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Europa Truck Trial: Wiedersehen in Montalieu

Ohne den Truck Trial Lauf in Montalieu würde etwas fehlen im Kalender. Weil Pfingsten in diesem Jahr ungewohnt spät im Terminplan steht, schnappte der Lauf in Kitzbühel den Franzosen den Auftakt der Truck Trial-Saison weg.

Das Wetter: sonnig. Die Zuschauer: zahlreich. Montalieu hat sich beim zweiten Lauf zur Europa Truck Trial Meisterschaft wieder von seiner besten Seite gezeigt. Besonders gut vertreten waren auch wieder die Franzosen, vor allem in der S1. Neben größtenteils der Nationalität eint noch etwas die versammelte S1-Riege. Alle zehn starten in Montalieu auf dem kleinen erfolgreichen Krabbeltier namens Unimog.

S1 ganz in französischer Hand

Den Sieg in der kleinen Klasse holte sich Team Pagan und verwies damit den amtierenden Meister Team Manent auf den zweiten Platz. In der Meisterschaft liegt aber dennoch Team Manent vorne. Der dritte Platz in Montalieu ging an Team Truck 112. Der Unimog mit dem chromglänzenden Feuerwehrhelm auf der Ladefläche bleibt damit auf Platz drei in der Meisterschaft. Der einzige Deutsche S1-Starter Team Aupitz II glänzt in Frankreich durch Abwesenheit. Sein zweiter Platz zum Auftakt wird zum sechsten Platz in der Meisterschaft.

Tschechen holen sich wieder den S2-Sieg

In der S2 gewinnen erneut die Tschechen vom Truck Trial Klub Lom U Tachova. Den zweiten Platz erobert Team Minimog, die nun auch in der Meisterschaft auf Platz zwei liegen. Sie verweisen damit Team Offner auf den dritten Rang. In Montalieu holen sich allerdings die Minimog Girls diesen dritten Platz. Dabei haben die Minimogs die Punkte hart erkämpft. Der Kassen-Unimog hat in Montalieu die halbe Stoßstange eingebüßt und gleich zwei Felgen geliefert.

Heidenreich mischt die S3 auf - S4 nur zu zweit

In der S3 zeigte Team Heidenreich den Zil-Piloten wo der Hammer hängt. Udo Heidenreich hat erst in Montalieu zum Angriff geblasen und den Auftakt in Kitz ausfallen lassen. Gleich zweimal Heidenreich stehen auf dem Treppchen. Senior auf Platz eins, Junior auf Platz drei. Team Kelemen muss sich mit dem zweiten Platz begnügen. Für die Auftaktsieger vom Zebra-Zil-Offroadteam bleibt nur Rang vier. Damit heißt der neue Führende in der Meisterschaft Team Kelemen.

Die S4 war in Montalieu zum ersten Mal in diesem Jahr besetzt, wenn auch nur dünn. Gerade einmal zwei Starter haben sich nach Südfrankreich getraut. Den Sieg schnappt sich das holländische Team Wheels over the World. Für Team Alsace Truck bleibt nur der zweite Platz. Bei so wenigen Startern könnten sie die acht Punkte allerdings über die Saison weit bringen.

S1 und S5 füllen das Feld auf

Zusammen mit der Klasse S1 bildet die S5 die stärkste Trialer-Fraktion des Wochenendes. Beide bringen zehn Teams an den Start. Wie schon zum Auftakt in Kitz kann sich Team Schoch durchsetzen. Sie führen damit die Meisterschaft mit maximaler Punktzahl an. Dahinter liefern sich das Team Engelbändiger und das Dexter Team ein Kopf an Kopf Rennen. Während Team Dexter in Kitz auf Platz zwei fuhr, reichte es in Montalieu nur für den dritten Rang. Die Engelbändiger schnappen sich dafür den Platz hinter Team Schoch. Dexter und Engelbändiger sind damit gleich auf.

Überraschung bei den Prototypen

In der P1 gibt es Grund zum Staunen. Team Bülles Enders wird von den Franzosen durchgereicht. Die Siegverwöhnten Starter mit ihrem Unimog-Porsche-Hybriden kommen in Montalieu nur auf Platz vier. Den Sieg holt sich Team Unimog Mania, die damit auch die Meisterschaft anführen. Drei Mädels im Truck, 3 Filles en Camion sichern sich in Frankreich Platz zwei, vor dem ebenfalls französischen Team JCCMOG.

Die Klasse P2 ist ähnlich einsam unterwegs wie die S4. Nur drei Starter kämpfen hier um die Punkte. Den Sieg holt sich wieder Team Auinger. Der Trial-Rentner und Differentialrat vom 4x4-Club Amstetten weiß noch immer, wie man einen Prototypen durch die Sektionen scheucht. Felix Funke holt bei seinem zweiten Lauf als Pilot statt Beifahrer erneut den zweiten Rang. Platz drei geht an das französischem Prototypen-Team HSTP.

Foto

Thomas Küppers

Datum

15. Juni 2011
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