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Auf Achse: Urteil: Bewertung ist keine Garantie

Ein Wertgutachten über einen Gebrauchtwagen, der privat verkauft wird, gilt nicht als Garantieversprechen des Verkäufers, wenn das Gutachten erst auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers erstellt und vorgelegt wurde. Auf das Urteil des Oberlandesgerichts Brandeburg (AZ: 6 U 120/07) weist der Deutsche Anwaltverein in einer Mitteilung hin. Im vorliegenden Fall hatte der Kläger einen über das Internet angebotenen Oldtimer von einem privaten Verkäufer erworben. Zuvor verlangte der Käufer jedoch die Erstellung eines Wertgutachtens durch einen Fachmann. Erst nach Vorlage des Gutachtens schlossen beide den Vertrag ab. Später stellt der Käufer fest, dass der Zustand des Wagens sehr viel schlechter war, als er aufgrund des Gutachtens annahm. Daraufhin klagte er auf Schadenersatz gegen den Gutachter und gegen den Verkäufer. Das Gericht lehnte die Klage ab. Begründung: Da das Gutachten erst auf Wunsch des Käufers erstellt wurde, könne daraus nicht gleichzeitig ein Garantieversprechen des Verkäufers gefolgert werden. Auch vom Gutachter könne kein Schaderersatz verlangt werden, da das Gutachten zur Wertbestimmung und nicht zum Zweck einer verbindlichen Zustandsbeschreibung gemacht wurde, erklärten die Richter. Ein schlechtere Zustand des Fahrezeugs nach dem Kauf beruhe auf der natürlichen Alterung des Fahrzeugs, so der Gutachter.

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Foto: photo 5000/Fotolia.com

Datum

17. Juni 2009
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