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Fahrzeuge: Arbeitsmarkt Report 2009

DEKRA Akademie stellt Arbeitsmarkt-Report 2009 vor.

Fachkräftemangel nur aufgeschoben. Qualifizierte Mitarbeiter trotz derzeitiger Wirtschaftslage weiter gefragt. Die gegenwärtige Situation der Wirtschaft hat das Thema „Fachkräftemangel“ weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt. Der DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2009 zeigt jedoch, dass Unternehmen in verschiedenen Berufsfeldern weiterhin qualifizierte Mitarbeiter suchen. Die Analyse führt vor Augen, gegen welche Engpässe in der Personalplanung und -entwicklung Unternehmen gewappnet sein sollten, wenn eine konjunkturelle Belebung eintritt. Im Rahmen des diesjährigen Arbeitsmarkt-Reports der DEKRA Akademie wurde eine Stichtagsanalyse von 8.523 Stellenangeboten in zwölf deutschen Tageszeitungen und zwei führenden Online-Jobbörsen durchgeführt. Ziel war es, einen Überblick zu den derzeit am häufigsten nachgefragten Berufen zu erhalten. Allein für die Gruppe der IT-Berufe und Berufskraftfahrer wurden zusätzlich je 352 bzw. 345 Anzeigen im Volltext untersucht. Diese Analyse zeigt, welche Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen auch sehr gegensätzliche Berufe wie IT-Spezialisten und Kraftfahrer heute erfüllen müssen. Beste Chancen im Gesundheitswesen Die Nachfrage nach medizinischem Personal bleibt auch in diesem Jahr ungebrochen. Positionen für Krankenschwestern und -pfleger finden sich an erster Stelle der gesuchten Fachkräfte. Am Stichtag waren allein 357 Stellenangebote für Krankenschwestern verfügbar. An zweiter Stelle finden sich Offerten für Arzthelfer. In den Gesundheitsberufen sind damit nur wenige Rückgänge und teilweise sogar eine Erhöhung der vakanten Stellen gegenüber 2008 zu beobachten. Der Kunde im Mittelpunkt Ein funktionierender Vertrieb und ein guter Service für Kunden bestimmen den Unternehmenserfolg wesentlich. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen diese Bereiche nicht vernachlässigt werden. Dies scheint vielen Unternehmen bewusst zu sein: Neben Call Center Agents finden sich Kundenbetreuer nach wie vor unter den am häufigsten gesuchten Fachkräften. In fast allen Berufen des serviceorientierten Gastgewerbes hat sich die absolute Zahl der Stellenangebote gegenüber dem Vorjahr sogar erhöht. Spitzenreiter sind Kellner und Restaurantfachkräfte. Die Anzahl vakanter Positionen hat sich mit 169 am Stichtag beinahe verdoppelt. Doch auch Angebote für Köche finden sich unter den Top Ten der gesuchten Berufe. Ingenieure und IT-Spezialisten weiterhin gefragt Deutsche Unternehmen suchen nach wie vor Fachkräfte in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker). Ingenieure der Fachrichtungen Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Elektrotechnik sind derzeit am stärksten gefragt (Platz 6 und 7). Nicht unter den „Top Ten“ befindet sich die Fachrichtung Bauingenieurwesen und Architektur. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Anzahl offener Stellen dieses Fachgebiets im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel auf 142 Stellenangebote gestiegen ist. Innerhalb der technischen Berufe werden jedoch nicht nur akademische Fachkräfte gesucht. Der Ausbildungsberuf des Elektronikers liegt sogar unter den ersten fünf Plätzen. Durch die zunehmende Technisierung und Automatisierung in der Industrie hat diese Tätigkeit stark an Bedeutung gewonnen. Entsprechend rar sind gut qualifizierte Elektroniker am Arbeitsmarkt. Am Stichtag waren insgesamt 643 Stellenangebote für IT-Mitarbeiter verfügbar. Trotz der Investitionszurückhaltung in neue IT-Systeme sind Software-Entwickler und -Architekten derzeit die begehrtesten IT-Spezialisten. Sie konnten am Stichtag aus 164 Angeboten wählen. Umsetzer der Unternehmensstrategie gesucht Bei insgesamt 1.074 offenen Positionen (12,6 Prozent) wird die Übernahme von Führungsverantwortung erwartet. Drei Viertel davon entfallen auf das Mittlere Management. Auf Führungskräfte also, welche die strategischen Ziele eines Unternehmens auf die operative Ebene umsetzen. Doch auch Unternehmenslenker werden gesucht: 38 Offerten beziehen sich Unternehmer- und Geschäftsführer- Positionen. „Dass die absolute Anzahl der Stellenangebote gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist, überrascht nicht. Im Umkehrschluss von einer Entspannung am Fachkräftemarkt zu reden, wäre jedoch falsch“, so Dr. Peter Littig, Direktor Bildungspolitik/-strategie der DEKRA Akademie GmbH. „Denn die kritischen personal- und arbeitsmarktpolitischen Themen, wie zum Beispiel die Ausbildung junger Menschen, rückläufige Studentenzahlen oder die demografische Entwicklung, werden und müssen uns weiterhin beschäftigen“.

Datum

18. Juni 2009
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