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Transportwelt: So vermeiden Sie Ladungsdiebstahl

Die Auftragsvergabe über das Internet ist ein zweischneidiges Schwert: Zum einen erreichen Verlader über digitale Ausschreibungen mehr Speditionen und Logistikdienstleister und können Angebote schneller miteinander vergleichen und so den preisgünstigsten Anbieter auswählen. Anderseits mach kriminelle Energie auch vor Frachtenbörsen nicht halt. Immer wieder verschwinden Ladungen, weil sich Kriminelle um einen Transportauftrag bewerben und die Ware nach Erhalt veruntreuen. Dabei verwednen die Täter meist gefälschte Konzessionen, Firmenbuchauszüge und Versicherungspolicen von tatsächlich existierenden Unternehmen. Oder aber der Auftrag wird untervergeben, ohne dass sich die Vertragspartner persönlich kennen. Dadurch entstehen schnell Lieferketten von sechs oder mehr Transporteuren - oft ohne genaue Prüfung, mit wem man zusammenarbeitet.
Der Versicherungsmakler Schunck und die Frachtenbörse Timocom haben aus diesem Grund gemeinsam eine Checkliste zusammengestellt. Sie enthält die wichtigsten Regeln zur Diebstahlprävention: An erster Stelle nennt die Liste die eingehende Kontrolle des Fahrers und der Lieferdokumente. So sollten beispielsweise der Originalfrachtbrief des beauftragten Frachtführerunternehmens und die Personenidentität des avisierten Fahrers oder Frachtführers gecheckt werden. Unbedingt vorzulegen seien der Personalausweis oder Pass, der Kfz-Schein, der Versicherungsschein beziehungsweise der Versicherungsnachweis und die Gewerbeerlaubnis. Sobald sich Fahrer über Handy melden, würden zusätzliche Kontrollmaßnahmen automatisch notwendig. Verlader sollten deshalb die gespeicherten Daten des angekündigten Fahrers bei der Frachtenbörse oder beim Mutterunternehmen überprüfen. Rückfragen sollten stets über das Festnetz erfolgen. Erreichen den Verlader E-Mail-Mitteilungen von einem Freemail-Anbieter ist unbedingt eine Gegenkontrolle durch Faxbestätigung notwendig. Schunck und Timocom weisen zudem darauf hin, dass alle vorgelegten Dokumente auf Echtheit geprüft sowie gegebenenfalls noch einmal durch Telefonanruf gegengecheckt werden sollen. Weitere wichtige Punkte auf der Checkliste sind:
- Recherche nach Fahrernamen und Identitätskontrolle bei Erstbeauftragung
- Echtheitsprüfung der Faxnummer bei eingehenden Faxen
- Überprüfung des Versicherungsnachweises beim CMR-Versicherer
- Zusätzliche Plausibilitätskontrollen bei Frachtführer, Frachtenbörse und in den Medien bei minimalen Zweifeln
- Warenwert hinterfragen
- Kontrolle des Entladetermins und sofortige Reaktion bei Unstimmigkeiten
- Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter in der Versandabteilung
- Auch in Spitzenzeiten an allen Überprüfungskriterien festhalten
- Bei Warenwert ab 200.000 Euro nur Auftragsvergabe an erfahrene Partner.

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Foto: photo 5000/Fotolia.com

Datum

30. November 2009
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