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Europa: Stagnation im KV

Ein zögerliches Wirtschaftswachstum, niedrige Ölpreise und steigende Kosten auf der Schiene werden für die Stagnation im europäischen kombinierten Verkehr verantwortlich gemacht.

Einem kleinen Plus von 0,75 Prozent gegenüber 2014 bei den Sendungen stand ein Anstieg um 5,2 Prozent bei den Tonnenkilometern gegenüber, berichtet die Internationale Vereinigung für den kombinierten Verkehr Straße-Schiene, UIRR. Der Verband vertritt die Interessen von Operateuren und Terminals im KV.

Grenzüberschreitende Verkehre über lange Strecken verzeichneten mit
1.902 330 Sendungen ein Wachstum von 3,78 Prozent, bei Rollenden Landstraßen und Inlandsverkehren, gab es ein Minus von 4,88 Prozent auf 938.430 Sendungen. Hier sei insbesondere die Konkurrenz durch den Straßentransport zum Problem geworden, der von billigem Diesel profitieren konnte. Durchschnittlich legte eine Sendung im kombinierten Verkehr 882 Kilometer zurück. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 3,6 Prozent.

Gerade bei den interkontinentalen Verkehren in Richtung Osten würden sich die Marktteilnehmer langsam der Vorteile kombinierter Verkehre bewusst, so die UIRR. Die Schiene sei hier deutlich schneller als der Seeweg und wesentlich billiger als Luftfracht. Mit KV-Zügen sei Europa von West-China aus besonders wirtschaftlich und leicht zu erreichen.

Der Sektor setzt auf eine Anpassung der bestehenden Regelungen durch die EU-Kommission, um dem an ihn gestellten Anspruch der Verkehrsverlagerung Rechnung tragen zu können. Derzeit sei eine faire Konkurrenz zwischen den Verkehrsträgern nicht gewährleistet. Damit private Investitionen weiterhin gesichert blieben, sollten auch zeitlich befristet unterstützende Maßnahmen seitens der Mitgliedstaaten in Betracht gezogen werden.

Ilona Jüngst

Autor

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Jacek Bilski

Datum

6. Juni 2016
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