Alles über Logistikgipfel 2012
Mickstein, Zufall Video Zoom

Logistikgipfel Fachkräftemangel: Im Kino den richtigen Azubi finden

Der Kampf um Fachkräfte hält an. Um geeignete Mitarbeiter zu finden, lässt sich die Branche einiges einfallen. Die Spedition Zufall Logistics Group in Fulda will die Suche nach dem richtigen Auszubildenden nicht dem Zufall überlassen.

"Daher haben wir gemeinsam mit acht unserer 130 Auszubildenden eine besondere Kampagne entwickelt", sagt Tino Mickstein, Projektleiter Zufall Logistics Group auf dem Logistikgipfel in Ludwigsburg. Mit dem Slogan "Ich glaube nicht an Schicksal, ich glaube an Zufall" wirbt das Fuldaer Unternehmen sowohl im Kino als auch im Internet um den begehrten Nachwuchs.

"Ich weiß, was ich will"

Basis der Kampagne - egal ob Kinospot oder Internetauftritt - ist eine Schiefertafel. Davor steht ein Azubi, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Ich weiß, was ich will" trägt. "Mit dem Kinospot erreichen wir 10.368 gezählte Besucher pro Woche in den Kinos in Göttingen, Fulda, Dielenburg und Siegen", sagt Mickstein. Aber nicht nur im Kino will Zufall junge Menschen erreichen. "Dreh- und Angelpunkt ist die Website", sagt Mickstein. Da die meisten Jugendlichen sich im Netz tummeln, sei die Chance hier am größten auf das Unternehmen aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch ein Profil in der Kommunikationsplattform Facebook. Hier posten Zufall-Auszubildende Beiträge, kommunizieren mit anderen jungen Leuten und werben so für das Unternehmen.

Große Reichweite mit City-Cards

Neben Kinospot und Internet setzt Zufall Logistics auch auf so genannte City-Cards. Das sind kleine Kärtchen in DIN A6-Format, auf denen witzige Sprüche abgedruckt sind. Der Logistiker hat sich die Idee zu eigen gemacht und seinen Slogan draufgeschrieben. 6.600 Stück seien innerhalb von zwei Wochen verteilt worden, sagt Mickstein.

Dass die Kampagne ein Erfolg wird, davon ist der Projektleiter überzeugt. Immerhin habe sich das Unternehmen genau überlebt, wie der ideale Zufall-Azubi aussieht, was die Zielgruppe anspricht, wie sie denkt und letztlich, wie man sie am besten erreicht. Drei Vorschläge standen am Ende zur Wahl. Für die jetzige Version haben sich die Zufall-Auszubildenden selbst entschieden. "Nicht die Marketingabteilung des Unternehmens", klärt Mickstein auf.

Nicht nur bei den jungen Leuten scheint die Kampagne anzukommen. Zufall freut sich auch über Auszeichnungen. Nominiert wurde die Kampagne für den Queb Award. Zudem ist sie ins Jahrbuch der Werbung 2012 aufgenommen und rangiert bei "Werben & Verkaufen" unter den Top 5 der Recruiting-Kampagne 2011.

Susanne Spotz, ETM online

Autor

Foto

Thomas Küppers

Datum

18. April 2012
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