Fuso gründet neue Gemeinschaftsunternehmen Zoom

Fahrzeuge: Fuso gewinnt neue Partner

Die Mitsubshi Fuso Truck and Bus Corporation gründet neue Gemeinschaftsunternehmen um den schwächelnden Nutzfahrzeugabsatz zu stützen. Ein Joint Venture mit dem russischen Automobilhersteller Kamaz soll noch in diesem Jahr unterzeichnungsreif sein. „Der offizielle Vertragsabschluss findet im Dezember in Wien statt“, kündigte Dr. Albert Kirchmann, CEO und Präsident von Mitsubishi Fuso Truck and Bus an.  Das neue Gemeinschaftsunternehmen namens Fuso Kamaz Trucks Rus stützt sich auf die strategische Partnerschaft mit einer zehnprozentigen Beteiligung an Kamaz, die Daimler vor einem Jahr mit dem russischen Hersteller einging. Im Rahmen des Joint Ventures, an dem Daimler und Kamaz jeweils 50 Prozent halten, sollen ab Anfang 2010 aus Japan SKD-Montagesätze des Leicht-Lkw Canter importiert werden. Die Herstellung des Canter wird am Produktionsstandort von Kamaz im russischen Naberezhnye Chelny erfolgen. Die Vertriebszentrale soll in Kazan an der Wolga angesiedelt sein. „Wir beginnen vorerst nur mit der SKD-Montage des Canter, man darf sich schließlich nicht verschlucken“ so Dr. Albert Kirchmann. Zur Zeit sind in Russland rund 11.000 Fuso-Trucks auf der Straße. Das asiatische Busgeschäft soll künftig in einer Einheit konzentriert werden. Mitsubshi Fuso Truck and Bus legt daher seine Bus-Aktivitäten mit Nissan Diesel Motor Co. zusammen. „Dabei wird eine Buseinheit analog zu Evobus entstehen“ erklärt Kirchmann. Beide Unternehmen wollen die eigenen Marken erhalten. Zusammengeführt werden Planungs-, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die Produktion und der Vertriebsbereich. Mitsubishi Fuso Truck and Bus und Nissan Diesel Motors Co arbeiten bereits zusammen. Die Daimler-Tochter versorgt Nissan mit Stadt- und Reisebussen, im Gegenzug liefert Nissan mittelgroße Busse und Niederflur-Stadtbusse an Fuso. Von Januar bis September 2009 hat Mitsubishi Fuso 71.200 Lkw und Busse verkauft. Auf den Rückgang der Nutzfahrzeugmärkte habe man inzwischen mit einem breit angelegten Programm an Effizienzmaßnahmen reagiert, so der Vorstandschef. Wichtigste Maßnahme sei dabei die stärkere Konzentration auf die internationalen Märkte. Der Absatz von Lkw außerhalb Japans sei damit vom zweiten zum dritten Quartal 2009 um 72 Prozent gesteigert worden. Die Neuausrichtung des operativen Geschäfts ist laut Kaufmann in vollem Gange. Dazu gehörten kurzfristige Maßnahmen wie Lagerreduzierung, Kürzung der Grundgehälter und die zeitweise Schließung von Teilen der Produktion. Auch mittelfristig bis langfristige Ziele wie ein schlankeres Produktportfolio, eine Neuausrichtung der Produktionsstandorte, die Senkung der Fix- und Materialkosten und die Anpassung der Händlernetze seien bereits teilweise erreicht. Kirchmann: „Mit den eingeleiteten Initiativen werden wir Fuso nachhaltig stärken und im sich wandelnden Nutzfahrzeugmarkt Benchmark-Rentabilität anstreben.“ Mit Blick auf das kommende Jahr meinte der Fuso-Chef, man gehe nicht von einem weiteren signifikanten Rückgang der Nutzfahrzeugmärkte aus, es werde aber auch kein Wachstum geben. „Wir erwarten keine deutliche Entlastung.“

Datum

19. November 2009
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