Alles über Fahrer unter 25
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Fahrer unter 25: Eine Arbeit mit Verantwortung

Der 21-jährige Felice Zurbuchen aus Oberwangen tut genau das, was schon sein Vater und Großvater vor ihm getan haben. Als "Junior Driver" will er dann endlich sein eigener Chef sein.

Warum Fahrer?

Schon mein Vater und mein Opa waren Chauffeure. Lkw faszinierten mich immer. Aber zu Hause hieß es, ich solle zuerst etwas "Ordentliches" lernen, deshalb habe ich eine abgeschlossene Ausbildung als Straßenbauer. Dann begann ich 2013 als Lieferwagenfahrer bei Camion Transport und seit 1. März 2015 mache ich die sechsmonatige Ausbildung zum "Junior Driver".

Einsatzgebiet?

Hauptsächlich sind wir von der Niederlassung Schwarzenbach aus regional mit Stückgut unterwegs. Ich fahre mit meinem Ausbilder, wir machen Transporte, es ist aber gleichzeitig auch Fahrunterricht, wann immer es der Tagesplan erlaubt. Der Lkw hat doppelte Pedalerie. Ich fahre, helfe aber auch bei allen anderen Tätigkeiten.

Lieblingstour?

Mit dem Lieferwagen bin ich sehr gerne ins Bündnerland gefahren. Das ist eine Tagestour mit 15 bis 20 Posten zum Abladen. Das Fahrzeug war vorgeladen und den ganzen Tag über war ich quasi mein eigener Chef und selbstständig unterwegs. Landschaftlich ist es dort auch wunderschön. Mit dem großen Lkw bin ich in den letzten Wochen noch nicht ganz so weit rumgekommen.

An meinem Job nervt mich, dass...

... andere Verkehrsteilnehmer den Lkw nicht richtig einschätzen können, sich aber trotzdem oft sehr rücksichtslos verhalten. Die denken vermutlich, der sitzt da hoch droben, der wird schon alles sehen. Dabei will ich doch auch nur mein Bestes geben und am Abend wieder heil nach Hause kommen.

Freundeskreis?

Der sieht das ziemlich positiv. Gerade weil diese kompakte Ausbildung zum "Junior Driver" so knackig und anspruchsvoll ist. Einige meiner Freunde in anderen Firmen hat das sogar angespornt, sich jetzt selbst das Lastwagenbillet erarbeiten zu wollen.

Größtes Missgeschick?

Ich bin einmal verkehrt auf die Autobahn abgebogen – also natürlich nicht als Geisterfahrer, jedoch in die ganz falsche Richtung. Da musste ich dann ein gutes Stück fahren, um wenden zu können und dann wieder alles retour. Da war ich wohl ganz in Gedanken oder etwas abgelenkt. Ansonsten hab ich den Alltag als "Junior Driver" aber bisher einigermaßen gut überlebt.

Das Schöne am Job?

Zum einen ist man teilweise sein eigener Chef. Ich teile mir die Routen ein, man erlaubt mir Freiheiten. Zum anderen setzt man gleichzeitig Vertrauen in mich und meine Arbeit, dass man mir ein wertvolles Fahrzeug und die Ladung darauf mitgibt. Das ist doch ein tolles Gefühl!

Zukunft?

In nur sechs Monaten die ganzen Inhalte der Ausbildung zu lernen und den Lkw-Schein zu machen, das ist ein ordentliches Programm. Zuerst einmal möchte ich also den "Junior Driver" erfolgreich abschließen – und dann gerne hier bei Camion Transport bleiben. Als Fahrer möchte ich in Zukunft auf jeden Fall arbeiten.

Autor

Foto

Thomas Küppers

Datum

7. August 2015
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