraftstoff immerhin 95 Prozent weniger Kohlendioxidemissionen entstehen. „Damit ein neuer Kraftstoff sich auf dem Markt etablieren kann, sind Produktion, Verteilung und der Einsatz in entsprechend modifizierten Fahrzeugen wichtige Faktoren. Jetzt haben wir alle drei Teile des Puzzles in einer umfassenden, absolut einzigartigen Praxisstudie zusammengesetzt", so Lars Mårtensson, Leiter des Bereichs Umweltschutz bei Volvo Trucks. Die Praxisstudie wird über einen Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt und soll das Potenzial für umfangreiche Investitionen in DME aus Biomasse aufzeigen. Das Projekt umspannt die gesamte technische Kette von der Biomasse zum Kraftstoff, d. h. Verteilung, Tankstellen, Lkw und Speditionen. Als Beitrag zu diesem Projekt stellt Volvo Trucks Lkw der Baureihe FH zur Verfügung, die von ausgewählten Kunden in verschiedenen Teilen Schwedens getestet werden. Die Produktion von Bio-DME findet im Werk von Chemrec statt. Die Volvo Group ist über ihre Tochtergesellschaft Volvo Technology Transfer einer der Eigentümer von Chemrec. Preem errichtet Tankstellen, um den Einsatz der Lkw im regionalen und lokalen Regelbetrieb zu ermöglichen.Die Speditionen Green Cargo, DHL, Posten Logistik und Volvo Logistics über J-Trans nehmen als erste an der Praxisstudie teil. „Aus einer übergeordneten Perspektive betrachtet ist Bio-DME einer der vielver-sprechendsten Biokraftstoffe der zweiten Generation. Sowohl eine hohe Energieeffizienz als auch äußerst niedrige Emissionen von Treibhausgasen zeichnen ihn aus. Bei der Analyse möglicher alternativer Kraftstoffe sind es gerade diese Eigenschaften, die besonders positiv in die Bewertung mit eingehen", sagt Lars Mårtensson. Diesen Herbst wird Preem weitere Tankstellen in Göteborg, Jönköping und Piteå eröffnen. Parallel dazu wird die Produktion von Bio-DME im Werk von Chemrec in Piteå erhöht. Einführung auf breiter Ebene erfordert langfristige Entscheidungen Die Auswertung der Praxisstudie und die langfristigen Entscheidungen der Behörden werden maßgeblich dafür sein, ob die Produktion von Bio-DME in großem Stil umgesetzt werden wird. Schätzungen der EU zufolge könnte Bio-DME bis 2030 theoretisch die Hälfte des heute im gewerblichen Schwerlasttransport verwendeten Dieselkraftstoffs ersetzen. „Die größten Herausforderungen bestehen darin, mit einer langfristigen Perspektive arbeiten, eine große Menge an Biokraftstoff produzieren, die Verteilung an eine ausreichend große Anzahl von Tankstellen sicherstellen und gleichzeitig die Nachfrage anheizen zu können", so Lennart Pilskog, Director Public Affairs bei Volvo Trucks. „Um dies zu erreichen, benötigen wir eindeutige Richtlinien von den Behörden und eine koordinierte, aktive Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern auf dem Markt." Fakten zu Bio-DME Idealer Fahrzeugkraftstoff Als Kraftstoff für Dieselmotoren weist Bio-DME im Vergleich zu herkömmlichem Dieselkraftstoff einen ebenso hohen Wirkungsgrad bei gleichzeitig geringerer Geräusch­entwicklung auf. Im Vergleich zum fossilen Dieselkraftstoff werden bei der Verbrennung von Bio-DME ganze 95 Prozent weniger Kohlendioxidemissionen freigesetzt. Zudem entstehen beim Verbrennungsprozess sehr geringe Emissionen von Partikeln und Stickoxiden. Diese Faktoren machen Bio-DME insgesamt zum idealen Kraftstoff für Dieselmotoren. DME ist ein Gas und wird bei einem Druck von nur 5 bar in einen flüssigen Zustand umgewandelt. Die Handhabung ist unkompliziert und unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von der bei LPG (Flüssiggas). DME lässt sich aus Erdgas und aus verschiedenen Arten von Biomasse gewinnen. Wird es aus Biomasse gewonnen, so trägt es die Bezeichnung Bio-DME. In diesem Projekt wird Bio-DME aus Schwarzlauge, einem energiereichen, viskosen Nebenprodukt der Zellstoffindustrie hergestellt. Das Pilotwerk von Chemrec in Piteå besitzt Kapazitäten für die Produktion von vier Tonnen Bio-DME pro Tag. Das Seventh Framework Programme der EU, die Swedish Energy Agency und beteiligte Unternehmen finanzieren das Projekt. Weitere Informationen zum Thema Bio-DME unter: www.biodme.eu

Datum

15. September 2010
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