Fahrzeuge: Cooperative Cars

Forschungsprojekt „Cooperative Cars“ für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Im Voraus zu erfahren, ob hinter der nächsten Autobahnkurve ein Stau droht oder der nächste Streckenabschnitt womöglich vereist ist, könnte viele gefährliche Verkehrssituationen rechtzeitig entschärfen. Das Forschungsprojekt „Cooperative Cars“ beschäftigt sich damit, wie man moderne Mobilfunknetze für kooperative Fahrzeuganwendungen einsetzen kann. So sollen Fahrzeuge zukünftig automatisch sicherheitsrelevante Informationen untereinander austauschen können. Dies soll ermöglichen, den Verkehr auf den Straßen wesentlich sicherer, effizienter und flüssiger zu gestalten. Bei Vorführungen des Forschungsprojektes auf dem MAN-Testgelände am 13. Mai in München wurde unter realitätsnahen Bedingungen gezeigt, welche Sicherheitsvorteile es bringt, wenn Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf kritische Verkehrssituationen aufmerksam gemacht werden. Dazu wurden sicherheitsrelevante beziehungsweise den Verkehrsfluss hemmende Alltagsszenarien simuliert. Dabei kamen speziell ausgestattete Fahrzeuge der Forschungspartner Daimler, MAN und Volkswagen zum Einsatz, die zum Empfang und Versand der Signale mit entsprechender Hard- und Software ausgerüstet waren. Displays im Cockpit zeigen die Warnmeldungen an, wobei zum Empfang aber auch handelsübliche Handys oder Navigationsgeräte verwendet werden können. Die Informationsübermittlung erfolgte über Ericsson-Technologie im Mobilfunknetz von Vodafone. Das System zeigt dem Fahrer relevante Informationen in Echtzeit, so dass er auf potentielle Gefahrensituation sehr schnell reagieren kann. Das Forschungsprojekt untersuchte nicht nur die technische Machbarkeit, sondern auch Lösungsmöglichkeiten zur schrittweisen Einführung der Car-to-Car-Kommunikation, so dass auch Bestandsfahrzeuge nachgerüstet werden könnten. Laut den Ergebnissen des Projekts ließen sich auf diesem Weg in Deutschland auch volkswirtschaftliche Kosten von rund 500 Millionen Euro pro Jahr einsparen, die durch Unfälle und Staus entstehen. Über 81 Millionen Stunden Reisezeitverlust durch Staus und Baustellen auf deutschen Autobahnen schaden dabei nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Umwelt. „Cooperative Cars“ ist eingebunden in die Forschungsinitiative „Aktiv“, welche neue Ansätze zur Fahrsicherheit und Verkehrseffizienzsteigerung untersucht. Infos zur Forschungsinitiative „Aktiv“ unter www.aktiv-online.org.

Datum

14. Mai 2009
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