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Fahrzeuge: Studie

Lkw-Fahrer leben gefährlich

Einer von sechs Lkw-Fahrern war bereits schon einmal Opfer eines Überfalls. Dies hat eine gemeinsame Studie des Internationalen Straßentransport-Verbands (IRU) und des Internationalen Transport Forums (ITF) ergeben. Dafür werteten die beidenOrganisationen die Ergebnisse von 1300 Befragungen und 700 per Internet eingereichten Angaben zu Überfällen auf Fahrer im Fernverkehr aus. Die Antworten stammten von Fahrern und Transportunternehmen aus mehr als 35 Ländern Europas, des Balkans und Zentralasiens. 17 Prozent der Fahrer gaben an, im Zeitraum von 2000 bis 2005 Opfer eines Angriffs geworden zu sein. Rund ein Drittel davon wurde sogar mehr als einmal angegriffen. In 21 Prozent der Fällen galt die Gewalttat dem Fahrer selbst, während 60 Prozent der Übergriffe auf Fahrzeug und Ladung zielten. Weitere 40 Prozent der Fahrer meldeten den Diebstahl von persönlichen Gegenständen. Zudem ergab die Studie, dass rund 42 Prozent der Attacken auf Lkw-Parkplätzen stattfanden. 66 Prozent der angegebenen Übergriffe fanden in der Zeit zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens statt. Dennoch verzichteten 30 Prozent der Fahrer auf eine Anzeige des Vorfalls bei der Polizei. Laut dem Bericht ist, gemessen am Transportvolumen im internationalen Verkehr, Rumänien das Land, in dem die meisten der berichteten Überfälle stattfanden, gefolgt von Ungarn, Polen und der russischenFöderation. Die IRU schätzt die direkten Kosten der Angriffe auf rund zwölf Millionen Euro und verlangt als Folge zahlreiche Verbesserungen der Sicherheit im Transportbereich. Zu den Forderungen an die nationalen Behörden gehören unter anderemsichere Lkw-Parkplätze und nationale Polizei-Ermittlungstruppen für den Straßentransport sowie von Seiten der Unternehmen erhöhte interneVorsichtsmaßnahmen und ein Fahrertraining, dass auch auf die kriminellen Gefahren im Straßengüterverkehr hinweist.

Datum

26. Februar 2008
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