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Transportwelt: "Noch kein klarer Trend in Sicht"

Der Geschäftsführer des Bundesverbands Möbelspedition und Logistik (AMÖ), Dierk Hochgesang, befürchtete, dass vielen Möbelspeditionen noch eine schwierige Zeit bevorsteht. Im Interview mit trans aktuell erklärt er, wie sich Unternehmen besser aufstellen können, um im Wettbewerb zu bestehen. Gleichzeitig rüstet sich der AMÖ-Chef gegen dubiose Anbieter, die den Preiskampf weiter anheizen.  trans aktuell: Herr Hochgesang, ist der Frühling auch bei den Möbelspeditionen angekommen? Hochgesang: Man könnte eher von Aprilwetter sprechen. Es gibt derzeit noch keinen klaren Trend, auch nicht innerhalb der einzelnen Sparten. Wir haben Unternehmen, die hervorragend ausgelastet sind und gute Zahlen vorlegen können. Andererseits geht es bei einigen Unternehmen ziemlich frostig zu. Leider sind manche sogar auf dem Glatteis ausgerutscht, was häufig an der Kundenstruktur liegt. Wir hatten im letzten Jahr eine Zunahme der Insolvenzen, und wir werden leider auch dieses Jahr welche erleben. Auch namhafte Möbelhersteller sind in Schieflage geraten. Wie wirkt sich das aus? In der Tat gibt es Verwerfungen am Markt, weil Unternehmen aus der Möbelindustrie insolvent sind oder sich Märkte rapide ändern. Die Küchenmöbelindustrie hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark ins Ausland orientiert. Wenn nun wichtige Exportmärkte wegbrechen - seien es Spanien, Holland oder England -, trifft das auch die Logistikdienstleister. Wir hatten im vergangenen Jahr mindestens eine Insolvenz, die allein aus dem Zusammenbruch des englischen Marktes resultierte. Der Preiskampf wird auch durch dubiose und illegal operierende Anbieter angeheizt. Welches Ausmaß hat die Schwarzarbeit in der Krise angenommen? Unserer Beobachtung nach ist sie 2009 noch weiter gestiegen. Verantwortlich dafür ist auch der Vormarsch der Technik. Jeder x-beliebige Anbieter kann heute für minimale Beträge eine Online-Präsenz betreiben, ohne dass klar wird, wer dahinter steckt. Hinzu kommen diverse Auktionsplattformen, die wir im Visier haben. Ein erheblicher Umsatzanteil wird durch Organisationen erzielt, die über keinerlei Unternehmensstruktur verfügen. Diese haben häufig weder eine Gewerbeanmeldung, noch eine Güterkraftverkehrs-Genehmigung. Von der Schwarzarbeit zu den Ampelfarben. Immer mehr Umweltzonen schießen aus dem Boden. Teilweise dürfen Unternehmen nur noch mit grüner Plakette rein. Sehen Sie Handlungsbedarf? Ganz vehement. Viele haben nicht nur den Überblick verloren, wo es überall Umweltzonen gibt und welche Plaketten rein dürfen. Wir erleben einen Flickenteppich wie im Mittelalter. Hinzu kommen die von Kommune zu Kommune unterschiedlichen Ausnahmeregelungen. Es gibt unterschiedliche Kosten, Fristen und Antragsverfahren. Teilweise werden für die Gültigkeit von nur einem Jahr mehr als 700 Euro kassiert. Davon abgesehen, hat mir noch niemand die Wirksamkeit einer Umweltzone schlüssig belegen können. Was muss also geschehen? Eine Ausnahmegenehmigung muss in Berlin genauso gültig sein wie in Wuppertal oder in Stuttgart. Es braucht zwingend eine Einheitlichkeit, die dem Flickenteppich ein Ende bereitet. Das komplette Interview lesen Sie in der nächsten Ausgabe von trans aktuell. Ausgabe 10 erscheint am 23. April 2010. Hierkönnen Sie das Fachblatt bestellen.

Datum

14. April 2010
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