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Transportwelt: AMÖ kritisiert Auftragsvergabe

Behörden sollten kritisch prüfen, wen sie bei öffentlichen Aufträgen zum Zuge kommen lassen. Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) fordert, dass Ämter und Ministerien nur Dienstleister einsetzen, die ihr Personal bei Steuer und Versicherung gemeldet haben und über die notwendigen Genehmigungen verfügen. Ein Dorn im Auge ist dem Verband ferner, dass die Angestellten der Dienstleister mitunter Transferleistungen in Anspruch nehmen - sprich: von verschiedenen Ämtern neben ihrem Einkommen noch Zuschüsse bekommen. AMÖ-Präsident Gert Hebert warf der öffentlichen Hand vor, damit unmoralische Billiglöhne zu subventionieren, was den Wettbewerb verzerrt. „Wenn jeder nach Belieben tätig werden kann, führt das zu Verwerfungen am Markt“, erklärte er am Freitag bei der AMÖ-Jahrestagung in Warnemünde. Daher verlangt er, dass die Vergabe-Richtlinien für öffentliche Aufträge überarbeitet werden. Besonders verärgert über diesen unlauteren Wettbewerb ist der Verband, da dieser die Unternehmen in einer ohnehin angespannten Preissituation trifft. AMÖ-Präsident Hebert spricht von 1.651 Pleiten, die 2009 in den Bereichen Spedition und Güterverkehr zu verzeichnen waren. Auch 17 Mitgliedsunternehmen hätten Insolvenz anmelden müssen. Und im laufenden Jahr seien fünf weitere AMÖ-Betriebe betroffen. „Wir können deshalb auch für das laufende Jahr keine Entwarnung geben“, sagte er.

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Datum

14. Juni 2010
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