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Fahrzeuge: MAN Gruppe legt 2008 gute Basis für schwierige Zeiten

Operatives Ergebnis 1 729 Mio € (Vorjahr: 1 551 Mio €) Umsatzrendite ROS 11,6 % (11,0 %) Umsatz +6 %, Auftragseingang -21 % Ergebnis je Aktie 7,76 € (7,27 €) Erwerb von VW Truck & Bus Brasilien Anpassung an konjunkturellen Abschwung

Für die MAN Gruppe war 2008 trotz der Auswirkungen der Finanzkrise erneut ein erfolgreiches Jahr. Das operative Ergebnis war mit 1 729 Mio € (+11 %) das Beste in der 250-jährigen Unternehmensgeschichte der MAN Gruppe. Die Umsatzrendite (ROS) stieg auf 11,6 % (11,0 %) und lag damit erneut deutlich über dem Renditeziel. Der Umsatz nahm um 6 % auf 14,9 Mrd € zu. Dabei hat MAN 2008 wie schon im Vorjahr mehr als 100 000 Fahrzeuge ausgeliefert. Im zweiten Halbjahr ging die Nachfrage insbesondere nach Nutzfahrzeugen jedoch deutlich zurück. Dies machte sich im sinkenden Auftragseingang mit 14,0 Mrd € (-21 %) bemerkbar. "MAN wird seine langfristige Strategie konsequent weiterverfolgen. Mit dem Erwerb der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen in Lateinamerika werden wir dazu einen weiteren Meilenstein erreichen. Wir verfügen neben dem Nutzfahrzeuggeschäft mit dem Maschinenbau über stabilisierende, ausgleichende Aktivitäten. Als Unternehmen mit geringer Verschuldung und starker Eigenkapitalausstattung ist MAN auch auf schwierige Zeiten gut vorbereitet", erklärte Vorstandsvorsitzender Håkan Samuelsson anlässlich der Vorstellung der Jahresergebnisse.   Das Operative Ergebnis stieg 2008 um 11 %, dazu trugen alle Geschäftsbereiche bei. Während Nutzfahrzeuge das hohe Niveau halten konnte (+2 %), stieg das Operative Ergebnis bei Dieselmotoren um 25 % und bei Turbomaschinen um 42 %. Pro Aktie lag das Ergebnis der fortgeführten Bereiche (d. h. ohne MAN Ferrostaal) mit 7,76 € um 7 % über dem Vorjahr (7,27 €). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 2,00 € je Aktie vor. Den Umsatz steigerte die MAN Gruppe 2008 in einem schwierigen Umfeld um 6 % auf 14,9 Mrd € (14,1 Mrd €). Nutzfahrzeuge legte leicht um 2 % auf 10,6 Mrd € (10,4 Mrd €) zu. Dabei blieb das Lkw-Geschäft trotz des starken Rückgangs der Nachfrage im zweiten Halbjahr insgesamt noch stabil. Auch den Marktanteil bei Lkw über 6 Tonnen steigerte MAN in Europa auf 16,6 % und ist wiederum zweitstärkste Lkw-Marke des Kontinents. Der Busumsatz stieg um 10 %. Sehr positiv entwickelten sich der Umsatz der Geschäftsbereiche Dieselmotoren mit +17 % auf 2,5 Mrd € sowie von Turbomaschinen mit +20 % auf 1,3 Mrd €. Die MAN-Tochter RENK erzielte erstmals einen Umsatz von über einer halben Milliarde Euro (+22 %). Der Auftragseingang ging aufgrund der abrupten Marktverschlechterung im zweiten Halbjahr von 17,8 Mrd € auf 14,0 Mrd € zurück, lag damit aber immer noch auf einem hohen Niveau. Besonders betroffen vom konjunkturellen Rückgang war das Nutzfahrzeug-Geschäft mit -28 %. Bei Dieselmotoren war der Auftragseingang um 8 % geringer, vor allem die Nachfrage nach Schiffsdieselmotoren ging zurück. Dem standen ein besonders dynamisches Kraftwerksgeschäft und der Ausbau des Servicenetzes gegenüber. Stabil blieben auch die Bestellungen im Bereich Turbomaschinen (-2 %). Insgesamt sank der Auftragsbestand für die Gruppe zwar auf 10,4 Mrd € (12,3 Mrd €), er erreichte im langjährigen Vergleich aber erneut ein hohes Niveau. Die Nachfrageschwäche schlug sich sowohl im Inland mit einem Rückgang der Bestellungen um 27 % wie im Ausland mit 19 % nieder. Ausgleichend wirkte sich das hohe Volumen an Großaufträgen mit 1,8 Mrd € aus (1,2 Mrd €). Dabei spielten vor allem Aufträge über schlüsselfertige Dieselkraftwerke bei MAN Diesel eine wichtige Rolle. Die Produktionskapazitäten waren 2008 grundsätzlich gut ausgelastet. Allerdings wurden die Kapazitäten im Nutzfahrzeugbereich mit ersten Schritten an die veränderte Konjunktursituation angepasst. Gleichzeitig werden weiterhin wichtige Zukunftsfelder bei Nutzfahrzeugen besetzt. So verfügt MAN Nutzfahrzeuge über eines der modernsten Produktprogramme mit Fahrzeugen und Dienstleistungen. Zudem wird das zunehmend wichtigere After-Sales-Geschäft kontinuierlich ausgebaut. Die MAN Gruppe beschäftigte am 31. Dezember 51 321 Mitarbeiter inklusive Leiharbeitnehmern, das waren 1,8 % mehr als im Vorjahr (50 399). Allerdings wurde die Zahl der Leiharbeitnehmer zum Jahresende deutlich vermindert (-38 %). Im Bereich Nutzfahrzeuge wurden flexible Arbeitszeitmodelle genutzt, um auf die gesunkene Nachfrage zu reagieren. Zudem wird gruppenweit ein konsequentes Programm zur Kostensenkung verfolgt. Der Konzern wurde 2008 weiter fokussiert auf Geschäftsfelder im Bereich Transport-Related Engineering. Mit dem Übergang von 70 % der MAN Ferrostaal an den Investor IPIC ist dieser Prozess abgeschlossen. MAN hat zudem wichtige Schritte unternommen, um die neuen Wachstumsmärkte zu erschließen: In China wurde ein neues Produktionswerk für Turbomaschinen eröffnet. Mit der Übernahme von VW Truck & Bus in Brasilien wird MAN nun in allen BRIC-Staaten engagiert sein. Der Kauf wird durch einen Kredit finanziert, den MAN neu mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen hat. In Brasilien wird das Unternehmen damit Marktführer bei schweren Lastwagen. Zudem können erhebliche Synergien mit MAN Nutzfahrzeuge realisiert und Wachstumspotenziale in ganz Lateinamerika genutzt werden.   Im Bereich Dieselmotoren wird neben dem traditionellen Geschäft vor allem das wachstumsstarke Kraftwerksgeschäft ausgebaut sowie das Service-Geschäft, in dem mit Retrofit-Paketen wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösungen für ältere Motorentypen angeboten werden. Auch bei MAN Turbo stehen der Ausbau des weltweiten Service und neue Produkte im Mittelpunkt. Ausgehend von einem starken Europageschäft ist mit diesen Schritten die Basis gelegt für weiteres internationales Wachstum. Die stärkere Internationalisierung soll sich künftig auch in der Rechtsform widerspiegeln. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung daher die Umwandlung der MAN Aktiengesellschaft in eine Europäische Gesellschaft (SE) vorschlagen. Der Ausblick auf das Jahr 2009 ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet, weil die Situation auf den Finanzmärkten und der weitere Konjunkturverlauf weiter unklar sind. Insgesamt werden ein geringerer Auftragseingang und ein reduzierter Umsatz erwartet. Für den Bereich Nutzfahrzeuge wird mit deutlich niedrigeren Werten von Umsatz und Rendite gerechnet, während Dieselmotoren, Turbomaschinen und RENK in diesem Jahr stabil bleiben. Hinweis: Den ausführlichen Bericht zum Geschäftsjahr 2008 sowie aktuelle Pressefotos finden Sie im Internet unter www.man.eu.

Datum

24. Februar 2009
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