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Fahrzeuge: ESP: Blitzschnelle Technologie im Kampf gegen den Lkw-Überschlag

Im Jahr 2008 hat Volvo Trucks als erster Hersteller weltweit ein weiterentwickeltes ESP (Electronic Stability Program) vorgestellt: Dieses stabilisiert nicht nur Sattelzugmaschinen, sondern nun auch die Gliederzüge - sowohl den ziehenden Lkw selbst als auch den Anhänger. Jetzt kommt eine neue Version auf den Markt, die auch 6x2- und 4x2-Lkw mit einem oder sogar mehreren Anhängern stabilisiert. Damit kann das neue ESP von Volvo bei allen Arten von Trucks genutzt werden, von Sattelzugmaschinen bis hin zu Lkw mit mehreren Anhängern. Ein weiterer großer Vorteil der neuen Version ist seine Eignung für die meisten Gefahrguttransporte, wie z. B. Kraftstofftransporte.

„Eines der wichtigsten Mittel zur Reduzierung der Zahl von Lkw-Unfällen ist die Minimierung des Risikos von Unfällen durch Überschlag oder Klappmesser-Effekt", so Carl-Johan Almqvist, Direktor des Bereichs Verkehrs- und Produktsicherheit bei Volvo Trucks. „Wir freuen uns, dass wir das System nun für unsere Baureihen Volvo FE, FM und FH anbieten können. So kommen mehr Kunden in den Genuss der Vorteile dieses Systems." Unfälle mit nur einem Fahrzeug, bei denen sich der Lkw überschlägt oder von der Straße abkommt, machen die Hälfte aller Lkw-Unfälle mit Todesopfern oder schweren Verletzungen aus. Schwere Unfälle dieses Typs haben zudem meist auch größere wirtschaftliche Auswirkungen in Form von Beschädigungen am Lkw, Auflieger/Anhänger und an der Ladung. Martin Palming, ESP-Projektmanager bei Volvo Trucks meint dazu: „Der Einsatz von ESP ist eine hervorragende Investition für ein Transportunternehmen. Simulationen von Kollisionen und reale Tests mit und ohne ESP zeigen, dass das System bei allen ausgewerteten Szenarien mit Klappmessereffekt- oder Überschlag-Potential eine Verbesserung bewirkt." ESP reagiert blitzartig Das ESP-Stabilitätssystem wird von einem Computer gesteuert, der Informationen aus einer Vielzahl von Quellen empfängt, unter anderem von den Radsensoren der ABS-Radsensoren, dem Lenkungssystem und einem Gyroskop (Drehsensor). Indem der Bordcomputer diese Informationen als Grundlage verwendet, kann er unverzögert feststellen, ob der Lkw sich zu überschlagen oder zu schleudern droht. Das ESP reagiert sofort durch individuelles Abbremsen eines oder mehrerer Räder an Lkw und Anhänger/Auflieger. Wenn nötig, kann es auch die Motordrehzahl verringern. In einer Schleudersituation besteht die Hauptreaktion des Systems aus dem individuellen Bremsen einzelner Räder. Dabei bremst es das Rad oder die Räder, die das beste Potenzial haben, das Fahrzeug wieder sicher auf Kurs zu bringen. In einer Schleudersituation oder auf einer rutschigen Fahrbahn sowie in Situationen mit der Gefahr eines Überschlags reagiert das ESP mit der Verringerung der Motordrehzahl, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie durch Abbremsen einzelner Räder zur Stabilisierung des gesamten Lastzuges.

Datum

10. August 2009
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