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Fahrzeuge: Revolutionäre Zusatzbremse für Nutzfahrzeuge

Mit Hilfe von Magneten einen Lkw abbremsen – das ist auf Japans Straßen bereits Realität. Für alle anderen Märkte bringt Voith Turbo in Zusammenarbeit mit dem japanischen Retarder-Hersteller SMI (Sumitomo Metal Industries) die revolutionäre Hilfsbremse Voith Magnetarder auf den Markt. Die Grundlage dafür bildet das im Januar 2008 geschlossene Joint Venture der Voith Turbo Produktgruppe Retarder mit dem japanischen Stahlkonzern Sumitomo Metal Industries. Voith Turbo SMI Technologies (VTST) heißt das Gemeinschaftsunternehmen, das mit dem Magnetarder eine ideale Lösung für Lkws im Gewichtssegment von 7,5 bis 16 Tonnen anbietet.

Voith Turbo ist seit 45 Jahren einer der führenden Anbieter hydrodynamischer Retarder. Mit dem Magnetarder baut VTST künftig eine völlig neue Bremse, die nach dem Wirbelstrom-Prinzip funktioniert, dabei jedoch völlig ohne Hilfsenergie auskommt. Dazu ist im Stator eine Reihe der weltstärksten Permanentmagneten angebracht. Diese sind so angeordnet, dass die gegensätzlichen Pole einander gegenüberliegen. Im ausgeschalteten Zustand werden die Magnete so überbrückt, dass die Magnetkraft durch die Pole fließt. Beim Einschalten werden die Magnete mittels Luftdruck so positioniert, dass die Magnetkraft durch die Pole zum Rotor fließt. Es entstehen starke Wirbelströme, die den Rotor bremsen. Der kompakte, 43 Kilogramm leichte Permanent Magnet Retarder hat sich in Japan bereits 120 000fach bewährt. Rund 13 000 Stück produziert SMI jährlich, denn der Retarder ist in Japan in nahezu allen Highway-Bussen Standard und hat im LKW-Segment eine Penetrationsrate von nahezu 40 Prozent. Für Voith Turbo bedeutet der Magnetarder eine ideale Erweiterung des Retarder-Programms nach unten auf den Bereich von Nutzfahrzeugen von 7,5 bis 16 Tonnen. Anfänglich wird der Magnetarder komplett von SMI aus Japan bezogen. Parallel beginnt VTST mit einer konstruktiven Optimierung des Magnetarders. Im ersten Quartal 2010 wird der erste Magnetarder aus der Voith Turbo- Produktion in Deutschland auf den Markt kommen. Zu den Vorteilen des Magnetarders zählt neben dem geringen Gewicht vor allem die geringe Wärmeentwicklung. Deshalb ist der Magnetarder für Erdgasfahrzeuge (CNG-Fahrzeuge) die in diesem Segment lange gesuchte Lösung. Die Installation des Magnetarders ist einfach, es sind keine Gelenkwellenkürzungen notwendig und die Hilfsbremse ist lebenslang wartungsfrei. Durch die Schonung des Antriebsstrangs und eine längere Standzeit der Betriebsbremse verringern sich die Fahrzeugbetriebskosten. Messungen haben gezeigt, dass der Einsatz der Betriebsbremse mit Hilfe des Magnetarders in einem 12-Tonnen-Lkw auf einer typischen Verteilerstrecke um 64 Prozent reduziert wird. Bei vorausschauender Fahrweise spart die Retardernutzung Zeit und Kraftstoff. Im gesamten Geschwindigkeitsbereich bringt der Magnetarder gute Zusatzbremsleistung und vor allem Sicherheitsreserven, da die Betriebsbremse für Notbremsungen stets kalt ist. Der neue Permanent Magnet Retarder (Magnetarder) von Voith Turbo SMI Technologies. Voith Turbo, der Spezialist für hydrodynamische Antriebs-, Kupplungs- und Bremssysteme für den Einsatz auf der Straße, der Schiene, in der Industrie und für Schiffsantriebe, ist ein Konzernbereich der Voith AG. Voith setzt Maßstäbe in den Märkten Papier, Energie, Mobilität und Service. Gegründet 1867 ist Voith heute mit 37.000 Mitarbeitern, 4 Milliarden Euro Umsatz und weltweit über 270 Standorten eines der großen Familienunternehmen Europas. Voith ist offizieller Partner der Initiative "Deutschland - Land der Ideen." Weitere Infos erhalten Sie unter: www.iaa.voithturbo.de

Datum

16. August 2008
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