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Fahrzeuge: Intelligenter Lichtassistent sorgt für optimale Ausleuchtung der Straße in allen Fahrsituationen

Sicherheitsgewinn durch stufenlose Anpassung der Leuchtweite an Verkehrslage und Umgebung – Digitale Videokamera von Continental übernimmt Steuerung des Systems.

Frankfurt am Main, 23. März 2009. Die zweite Generation des intelligenten Lichtassistenten (Intelligent Headlamp Control) vom internationalen Automobilzulieferer Continental wird erstmals in einem Serienmodell eingesetzt. Das von einer digitalen Kamera und einem Mikroprozessor gesteuerte System passt die Leuchtweite der Autoscheinwerfer stufenlos an die Verkehrslage an und sorgt somit für einen erheblich größeren ausgeleuchteten Bereich vor dem Fahrzeug, ohne dass Gegenverkehr oder vorausfahrende Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Auf den Markt kommt der neue Lichtassistent in einem deutschen Premium-Modell. Im Gegensatz zur ersten Generation des intelligenten Lichtassistenten und zum konventionellen Fernlicht, das entweder zugeschaltet wird oder auf Abblendlicht umschaltet, arbeitet die zweite Generation stufenlos und vermeidet so den für den Fahrer unangenehmen Effekt, beim Ausschalten des Fernlichts kurzzeitig in ein „schwarzes Loch“ zu fahren, bis sich die Augen an den kürzeren Lichtkegel und die Dunkelheit vor dem Auto gewöhnt haben. Die Kamera erkennt, ob sich auf der Gegenfahrbahn ein anderes Fahrzeug nähert oder weiter voraus ein Auto unterwegs ist und passt die Leuchtweite auf die Verkehrssituation stufenlos an. Dabei steht dem Autofahrer in der überwiegenden Zeit mehr Licht zur Verfügung als mit Abblendlicht; Untergrenze der Scheinwerfer-Leuchtweite ist die des konventionellen Abblendlichts. Intelligente Lichtassistenten werden speziell bei den neuen LED-Hauptscheinwerfern immer wichtiger, da hier über die gleitende Leuchtweitenregulierung hinaus noch mehr Freiheiten in der Fahrlichtgestaltung entstehen. Continental entwickelt und liefert hierfür die notwendige LED-Ansteuerelektronik.   Um die anspruchsvolle Aufgabe der Lichtsteuerung zu erfüllen, erfasst die auf Höhe des Innenspiegels montierte Kamera entgegenkommende Frontscheinwerfer, Heckleuchten vorausfahrender Fahrzeuge und auch Straßenbeleuchtungen. Dabei sensiert das System nicht nur, ob es sich um Lichtpunkte handelt, wie sie überwiegend von Scheinwerfern und Heckleuchten erzeugt werden, sondern gleicht auch ab, in welcher Höhe sie sich befinden und vor allem, mit welcher Geschwindigkeit und in welchem Winkel sie sich auf das eigene Fahrzeug zu- oder wegbewegen. Erfasst werden auch die Lichtintensitäten. Aus all diesen Daten errechnen die Auswertungsalgorithmen der Software, ob es sich um ein relevantes Fahrzeug handelt, und passt die Leuchtweite des Fahrlichts an - und das in Sekundenbruchteilen. Bei nächtlichen Testfahrten, die mehr als eine halbe Million Kilometer umfassten, filmten die Entwickler weltweit Videosequenzen, die in einer Datenbank abgespeichert wurden, um das System auf alle denkbaren Konstellationen einzustellen. Rund 10 Terabyte an Videodaten umfasst diese Datensammlung - das entspricht fast 1200 Hollywood-Filmen auf DVD. Ausgangspunkt der Entwicklung dieses Sicherheitsfeatures ist die Erkenntnis, dass Autofahrer viel zu selten das Fernlicht einsetzen - aus Bequemlichkeit, aber auch aus Sorge, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden und damit zu gefährden. Im intelligenten Lichtassistenten übernimmt eine digitale Kamera, die von Continental entwickelt und hergestellt wird, die Aufgabe, das Licht zu steuern. „Durch die deutlich erweiterte Sicht bei Nacht erwarten wir einen großen Sicherheitseffekt, weil der Fahrer nicht nur besser sieht, sondern wesentlich entspannter und ermüdungsfreier unterwegs ist“, betont Amrei Drechsler, Vice President des Segments Advanced Driver Assistance Systems der Division Chassis & Safety. Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent als Zusatzfunktionen Neben der Steuerung des intelligenten Lichtassistenten bietet das Kamerasystem von Continental weitere Funktionalitäten: Die Verkehrszeichen-Erkennung informiert den Fahrer über die aktuell gültige Geschwindigkeitsbegrenzung, interpretiert dazu Geschwindigkeitsbegrenzungszeichen jeder Art (unveränderliche und elektronische Wechselzeichen) und gleicht diese Information vor der Anzeige mit Hinweisen aus dem Navigationssystem ab. Im Lane Departure Warning-System überwacht die Kamera anhand von Straßenmarkierungen, ob das Fahrzeug zum Beispiel wegen Übermüdung oder Ablenkung des Fahrers droht, von der Straße abzukommen. Nachtfahrten bergen erhöhtes Unfallrisiko Rund ein Drittel aller Verkehrsunfälle geschieht in der Dunkelheit, obwohl das Fahraufkommen in den Nachtstunden erheblich geringer ist als während des Tages. Gleichzeitig ist bei Unfällen im Dunklen der Anteil der Unfälle mit Todesfolge besonders hoch. Nachts ist das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, mehr als doppelt so hoch wie am Tag. Besonders gefährdet sind auch Fußgänger; vor allem im Winter mit früh einsetzender Dämmerung geht die Zahl der tödlichen Unfälle stark nach oben, in den Monaten November bis Januar kommen 75 Prozent der getöteten Fußgänger bei Dunkelheit ums Leben, so das Statistische Bundesamt. Eine verbesserte Ausleuchtung der Fahrbahn ist somit auch ein Beitrag zum Fußgängerschutz.

Datum

31. März 2009
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