Holm, Fraunhofer IML eröffnet neue Dependance im Holm Zoom

Eröffnung Fraunhofer-Institut im Holm: Netzwerk wächst weiter

Fraunhofer IML eröffnet neue Dependance im Holm, als Schnittstelle für innovative Forschung.

"Das ist fast schon ein Klassentreffen" – Hessens Staatssekretär für Verkehr, Mathias Samson kam gut gelaunt zur Eröffnung des Fraunhofer-Instituts im House of Logistics and Mobility (Holm). "Dies ist ein guter Tag für die Logistik und die Aufgaben, die wir dem Holm zuerkennen", sagte er. Sechs Jahre nach den ersten Gesprächen könnte der jüngste Mieter der Netzinitiative in Frankfurts neuem Gewerbe-Stadtteil Gateway Gardens – nur wenige Minuten vom Frankfurter Flughafen, den Autobahn A 3 und A 5 und dem ICE-Bahnhof entfernt – einen neuen Kick geben.

Holm ist als Drehscheibe gedacht

Das Holm ist als Drehscheibe für den Diskurs um die Zukunftsthemen der Branche gedacht. Dass nun die Dortmunder Wissenschaftler, vertreten durch die Professoren Uwe Clausen und Michael Henke, hier ein festes Standbein haben, wird die Entwicklung sicher befördern. „Immer mehr erkennen, was für ein toller Standort das Holm ist“, sagte Clausen dazu. Und das ist auch nötig, bislang zieren sich Unternehmen noch mit festen Zusagen. Am Haus selbst kann das nicht liegen: Auf 20.000 Quadratmetern bietet es viel Platz für Büros, Hörsäle, Lounges, eine Cafeteria und mehr. Die aktuellen 17 Hochschulen und mehr als 20 Unternehmen (inklusive Stadt, Land und Region) sind eher schienen- und luftfahrtaffin. Das Ziel ist, "interdisziplinäre und anwenderorientierte Projektarbeit, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung" zu organisieren. "This ist the place to be", hatte Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir bei der Eröffnung des Hauses hoffnungsvoll angekündigt.

Michael Kadow soll Profil des Hauses schärfen

Der neue Geschäftsführer, Michael Kadow, steht jetzt im Wort, als Koordinator für Kooperationen das Profil des Hauses zu schärfen. Sein einstiger Arbeitgeber, DB Schenker hat sich fast schon in Rufweite auf dem Nachbargrundstück platziert. Der Einzug des Fraunhofer IML mit seiner anwendungsorientierten Forschung sei "ein Meilenstein für das Holm", sagte Samson, was fast schon erleichtert klingt.
Die Suche nach innovativen Antworten auf Zukunftsfragen unterstützt die Landesregierung finanziell über ein eigenes Förderprogramms bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. 4,1 Millionen Euro sind für fünf Jahre zugesagt. Kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU), die im Holm Räume mieten, können sich die Kosten dafür teils komplett erstatten lassen. Mitmachen lohnt sich also, neben Aus- und Weiterbildungsangeboten profitieren Unternehmen auch von der Chance, ihren Nachwuchs im Holm zu rekrutieren.

Auch Start-up-Unternehmen sollen hier eine Heimat finden

Trotzdem ist bei der Nutzung des Hauses noch Luft nach oben. Auch Start-up-Unternehmen sollen hier eine Heimat finden. Kadow will die "sehr hohe Dynamik bei Star Ups" unterstützen und im Holm beim Kontakt zu großen Unternehmen helfen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion über die Themen der Zukunft waren sich alle Referenten einig: Die Logistik muss noch effizienter werden.

Über Wettbewerbsgrenzen hinweg kooperieren

Genau dazu soll das Holm auch dienen, um "über Wettbewerbsgrenzen hinweg zu kooperieren und Dinge gemeinsam zu gestalten", wie es Volker Sparmann, Vorsitzender des Mobilitäts- und Koordinierungsrat der Hessischen Verkehrsverbünde, formulierte. "Ich hab noch keinen gesehen, der viel bezahlen will für Logistik." Also müsse diese effizienter werden, ihre Kosten senken und neue Chancen nutzen. Doch dazu muss den Unternehmen eine funktionierende Infrastruktur bereit stehen – auch darüber herrschte Einvernehmen. "Wir brauchen einen Bundesverkehrswegeplan und dessen schnelle Umsetzung", forderte Clausen. Sonst nützen die besten Innovationen nichts.

 

House of Logistics and Mobility (Holm)

  • Zentrum für Wissenschaft und Forschung, Neubau 2013 in Frankfurt am Flughafen (Gateway Gardens) mit 20.00 Quadratmetern Fläche
  • Baukosten: 52 Millionen Euro, Investor Lang&Cie, Mieter: HOLM GmbH auf 30 Jahre
  • Zeichen des Bundeslands Hessen für die enorme Bedeutung von Logistik und Mobilität
  • Interdisziplinäre und anwendungsorientierte Projektarbeit, Forschung, Aus- und Weiterbildung rund um Logistik und Mobilität
  • Hochschulen, Unternehmen, Start ups. Themenschwerpunkte des neu angesiedelte Fraunhofer IML: Logistik, Fraunhofer-Allianz Verkehr, Vernetzung, Nutzen statt Besitzen, Mobilität 4.0

 

Hier finden Sie eine Info zum Förderprogramm.

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30. Juni 2015
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