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Eurorastpark Himmelskron: Ein mutiges Konzept

Nach seiner Schließung lag der Shell-Autohof Himmelkron eine Weile brach. Die Betreibergruppe Euro Rastpark hat ihn zu neuem Leben erweckt.

Auf dem Weg von München nach Berlin kommt man nördlich von Bayreuth an einer weitläufigen Service-Landschaft neben der Autobahn A 9 vorbei. Rund um die Ausfahrt Himmelkron hat sich mitten im dünn besiedelten Oberfranken ein großes Gewerbegebiet ausgebreitet, das gleich mehrere Gastrobetriebe mit Lastwagen-Parkplätzen beheimatet. Seit Mitte der 90er-Jahre gab es westlich der Anschlussstelle einen Shell-Autohof, die sogenannte Autobahn Galerie, ein riesiges Bauwerk mit zwei Restaurants, Einkaufsläden und einem großen Hotel. Aber nach knapp zwei Jahrzehnten lief etwas schief und der Komplex wurde kurzerhand geschlossen.

2016 übernahm die von Regensburg aus verwaltete Euro-Rastpark-Gruppe die Verantwortung für den Autohof und eröffnete ihn nach einer kompletten Renovierung neu. Betrachtet man die Konkurrenz drum herum, ist das ein durchaus mutiges Projekt.

Mit Liebe gekochtes Essen

Jetzt gibt es nur noch ein statt zwei Restaurants, die Läden existieren nicht mehr, und das Hotel soll Mitte 2017 mit neuem Konzept wieder eröffnet werden. Der Parkplatz ist nun nach Veda-Premium-Standard gesichert. Für diesen Service berechnen die Betreiber pro langer Standzeit vier Euro extra zur normalen Parkgebühr.Voll anrechenbar im Restaurant sind fünf Euro bis fünf Stunden, zehn Euro für bis zu 16 Stunden und 25 Euro für ein Wochenende. Und das ist gut investiertes Geld, weil hier noch handwerklich und mit Liebe gekocht wird.

Ein deftiges Kotelett mit Zwiebeln, Röstkartoffeln und Salat für knapp 13 Euro oder eine Pfefferhaxe mit Kloß und Kraut für 9,95 bereiten echte Gaumenfreuden. Betriebsleiter Boris Friedrich und sein Team haben den Ehrgeiz, diesen Autohof wieder beliebt zu machen.

Der Koch empfiehlt

Küchenchef Jens Reif-Beck erzählt: "Die Region hier ist bekannt für gutes Essen, das ist für uns eine Herausforderung. So bieten wir zum Beispiel einen gebackenen Schweinebraten mit Biersoße, Kloß und Sauerkraut als fränkische Spezialität an. Unsere Soßen bereiten wir noch aufwendig selber zu, das schmeckt einfach deutlich besser als Fertigprodukte. Das kommt auch unseren verschiedenen Schnitzelvariationen zugute, die damit ihre eigene Würze bekommen. Aber auch für Besucher, die eher leichte Kost schätzen, haben wir einige leckere Angebote. Und mit unserem ständig frischen Salatbuffet ist die Versorgung mit gesunden Vitaminen gewährleistet. Immer mehr Lkw-Fahrer wissen das zu schätzen."

Dieser Artikel stammt aus Heft FERNFAHRER 03/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

Autor

Foto

Felix Jacoby

Datum

13. Februar 2017
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