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Fahrzeuge: Lkw sind Gefahr für Straßenarbeiter

Eine Studie des Instituts für Straßen- und Eisenbahnwesen der Technischen Hochschule Karlsruhe bringt es an den Tag: Straßenarbeiter haben auf Baustellen ein dreizehnfach höheres Risiko zu verunglücken als anderswo. Das berichtet das Fachmagazin DVR Report. Die Studie im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zeige dabei: 80 Prozent des von Unfällen betroffenen Personals verunglücke in den orangefarbenen Baustellenfahrzeugen - und zwar ausschließlich durch Fremdverschulden von Lkw. Insgesamt würden 60 Prozent der Unfälle von Lkw-Fahrern verursacht, vor allem, wenn der Standstreifen oder der rechte Fahrstreifen gesperrt sind, berichtet DVR Report. Die Verfasser der Studie empfehlen deshalb vor allem radarbasierte Fahrgeschwindigkeitsregler und Spurassistenzsysteme für die Lkw. Die Lkw-Hersteller seien jedoch bisher nicht zum Einbau solcher Systeme verpflichtet. Weiterhin hilfreich bei der Prävention seien Maßnahmen in den Fahrzeugen der Straßenmeisterei: So wäre nach Expertenansicht die Ausstattung von Kopfstützen mit Nackenairbags sinnvoll, um die Folgen eines Aufpralls zu minimieren. Zudem könnten akustische Signale die Arbeiter dazu auffordern, stets den Gurt anzulegen, wenn sie einsteigen. Eine weitere Möglichkeit seien verstärkte Lkw-Kontrollen der Polizei im Vorfeld von Baustellen, damit weniger übermüdete Fahrer auf die Gefahrenpunkte zusteuern. Eine wichtige Rolle bei der Unfallverhütung spielen künftig GPS-Systeme. Nach Angaben des DVR Report könnten über GPS-Sender an den Absperrtafeln die aktuellen Standorte von Baustellen ermittelt werden. Mittels Mobilfunktechnologie wanderten diese Informationen dann in die Straßeninformationssysteme. Dadurch verfügten etwa die Navigationsgeräte von Lkw und Pkw schnell über alle Informationen und die Fahrer könnten sich rechzeitig auf die kommende Baustelle einstellen.

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Foto: photo 5000/Fotolia.com

Datum

29. Juli 2009
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