Fahrzeuge: Mercedes poliert Sprinter auf

Mercedes poliert den Sprinter mit neuen Dieselmotoren auf. Die Euro-5-Motoren bieten laut Mercedes mehr Leistung und weniger Verbrauch. Außerdem ist ein neues Sechsgang-Schaltgetriebe mit an Bord. Die neuen Vierzylindermotoren OM 651 sind schon seit dem vergangenen Jahr in den Pkw mit dem Stern im Einsatz  Bis zu 163 PS leisten die Motoren im Sprinter und bringen es in der stärksten Variante auf ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmetern. Künftige Einstiegsmotorisierung wird ein Motor mit 95 PS und einem maximalem Drehmoment von 250 Newtonmetern sein. In der Mitte liegt eine Leistungsvariante mit 129 PS und einem maximalem Drehmoment von 305 Newtonmetern zwischen. So gut wie unverändert blieb der Hubraum mit 2,15 Litern. Nicht so hingegen die Geometrie: Die eher quadratische Bohrung/Hub-Auslegung bei den bisherigen Motoren weicht einer langhubigen Konstruktion mit 83 Millimeter Bohrung und 99 Millimeter Hub. Neben einem hohen Zünddruck von rund 200 bar resultiert daraus vor allem mehr Drehmoment. Die Verdichtung verringerte Mercedes von 17,5 : 1 auf 16,2 : 1, was nicht nur einen ruhigeren Leerlauf des Langhubers in kaltem Zustand bewirkt, sondern auch die Stickoxidemissionen senkt.
 
Alle Leistungsvarianten des neuen OM 651 erreichen die Werte von Euro 5. Optional soll es den Sprinter „in naher Zukunft“ auch mit der Abgasstufe EEV geben und zwar ohne Hilfe der SCR-Technik. Weniger Verbrauch garantieren zudem die bedarfsgeregelte Öl- und Kühlwasserpumpe. Gutmütig reagieren die neuen Motoren auf eine Beimischung von Biodiesel bis zu zehn Prozent. Die Wartungsintervalle bleiben dabei unverändert. Durch die Kontrolle des Assyst-Rechners sind die Abstände flexibel gehalten und belaufen sich in der Regel auf 40.000 Kilometer beim Ölwechsel und auf 80.000 Kilometer bei der Wartung. Eine Premiere im Sprinter feiert das speziell für Transporter entwickelte Sechsgang-Schaltgetriebe Eco-Gear, das das Drehzahlniveau merklich absenkt. Es zeichnet sich durch eine große Spreizung mit kurz übersetztem ersten Gang und lang ausgelegtem sechsten Gang aus, abgestimmt auf leichteres Rangieren, das Anfahren mit Anhänger und Langstreckenfahrten auf der Autobahn. Zu den weiteren Neuerungen gehören eine ESP-Anhängerstabilisierung (serienmäßig bei georderter Anhängerkupplung) und ein serienmäßiges adaptives Bremslicht, das bei mehr als 75 Prozent des maximalen Bremsdrucks oberhalb von Tempo 50 in Aktion tritt. Hinzu kommen Automatikgetriebe mit Anfahrassistent und beheizbare Außenspiegel mit integriertem Weitwinkelsegment. Die wahlweise lieferbaren Nebelscheinwerfer sind künftig, wie schon bei den Sprinter-Modellen mit Pkw-Zulassung, im Stoßfänger verbaut. Die tiefere Position verbessert die Ausleuchtung der Fahrbahn. Auch die Sitze hat Mercedes im neuen Sprinter überarbeitet. Neben einer optimierten Polsterung sorgt jetzt ein Vlies zwischen Schaum und Bezug für eine bessere Luftdurchlässigkeit. Die Rückseiten der Rückenlehnen von Fahrer und Beifahrersitz sind im Sprinter Kombi serienmäßig mit Ablagenetzen ausgestattet, bei Kastenwagen und Fahrgestell gibt es diese Ausstattung auf Wunsch.

Datum

4. Mai 2009
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