MAN stellt elektronische Helfer vor Zoom

Fahrzeuge: Elektronische Helfer von MAN

Das Netzwerkprojekt Aktiv stellt praxistaugliche Forschungsergebnisse vor - neue Verkehrsassistenzsysteme, die das Stau- und Unfallrisiko auf deutschen Straßen deutlich senken sollen. Der Fahrzeugbauer MAN, der einer der 29 Partner des Forschungsvorhabens ist, hat sich nach eigenen Angaben dabei intensiv mit der aktiven Gefahrenbremsung zur Vermeidung von Auffahrunfällen und der automatischen Fahrspurführung (integrierten Querführung) beschäftigt. Ein weiteres zentrales Thema von MAN war die Untersuchung des Fahrerverhaltens und der Fahreraufmerksamkeit beim Einsatz von Assistenzsystemen.  Laut MAN sollen mit der aktiven Gefahrenbremsung vor allem schwere Auffahrunfälle vermieden werden. Der Fahrer erhält dazu optische und akustische Signale, wenn die Gefahr eines Auffahrunfalls besteht. Ein MAN TGX 18.540 wurde zur Demonstration der aktiven Gefahrenbremsung mit einer Radar- und Videosensorik ausgestattet. Dieses System erkennt zudem stehende Hindernisse und leitet einen automatischen Bremseingriff ein, wenn der Fahrer auf vorangegangene Warnungen nicht reagiert hat. Um eine größtmögliche Fahrerakzeptanz zu erreichen, werden die aktuelle Fahreraufmerksamkeit sowie die Situation auf den Nachbarspuren in die Berechnung der Warnzeitpunkte und des Bremseingriffs einbezogen. Die von MAN Nutzfahrzeuge entwickelte integrierte Querführung hält den Lkw automatisch in einer definierten Soll-Position innerhalb der Fahrspur. Dazu erfasst eine Kamera den Spurverlauf sowie die Position des Lkw. Abweichungen von der Soll-Position werden mit einem Querregler durch einen kontinuierlichen Lenkeingriff vermieden bzw. auf ein akzeptables Minimum reduziert. Das System unterstützt so zum Beispiel bei der Durchfahrt von Baustellen und anderen Engstellen die Fahrzeugführung und verringert die Gefahr von Staus und Unfällen. Zusätzlich erfasst eine Radarsensorik entgegenkommende Lkw und bewirkt, dass die Soll-Position des eigenen Fahrzeuges hin zum Fahrbahnrand verlagert wird. "Um die hier entwickelten Systeme schnell in die Serie zu bringen, müssen Industrie und Politik gemeinsam an der weiteren Umsetzung arbeiten. Für den Kunden sind Assistenzsysteme nur dann attraktiv, wenn sie neben dem Sicherheitsaspekt auch einen wirtschaftlichen Nutzen bringen", sagt Eberhard Hipp, Leiter der Vorentwicklung bei MAN Nutzfahrzeuge und zugleich Programmkoordinator von Aktiv.

Datum

24. Juni 2010
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