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Junge Lkw-Fahrer im Profil: Steve Slunitschek auf Tour

Im Gespräch erzählt uns Steve Slunitschek von seinem Berufsalltag als junger Fahrer.

Warum Fahrer?

Ich komme ursprünglich aus Bad Rappenau in Baden-Württemberg. Mein Vater ist dort Distributionsfahrer für eine Einzelhandelskette. Seither wollte ich selbst Lkw-Fahrer werden, habe aber vorher eine Lehre zum Straßenbauer gemacht und drei Jahre in dem Job gearbeitet. Dann habe ich mich im Internet nach passenden Lehrstellen umgesehen und habe mich extra bei Weigand beworben, weil ich auch mal eine andere Gegend kennenlernen wollte. Meine Oma wohnt in der Nähe. Die Chefin hat mir dann in Twiste eine Wohnung besorgt.

Einsatzgebiet?

Ich bin jetzt im dritten Lehrjahr und habe noch keinen eigenen Lkw. Darum fahre ich den Lkw, der gerade frei ist – am liebsten aber einen Scania. Wir sind von Montag bis Freitag unterwegs und transportieren meistens technische Öle und Fette aus dem Hamburger Hafen oder holen Biodiesel aus Rotterdam ab.

Lieblingstour?

Am liebsten mit Stearinsäure aus Rotterdam zu einem Lebensmittelkonzern nach Mannheim. Das sind regelmäßige Touren. Ich lade um 7.30 Uhr in der Früh, habe rund sechseinhalb Stunden Fahrzeit durch eine schöne Landschaft und kann in der Regel pünktlich um 16 Uhr abladen. Diese Touren mache ich gern – auch übers Wochenende, denn dann kann ich den Lkw mitnehmen und meine Eltern besuchen.

Grösstes Missgeschick? 

2014 war ich zum ersten Mal mit einem unserer Drei-Kammer-Tankauflieger unterwegs und hatte die klare Ansage, besonders gut aufzupassen. Prompt bin ich mit dem Ärmel meines Arbeitsanzugs am Luftschieber hängen geblieben. Ich habe das noch nicht einmal gemerkt und auf einmal schoss Futteröl aus dem Bodenventil. Ich habe schnell reagiert und so ist nicht viel mehr passiert, als dass ich von oben bis unten voll Öl war.

Freundeskreis?

Ich habe meinen Freunden in Bad Rappenau zwei Wochen vor meinem Umzug nicht nur gesagt, dass ich eine neue Lehre machen werde, sondern dazu auch noch nach Norddeutschland ziehe. Zunächst war es für sie ein Schock, jedoch hatten sie Verständnis. Durch meine Touren bin ich ja immer wieder mal in der alten Heimat und zwei Kumpel waren auch schon hier bei mir und im Betrieb.

Das Schöne am Job?

In der Ausbildung bei Weigand gefällt mir das Engagement der Firmenleitung, die sich um die jungen Leute kümmert. Bestes Beispiel ist unser Fuhrparkleiter Dennis, der eine Zeitlang als Ausbildungsfahrer junge Leute wie mich im Lkw mitgenommen hat. Unterwegs gefällt mir, dass man jeden Tag woanders ist und immer wieder neue Leute kennenlernt.

An meinem Job Stört mich,  dass das Ansehen unserer Branche miserabel ist. Die Leute machen sich keine Gedanken, woher die Ware kommt, die sie vor der Haustüre einkaufen. Zudem ärgere ich mich über den katastrophalen Parkplatzmangel auf den wichtigsten Routen.

Zukunft?

Nach der Lehre will ich auf alle Fälle bei Weigand bleiben und hoffe, dass ich dann auch ein festes Auto bekomme. Hier stimmt einfach alles, vom Betriebsklima bis zur Bezahlung. Der Weg in den Norden hat sich für mich also auf jeden Fall gelohnt.

Der Ausbildungsbetrieb

Weigand-Transporte GmbH & Co. KG
Adresse: Schmiedestraße 4, 27419 Sittensen-Lengenbostel
Telefon: +49 (0) 4282 50 89 - 0
Internet: Webseite
Fuhrpark: 43 Sattelzugmaschinen und 55 Tankauflieger
Einsatzbereich: innerdeutsch und Benelux, Sonderfahrten EU-weit
Ausbildungsmöglichkeiten: Werkstatt, Disposition, Tankreinigung und Fremdpraktikum
Voraussetzung für Bewerbung: ab 16 Jahre, Hauptschulabschluss, Interesse an Beruf, Motivation, Reisebereitschaft
Ansprechpartner: Fuhrparkleiter Dennis Everding

Autor

Foto

Jan Bergrath

Datum

29. März 2016
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