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Fahrzeuge: Omnibusgewerbe bekämpft Lenkzeiten

Die neuen Lenk- und Ruhezeiten haben für das Omnibusgewerbe und die Fahrer überwiegend negative Auswirkungen. Dies geht nach Angaben des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) aus einem aktuellen Bericht der Bundesregierung vom Juni 2009 hervor. Der Bericht basiert laut LBO auf einer wissenschaftlichen Untersuchung im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Der LBO bläst ins gleiche Horn: Sowohl ökonomisch als auch hinsichtlich sozialer Aspekte verschlechterten die seit 11. April 2007 geltenden die Situation für Fahrer und Unternehmer. Von den Busunternehmen werde die Neuregelung als besonders negativ empfunden, weil sie mit deutlichen Kosteneffekten verbunden sei. Aber auch die Fahrer würden die Abschaffung der „Zwöf-Tage-Regel“ negativ bewerten. Das gelte vor allem für die Fahrer, die aufgrund der neuen Vorschriften Einkommensbußen hätten oder im jahr zehn oder mehr Wochenruhezeiten außerhalb des Wohnorts verbringen müssten. Die Bundesregierung kann in ihrer Studie laut LBO zudem keine positiven Auswirkungen auf die Sicherheit im Reisebusverkehr feststellen. Grund hierfür sei, dass übermüdungsbedingte Unfälle im Reisebusverkehr eine äußerst geringe Rolle spielten: Im Jahr 2006 wurden insgesamt 5.425 Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung von Kraftomnibussen gezählt. Bei 2.545 Busfahrern (46 Prozent) habe ein Fehlverhalten zu diesem Unfall geführt. Nur 166 der Fahrer oder 6,5 Prozent waren dabei auf Reisebussen eingesetzt. Bei fünf der 2.545 Fahrer mit Fehlverhalten wurde „Übermüdung“ als Ursache für das Fehlverhalten genannt. Nur zwei dieser fünf Fälle betrafen Reisebusse, während die übrigen drei Linien- oder Schulbusse betrafen.

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Foto: photo 5000/Fotolia.com

Datum

17. Juni 2009
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